Glücksspiele

Glücksspiele (Lotterie, Lotto, Tombola)

Wegfall der Bewilligungspflicht für Tombolas und Lottos
Mit der Reform der dezentralen Verwaltung werden per 1. Januar 2010 zahlreiche Gesetze und Verordnungen geändert bzw. angepasst, so auch das Lotteriegesetz und die Lotterieverordnung. Gemäss Abklärungen bei der Polizei- und Militärdirektion müssen deshalb ab diesem Zeitpunkt folgende Punkte zu beachtet werden:

  • Lottos und Tombolas (Lotterien gemäss kantonalem Recht) dürfen neu ohne Bewilligung durchgeführt werden.
  • Die Erträge aus Lottos und Tombolas dürfen nur für gemeinnützige und wohltätige Zwecke eingesetzt werden.
  • Lottos und Tombolas mit kommerziellem Zweck sind von Bundesrechtswegen nach wie vor verboten.
  • Es gibt keine Beschränkung mehr für zugelassene Veranstalter (bisher wurden Bewilligungen nur an Vereine, Genossenschaften, Stiftungen, öffentlichrechtliche Körperschaften oder Anstalten mit Sitz im Kanton Bern erteilt).
  • Als Gewinne dürfen nach wie vor ausschliesslich Waren sowie Gutscheine für nach Art und Wert genau bezeichnete Waren und Dienstleistungen abgegeben werden.
  • Ebenfalls müssen die Gewinne weiterhin direkt am Anlass ausgerichtet werden.
  • Tombolalose und Lottokarten dürfen nur am Anlass verkauft werden. Jeder Vorverkauf ist untersagt.
  • Bei Tombolas muss die Gewinnsumme nach wie vor mindestens 70% der Lossumme betragen.
  • Der bisher in der Stadt Thun geltende 2-Jahres-Turnus für Lottoveranstaltungen fällt weg.
  • Die Durchführung von Lottos ist an hohen Festtagen auf Grund des Gesetzes über die Ruhe an öffentlichen Feiertagen nicht gestattet.

 

Die Lotterien gemäss eidgenössischem Gesetz (Schweizer Zahlenlotto, Sport-Toto-Wettbewerbe sowie übrige Lotterien für gemeinnützige und wohltätige Zwecke) erfahren keine Änderung und bleiben weiterhin bewilligungspflichtig.

Stadt Thun, Direktion Sicherheit

Gewerbsmässige Wetten
Gewerbsmässige Wetten sind grundsätzlich untersagt. Insbesondere untersagt sind die gewerbsmässige Anbietung, Vermittlung und Eingehung von Wetten auf Pferderennen, Bootsrennen, Fussballkämpfe und ähnliche Veranstaltungen. Der Betrieb eines solchen Wettunternehmens ist nicht gestattet. Ferner sind verboten: Die Ankündigung oder Bekanntmachung derartiger Unternehmungen, geschehe sie mündlich oder schriftlich, durch Anschläge, Zeitungsartikel, Inserate, Zusendung von Briefen oder Drucksachen oder auf andere Weise, die Vermietung oder sonstige Einräumung von Lokalitäten zum Betriebe des Gewerbes und die Bestätigung als Angestellte(r) der Unternehmung oder in ähnlicher Stellung.