Fragen und Antworten

Wie kann ich mich zum Thema einbringen?
Mit der Kurzbefragung können Sie sich für den kommenden Dialogprozess anmelden.

Wer bewertet die Lebensqualität, welche eine Stadt bietet? Wie soll diese bewertet werden?
In Europa haben bereits einige hundert Städte mit dem «urban audit» ihre Lebensqualität festgestellt und untereinander verglichen. Dabei werden meist in telefonischen oder persönlichen Befragungen die wesentlichen Parameter definiert, welche die Lebensqualität prägen.

Wie sieht die Partizipation durch die Bevölkerung in Zukunft aus? Sind Massnahmen zum Thema E-Partizipation geplant?
Für die Erarbeitung der Smart City Strategie ist der Einbezug von Bewohnerinnen und Bewohnern sowie lokaler Interessengruppen zentral. Um möglichst viele Menschen zu erreichen, sollen sowohl online als auch offline Formate zum Einsatz kommen.

Wo stehen wir als Stadt bzw. als Bewohnerinnen und Bewohner derselben hinsichtlich Flexibilität, Resilienz und Nachhaltigkeit? Wie bauen wir diese weiter aus?
Es gibt verschiedene Konzepte und Instrumente, die diese Entwicklung messen. In der Schweiz existieren die zwei Instrumente «Cercle Indicateurs» und «Energiestadt». Ein Smart Monitoring System, das den Fortschritt misst, gibt es in der Schweiz allerdings noch nicht. Im Frühjahr 2018 wurde allerdings die «ARGE kommunales Monitoring» bestehend aus der Berner FH, der ZHAW und den Firmen novatlantis, consign sowie Telesis ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, ein einfaches und praktikables System zur Steuerung des Smart City Transformationsprozesses zu erarbeiten und dies gemeinsam mit den Schweizer Smart Cities laufend weiterzuentwickeln. Aktuell läuft dazu ein Vorprojekt.

Die Stadt wird die Herausforderungen der Zukunft nicht allein stemmen können. Was ist in Sachen Partnerschaften angedacht?
Für die übergreifende Zusammenarbeit wurde Ende Februar 2020 der Verein «Smart Regio Thunersee» gegründet mit der Energie Thun AG als Wirtschaftspartner. In Zukunft wollen und sollen weitere Unternehmen und Verbände an der Smart City Entwicklung teilhaben. Eine Beteiligung von Gemeinden ist im Gespräch. Der Verein Smart Regio Thunersee arbeitet derzeit an seinem Aussenauftritt, ersten Projektüberlegungen und der Akquisition weiterer Mitglieder.

Wie plant und simuliert die Stadt Thun mögliche Szenarien bspw. im Bereich der multimodalen Mobilität?
Als ein Schritt in Richtung multimodale Mobilität wurde das neue Bikesharing mittels App von «Donkey Republic» in Betrieb genommen. Die Stadt Thun plant gemeinsam mit Partnern, die Bikesharing Flotte mit E-Bikes zu erweitern um somit auch entferntere Distanzen rund um den Thunersee versorgen zu können. Wichtige Voraussetzung dafür ist, dass sich weitere Gemeinden am Bikesharing beteiligen.

Ich habe immer wieder mit Baubewilligungen zu tun. Bis heute kann man diese nicht digital einreichen. Der Kanton Bern hat bereits einige Schritte in diese Richtung getan. Wie sieht es in Thun aus, wann sind welche Schritte geplant?
Die Digitalisierung von behördlichen Verfahren im Interesse einer raschen und kundenorientierten Bearbeitung sind ein wichtiger Schwerpunkt von Smart City. Was die Behandlung von Baubewilligungsverfahren betrifft, ist die Integration des Projektes eBau des Kantons Bern im Bauinspektorat Thun geplant und steht auf der Prioritätenliste.

Wie wird Smart City den Umgang mit Behörden verändern?
Im Zuge einer voranschreitenden kommunalen Digitalisierung werden den Bürgern zunehmend Verwaltungsdienstleistungen in digitalisierter Form angeboten. Diese werden die Kundenorientierung und Effizienz behördlicher Verfahren für die Bevölkerung und die ansässigen Unternehmen steigern. Darüber hinaus soll die persönliche Kontaktnahme aufrechterhalten bleiben.