Aktuelles

Das KIO zieht um

Ab dem 18. Juni 2018 finden Sie uns an der Uttigenstrasse 3 in 3600 Thun.

Seit November 2009 ist das KIO in den Baracken an der Schubertstrasse 10 im Thuner Seefeldquartier untergebracht. Dieses hufeisenförmige Gebäude mit seinem Innenhof hatte durchaus Charme.
Ein Kompetenzzentrum Integration hätte man wohl eher im Lerchenfeld, im Neufeld oder im Westquartier gesucht und nicht unbedingt in einem Quartier, das „geprägt ist von großzügig gebauten Wohnhäusern inmitten von lieblich angelegten Gärten und viel Grünfläche“ (wie es auf der Website der Stadt Thun beschrieben ist). Genau diese Lage hat uns bei der Eröffnung vor beinahe elf Jahren daran zweifeln lassen, ob dort die Angebote für Migrantinnen und Migranten überhaupt besucht würden und ob dort ein lebendiges Begegnungszentrum aufgebaut werden könnte, zumal auch die Erschliessung durch den ÖV nicht optimal war. Aber es hat geklappt. Alle Beteiligten – die Mitarbeitenden, die Vereine, die Freiwilligen und die Menschen, die das KIO besucht haben – haben dazu beigetragen, dass das KIO in Thun und im Oberland zu einem Begriff wurde.
Und nun also der Wechsel. Wir freuen uns über das neue, super renovierte Gebäude; aber stellen uns auch die gleichen Fragen wie im Herbst 2009: Werden die Menschen den Weg ins neue KIO an der Uttigenstrasse finden? Wird es möglich sein, einen lebendigen Betrieb so zu zügeln, dass er überlebt?
Ja klar! Und das gleich aus mehreren Gründen:

Das Quartier:
Nach einem Spaziergang durch das Selvequartier mit seinem Park gelangt man unmittelbar zum neuen KIO an der Uttigenstrasse 3. Zu Fuss vom Kino Rex sind es knapp 10 Minuten. Von der Bahnstation Schwäbis und der Busstation Hauptkaserne (Linie 4, Lerchenfeld) sind es 3 bis 4 Minuten. Das KIO steht prominent eingangs der Uttigenstrasse, die jahrelang abgeschottet war, weil sie zu den Militärbetrieben gehörte. Die Strasse wurde in den letzten Jahren teilweise geöffnet und mit ihr der Zugang zu einem spannenden und neuen Quartier. Das Thuner Künstlerhaus, die Brügglibar, verschiedene Ausländerclubs, das Restaurant Zündkapselfabrik, das Motivationssemester SEMO/MOVE, Architekurbüros, Dienstleistungsbetriebe, Werkstätten und eine Fahrschule zeugen davon! Wenn – und das ist mein Wunsch – die Uttigenstrasse eines Tages wieder geöffnet wird und damit die Verbindung ins untere Lerchenfeld, dann wird es richtig perfekt.

Das Team
Das KIO Team ist wieder komplett! Carolina Paz und Cécile Delbays sind die beiden KIO-Gastgeberinnen. Sie kümmern sich um den Betrieb, betreuen die Nutzerinnen und Nutzer, stellen den Kontakt und die Schnittstellen zu anderen Fachstellen und zu Projektträgerschaften sicher und erledigen die Administration. Sabine Messerli (während des Mutterschaftsurlaubs vertreten durch Nadya Blatter) und Barbara Störi sind unsere beiden Beraterinnen, Erika Bärtschi betreut den Bereich frühe Förderung und die Bildungslandschaft Thun und Stefan Bühler, unser Allrounder, leistet im KIO und bei der Fachstelle Kinder und Jugend seinen Zivildienst.

Das Gebäude
Das rund 150 Jahre alte, denkmalgeschützte Baranoff-Gebäude ist benannt nach einem russischen, zaristischen Offizier. Die militärische Nutzung endete in den Siebzigerjahren des letzten Jahrhunderts. Wer in Thun vom „Baranoff“ spricht, denkt schon lange an Kultur und nicht an die Armee, denn das Gebäude wurde in den letzten Jahren als Kulturort genutzt und so stadtbekannt. Wir danken unseren Vornutzern für diese Werbung und wollen einen Teil der kulturellen Nutzung erhalten. Das Haus gehört der Stadt Thun, das Architekturbüro Christoph Felber Architekten AG hat es mit viel Gespür umgebaut und zu einem Bijou gemacht. Der grosse Veranstaltungsraum im Erdgeschoss lässt sich in zwei Kursräume unterteilen. Die Büros und das Sitzungszimmer im Obergeschoss sind dank den neuen Dachfenstern lichtdurchflutete, angenehme Arbeitsplätze geworden. Das Schmuckstück ist der polyvalent nutzbare Raum im Obergeschoss mit seiner Sichtbalkenkonstruktion. Der Eingangsbereich wurde umgestaltet und rollstuhlgängig gemacht und der zwei Meter hohe Lattenzaun, der das alte „Baranoff“ etwas düster erscheinen liess, wird durch eine tiefere und freundlichere Version ersetzt.

Der Zeitplan
Der Umzugstermin wurde auf die zweite Juniwoche 2018 festgelegt. In dieser und der Vorwoche bleibt das KIO wegen der Pack- und Umzugsarbeiten geschlossen. Am Nachmittag des 14. Juni 2018 werden alle bisherigen Nutzerinnen und Nutzer zu einer Besichtigung des neuen Standorts eingeladen. Bereits am Montag, 18. Juni 2018, beginnen wir mit einem rund dreiwöchigen Probebetrieb bis zu der Sommerpause. Anfangs August 2018 beginnt dann der Normalbetrieb und am Freitag, 7. September 2018, wird das neue KIO feierlich eröffnet. Im Herbst 2018 folgt dann ein Tag der offenen Türe für alle Interessierten.

Interesse für Raumnutzung?
Die Räumlichkeiten im KIO können gemietet werden. Bei Interesse melden Sie sich telefonisch oder per Mail bei uns (033 223 50 75, kiotest@thun.ch).

Velokurs I like to bike

Erwachsene lernen in diesem Kurs Velo fahren. Neue Kurse werden hier ausgeschrieben.

Café MO&DO

Wegen dem bevorstehenden Umzug des KIOs macht das Café MO&DO eine längere Sommerpause. Wer Interesse hat, im Herbst ein spezielles Getränk vorzustellen, darf sich bei uns melden. Wir freuen uns auf Spezialitäten aus verschiedenen Kulturen.

    Kunst im KIO

    Das KIO unterstützt Künstler und Künstlerinnen mit Migrationshintergrund oder deren Kunst sich mit Integration oder Migration befasst. Die Werke können im KIO in einer Ausstellung (mit Vernissage) präsentiert werden. Bitte melden Sie sich bei uns, wenn Sie daran interessiert sind.

    KIO Café

    Lust auf einen Kaffee? Wir freuen uns über Ihren Besuch im KIO Café während den KIO-Öffnungszeiten. Das KIO Café bietet zudem die Möglichkeit, sich über Integrationsthemen zu informieren. Das KIO Café kann für private Anlässe gemietet werden.

    Schreibwerkstatt

    Für Personen, welche bei uns in der Beratung sind, bieten wir Unterstützung bei Schreibarbeiten oder
    einen Arbeitsplatz, um selbstständig am Computer zu arbeiten, an.

    Berichterstattung Thuner Tagblatt vom 16. Juni 2015

    Beratungen im KIO