Förderungsgrundsätze

Vier Leitideen für Thun in Sachen Kultur

1. Thuner Kulturinstitutionen sind auf der Höhe der Zeit

Eine zeitgemässe Programmation und gezielte Vermittlung, die neue Zugänge zu Vertrautem und Traditionellem ermöglicht, soll die langfristige Entwicklung der fest verankerten Kulturinstitutionen sichern.

2. Thun strahlt über die Region hinaus

Die Stadt braucht Veranstaltungsorte und Anlässe mit profilierter überregionaler Ausstrahlung, welche durch Qualität, Originalität und Einzigartigkeit überzeugen

3. Vom Bahnhof bis zum KKThun entsteht eine Kulturmeile

Über einen Uferweg wird der Zugang zum Schadaupark mit seinen kulturhistorischen Perlen Scherzligkirche, Schloss Schadau und Thun-Panorama geschaffen. Von hier aus soll die Kulturmeile wahrnehmbar bis zum KKThun weiterführen.

4. Die Stadt Thun schafft attraktive Rahmenbedingungen

Durch eine aktive Kulturförderung, die eine angemessene Infrastruktur bietet, bestehende Institutionen unterstützt und die Kulturschaffenden in ihrer Entwicklung begleitet, sollen die gesteckten Ziele erreicht werden.

Vier Instrumente der städtischen Kulturförderung

1. Kontinuierliche Förderung

Kontinulierliche Förderung wird über jährlich wiederkehrende Beiträge an Veranstalter gewährleistet. Mit Subventionsverträgen zwischen bedeutenden Kulturorganisationen und den öffentlichen Finanzierungsträgern – sei es im Rahmen des kantonalen Kulturförderungsgesetzes, sei es in Form von bilateralen Verträgen – wird eine gegenseitige Verbindlichkeit angestrebt. Leistungsauftrag, Eigenwirtschaftlichkeit und Finanzierungsbedarf sind die zentralen Elemente solcher Verträge. Die freiwilligen Beiträge, die kleineren Kulturorganisationen ein kontinuierliches Arbeiten ermöglichen sollen, werden jährlich überprüft.

2. Flexible Förderung

Flexible Förderung wird mit projektbezogener Unterstützung erreicht. Für eine Unterstützung des Kulturschaffens sind Qualitätskriterien wie Anerkennung durch Fachkreise, Publikum und Medien, Innovation oder gekonnter Umgang mit der Tradition, Relevanz und zu erwartende Resonanz und innere Stimmigkeit ausschlaggebend. Daneben müssen ein relevanter Thun-Bezug nachgewiesen und formalen Kriterien wie Projektbeschrieb, Budget, Finanzierungsplan und geplante Öffentlichkeitsarbeit erfüllt werden.
Gesucheingabe

3. Punktuelle Förderung

Punktuelle Förderung von einzelnen Kunstschaffenden wird mit Preisverleihungen angestrebt. Dabei werden herausragende Leistungen im kulturellen Bereich gewürdigt. Die Mittel stehen dank dem Heinrich und Martha Streuli-Fonds, der von der Stadt verwaltet wird, und andern privaten Geldern zur Verfügung.
Kulturpreise

4. Raumbezogene Kulturförderung

Als raumbezogene Kulturförderung kann die Kunst im öffentlichen Raum verstanden werden. Ein kulturelles Selbstverständnis der Stadt Thun manifestiert sich in künstlerischen Projekten, die in den Bereichen Hoch- und Tiefbau im Rahmen von Um- und Neubauten öffentlicher städtischer Gebäude und Räume realisiert werden. Die Stadt nimmt damit eine Vorbildfunktion für private Bauherrschaften ein.
Kunst im öffentlichen Raum