Schadaugärtnerei: neun Mietinteressenten, Orangerie und Flächen für Öffentlichkeit

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Die alte Orangerie für Privat- und Firmen-Anlässe, öffentliche Aussenflächen für Veranstaltungen, Sport und Spiel, daneben Vermietungen von Flächen für „Urban Gardening“: Für diese Zwischennutzungen auf dem Ende 2013 erworbenen Areal der ehemaligen Schadaugärtnerei werden in nächster Zeit Verträge ausgearbeitet.

 

Die geplanten Zwischennutzungen auf dem Ende 2013 durch die Stadt Thun erworbenen, 17‘000 Quadratmeter grossen Areal der ehemaligen Schadaugärtnerei werden konkret: Mit neun privaten Interessentinnen und Interessenten werden in den nächsten Wochen Mietverträge für maximal fünf Jahre ausgearbeitet. Insgesamt 66 Interessenten hatten sich unverbindlich bei der Stadt gemeldet (s. Communiqué vom 1. April 2014). Ein wesentlicher Anteil des Areals – etwa ein Viertel der Fläche – wird von der breiten Öffentlichkeit genutzt werden können: Die alte Orangerie soll ab kommenden Herbst für Anlässe und Firmenevents vermietet werden – für Präsentationen, Vorträge, Lesungen etc. Ebenfalls tageweise vermieten wird die Stadt die dazu gehörende Aussenfläche. Im Weitern wird der Öffentlichkeit eine kleine, parkähnliche Fläche zur Verfügung stehen. Diese wird mit einer Grillstelle ausgerüstet und zudem für Spiel und Sport genutzt werden können. Beim Abschluss der Verträge wird darauf geachtet, dass die Zwischennutzungen einer möglichst breiten Öffentlichkeit dienen und keinen präjudizierenden Charakter für die definitiven Nutzungen haben.

 

Orangerie und Aussenflächen werden instandgestellt

Als nächstes werden die Orangerie und die Umgebung mit minimalem Aufwand instandgestellt. Zudem werden die Mietpreise für das Gebäude und die beiden Grünflächen – sie sind rund 150 bzw. 3500 Quadratmeter gross – festgelegt. Ab Spätsommer werden die Angebote für die Öffentlichkeit anlaufen. Die Stadt wird wiederum darüber informieren.

 

Fahrzeugeinstellplätze, Gärtnern, Pilzzucht und Wohnen

Leicht zu vermieten waren die bereits früher als Garagen genutzten Fahrzeugeinstellplätze. Rund 1‘500 Quadratmeter sollen für „Urban Gardening“ zur Verfügung gestellt werden. Eine weitere Fläche mit etwa 280 Quadratmetern will eine private Pilzzucht pachten. Unverbindlich für Zwischennutzungen auf dem gegenüber dem Schadaupark gelegenen Areal interessiert hatten sich aufgrund einer Ausschreibung der Stadt Thun insgesamt 50 Parteien. Einige konnten nicht berücksichtigt werden, weil sich ihre Ideen nicht mit einer Zwischennutzung für fünf Jahre vereinbaren liessen. Insbesondere reine Gewerbenutzungen eignen sich nicht für solche Kurzzeitverträge. Andere zogen sich zurück, weil sie ihre Pläne änderten oder die Liegenschaft sich aus ihrer Sicht bei näherer Prüfung doch nicht eignete. Übernommen hat die Stadt Thun zudem alle elf Mietverträge, die der Kanton als früherer Besitzer abgeschlossen hatte. Dabei handelt es sich unter anderem um Wohnungen. Als ehemalige Mieterin und nun neue Eigentümerin weiter führen wird die Stadt auch die Mietverhältnisse für den Parkplatz zur Kirche Scherzligen, die nahe Bushaltestelle sowie das „Birkenwäldli“, in dem das Einsatzprogramm für Erwerbslose beheimatet ist.

 

Nach gegenwärtigen Berechnungen wird die Stadt Thun nach Abschluss der Mietverträge rund 60‘000 Franken jährlich einnehmen. Was dereinst definitiv auf dem Areal der Schadaugärtnerei geschehen wird, will der Thuner Gemeinderat im Rahmen eines Partizipationsprozesses erarbeiten.

 

Am 24. November 2013 hatten die Thuner Stimmberechtigtgen den Kauf der Schadaugärtnerei für insgesamt 9,4 Mio. Franken gutgeheissen.

 

Auskünfte an die Redaktionen:

 

  • Gemeinderat Roman Gimmel, Vorsteher der Direktion Bau und Liegenschaften, Tel. 077 405 48 18

 

  • Robert Rathmayr, Leiter Facility Management Finanzvermögen, Amt für Stadtliegenschaften, Tel. 033 225 82 69

 

Thun, 14. Juli 2014

Auf dem Areal der Schadaugärtnerei in Thun sind für maximal fünf Jahre diese Zwischennutzungen geplant.