Schadaugärtnerei

Informationen zur Zwischennutzung

Ausgangslage

Der abgeschlossene Studienauftrag zur Arealentwicklung Schadaugärtnerei hat gezeigt, dass sich insbesondere der Bereich der Orangerie und der daran angrenzenden Freiflächen eignet, um vielfältige Nutzungen aus den Bereichen Kultur, Freizeit oder Sport zu ermöglichen (s. Abbildung, Arealbereich C + D). In der schrittweisen Entwicklung des ganzen Areals sollen die Zwischennutzungen auf dieser Fläche eine wichtige Rolle spielen.

Bereits vor dem Kauf der Schadaugärtnerei durch die Stadt Thun im Jahr 2014 waren die Gebäude teilweise vermietet, u.a. im Wirtschaftshof. Ein Teil der Freifläche / Gewächshäuser wurde nach dem Kauf durch die Stadt Thun dem Verein «ärdele» zur Zwischennutzung als Stadtgarten überlassen. Orangerie und Freiflächen wurden ausserdem für private oder öffentliche Anlässe tageweise vermietet.

Anstelle dieser meist kurzen Vermietungen soll eine kuratierte Nutzung mit hohem Öffentlichkeitsgrad treten. Schon heute ist das Areal der Schadaugärtnerei ein Ort, der begangen, erlebt und entdeckt werden kann, allerdings ist die Zugänglichkeit eingeschränkt (meist abgeschlossene Tore). Dies soll sich ändern. Der öffentliche Charakter der Schadaugärtnerei soll schrittweise gestärkt werden.

Ziele der Zwischennutzung

•  Die Schadaugärtnerei soll ein lebendiger, öffentlicher Ort werden und Aneignungsmöglichkeiten bieten.
•  Die Schadaugärtnerei soll einen wertvollen Beitrag zum öffentlichen, kulturellen, sportlichen und                      gemeinschaftlichen Leben leisten.
•  Die Erhöhung der Nutzungsintensität steht im Vordergrund. 
•  In der schrittweisen Entwicklung sollen Nutzungsformen ausprobiert und getestet werden, bevor sie                etabliert oder wieder verworfen werden.

Ausschreibung

Zwischennutzungsgesuche müssen bis 30. November 2019 mit einem einfachen Projektkonzept an die Stadt Thun, Abteilung Stadtmarketing und Kommunikation, Rathaus, Postfach 145, 3602 Thun (oder stadtmarketingtest@thun.ch) eingereicht werden. Im Konzept muss folgendes enthalten sein:

a) Zielsetzung und Beitrag zum Projekt einer lebendigen Schadaugärtnerei; 
b) einfache Projektskizze in Form einer Zeichnung, Modell, Foto etc.; 
c) zeitliche Dauer von der Errichtung bis zum Rückbau der Zwischennutzung; 
d) Platz- bzw. Raumbedarf; 
e) Kontakte der verantwortlichen Personen und ständigen Ansprechpersonen.

Die Zwischennutzungen sollen einen positiven und gesellschaftlich integrativen Beitrag zum Projekt leisten. Die Art und der Charakter der Zwischennutzungen soll temporär und baulich flexibel ausformuliert sein; unverhältnismässig grosse und immobile Installationen sind unzulässig. Alle Zwischennutzungen sollen primär durch die Zwischennutzenden selbst oder mit Partnern finanziert, realisiert, betrieben und unterhalten sowie wieder rückgebaut und entsorgt werden.

Im Zentrum stehen quartierverträgliche, kinder-, jugend-, familien- und seniorenfreundliche Nutzungen sowie offene, experimentierfreudige, emissionsarme und umweltverträgliche, soziale, sportliche und kulturelle Projekte und Aktionen ohne Profit.

Aufgrund der eingegangenen Bewerbungen kuratiert der/die Projektleiter/in für die Schadaugärtnerei die Zwischennutzungen für das erste Betriebsjahr 2020.

Zusätzliche Informationen finden Sie auf dem Infoblatt, das Sie hier downloaden können.