Vorgesehene Massnahmen zur Umsetzung des Masterplans

1 - Aufwertung Wasserkanal

Der Wasserkanal des Bonstettenparks ist für die Schweiz in seiner Art einmalig. Als imposantes, lineares Gestaltungselement in der Symmetrieachse der geometrischen Anlage, schafft er eine Verbindung zwischen dem Landsitz Bellerive oberhalb der Gwattstrasse und dem Thunersee. Wichtig ist dabei, dass die Wasseroberfläche des Kanals frei bleibt und das Element Wasser mit seinen vielfältigen Spiegeleffekten die volle Wirkung entfalten kann. Das Schilf soll dauerhaft entfernt und die Kanalböschung gesichert werden.

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2 - Umgestaltung Kanaleinmündung in den See

Die Gestaltung am See wurde von der Familie von Bonstetten nie fertig gebaut, trotz verschiedener ausgearbeiteter Projekte. Es bestanden Vorstellungen von kompletten Hafenanlagen aber auch sanftere Eingriffe schlichter Ufergestaltungen. Mit dem Bau eines Stegs in Verlängerung der nördlichen Kanalallee soll die Kanaleinmündung in den See fertiggestellt werden. Die vorgeschlagene Gestaltung, der Bau eines Steges als Aussichts- und Beobachtungsplattform ist eine moderne Interpretation der historisch angedachten Symmetrielösung.

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3 - Pflege der seeseitigen Baumalleen

Die beiden Alleen wurden nach 1930 gepflanzt, als Teile des Gestaltungsplans der Gebrüder Mertens aus Zürich umgesetzt wurden. Die verwendeten Baumarten sind Spitzahorn, Rosskastanie. Nachpflanzungen erfolgten mit Linden und Feldahorn. Unterschiedliche Baumarten und Bäume unterschiedlichen Alters prägen die ansonsten gut gepflegten Alleen. Es gilt für die Zukunft ein klares Konzept betreffend Baumarten, Pflege, Unterhalt und Ersatz festzulegen.

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4 - Aufwertungen am Anfang des Wasserkanals

Historisch war der Auftakt des Kanals eine Attraktion, mindestens seit der Parkgestaltung der Gebrüder Mertens ab 1930. Wenn künftig der Schilfbewuchs im Griff gehalten werden kann, ist die Gestaltung des Kanalzugangs mit einer Treppenanlage und Sommerflor (gemäss Plan Mertens) wieder eine echte Bereicherung. Mit der freien Sicht über den Kanal auf den See kann eine wesentliche Qualität beim Parkeintritt von der Gwattstrasse her wiederhergestellt werden.

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5 - Aktivierung Nordzugang beim Bahnhof Gwatt

Die Allee westlich des Landsitzes wird heute nicht mehr wie ursprünglich als Wegachse genutzt und ist überwachsen. Es gilt den alten Bestimmungszweck wieder zu reaktivieren. Die Allee ist ein integraler Bestandteil des Bonstettenparks und verbindet räumlich und gestalterisch den Wald im Westen mit dem Herrenhaus. Sie liegt auf der Symmetrieachse und findet ihre Fortsetzung im Kanal und den beiden Alleen seeseitig der Gwattstrasse.

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Massnahmen Naturschutz: Massnahmen 6 und 7

6 - Neuer Fussweg durchs Lustwäldchen

Das Gwattlischenmoos beinhaltet die grösste zusammenhängende Schilf- und Riedfläche am Thunersee. Es ist ein kantonales Naturschutzgebiet und gleichzeitig ein Flachmoor von nationaler Bedeutung. Heute führt der Fussweg direkt am Feuchtgebiet entlang und stört das Naturschutzgebiet beträchtlich. Deshalb soll eine neue Wegverbindung durch das Lustwäldchen des Bonstettenparkes ca. 15m bis 20m zurückversetzt geführt werden.

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7 - Neue Vogelinsel, renaturierte Ufergestaltung

Mit der Erstellung eines neuen attraktiven Spielplatzes bei Campingplatz, in Kombination mit Liegewiese und Badebucht kann das bisherige Spielplatzgelände renaturiert werden. Im direkten Anschluss an das Gwattlischenmoos entsteht eine nicht begehbare Vogelinsel. Die Kiesinsel und die natürlichen Ufer werden sich zu wertvollen Lebensräumen entwickeln. Die Bepflanzung soll niedrig gehalten werden, damit die Sicht aus dem Park auf den See und die Berge frei bleibt.

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Massnahmen Freizeit: Massnahmen 8 - 11

8 - Parkerweiterung

Der TCS Campingplatz liegt ausserhalb des heutigen Bonstettenparks. Bereits Anfang des letzten Jahrhunderts gab es Pläne den Park in diesen nördlich angrenzenden Bereich zu erweitern.
Der Zaun soll zurückgebaut und das Wegnetz des Parks vervollständigt werden. Es ist eine gestalterische Lösung zu entwickeln, die Spielplatz, Liegewiese und Badestrände zu Elementen des Parks werden lassen.

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9 - Neuer Kinderspielplatz

Der neue Kinderspielplatz soll auf einem Teil der heutigen Liegewiese beim Campingplatz entstehen. Die Spielmöglichkeiten müssen alle Sinne ansprechen, die Entwicklung der motorischen Fähigkeiten der Kinder unterstützen und für „Alt und Jung“ attraktiv sein. Die Kombination von Spielplatz, Liegewiese und Badestrand bietet Chancen für attraktive Spielmöglichkeiten und Synergien der Freizeitnutzungen. Der Spielplatz in dieser Kombination und angrenzend an den Park ist einzigartig.

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10 - Erweiterung Liegewiese

Mit der Integration des Kinderspielplatzes soll die Liegewiese nach Norden und zum See hin erweitert werden. Der Kinderspielplatz, die Liegewiesen und Badestrände werden Teil des Bonstettenparks. Die Übergänge zwischen den einzelnen Funktionen und die Integration im Park sind durch natürliche Gestaltungselemente wie Gehölzgruppen, Staudenrabatten und Bäume sorgfältig zu arrangieren. Es gilt den Park entsprechend gegen Norden zu vervollständigen.

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11 - Neuer Badestrand

Ziel ist das Schaffen eines neuen attraktiven Sandstrand-Ufers als Ersatz der heute mehrheitlich mit Blocksteinen befestigten Uferpartien. Das Ausbilden von sanft abfallenden Uferpartien bewirkt sowohl eine ökologische Aufwertung wie einen Mehrnutzen für die Badenden. Damit ergibt sich eine Gesamtaufwertung des Bereiches. Die kleine Badebucht wird kindergerecht ausgebildet. Die Integration von Spielgeräten in Kombination mit dem Kinderspielplatz ist anzustreben.

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Veloabstellplätze und Parkplatz: Massnahmen 12 - 14

12/13 - Neue Veloabstellplätze

Direkt bei den Parkeingängen Seescheune und Campingplatz entstehen neue Veloabstellplätze für Parkbesucher und Nutzer der Freizeitzone.

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Die heutige wilde Veloparkierung entlang des Zauns beim Campingplatz kann aufgehoben und den Besuchern können bei den Zugängen genügend Veloabstellplätze zur Verfügung gestellt werden.

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14 - Erweiterung bestehender Parkplatz gegenüber TCS Camping

Als Ersatz der Parkplätze bei der Seescheune und ergänzend zum Campingplatz wird der bestehende Parkplatz erweitert. Es soll ein zusätzlicher Fussgängerstreifen geschaffen werden, der den direkten Zugang zum Park ermöglicht – Eingang Parkplatz. Die Erweiterung des Parkplatzes auch für den TCS Camping ermöglicht die Schaffung von Standplätzen von Wohnmobilen im Campingareal. Die Parkplätze innerhalb des Bonstettenparks, im Bereich zwischen See und Gwattstrasse, stehen im Wiederspruch zum Baudenkmal von nationaler Bedeutung und werden aufgehoben.

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