Aktuelle Projekte

Selve Park – „Lange Bank“

In die 35 Meter lange und aareseitige Bank im Selve Park wurden in Messing gegossene Gegenstände eingelegt, darunter auch Abgüsse von Selve-Erinnerungsstücken der Thuner Bevölkerung. Die zu dreidimensionalen „Bildern“ angeordneten Objekte von Daniela Keiser und Arno Hassler aus Zürich sollen zum Gespräch und Geschichten erzählen anregen. Die Gegenstände, die wie von der Zeit vergessen liegen geblieben sind, porträtieren zudem die Entwicklung des Areals von der Weide zum Waffenplatz, vom Produktionsort zur Ausgangsmeile und nun zum Wohn- und Erholungsraum.
Mit dem gewählten Material wird ein direkter Bezug zu den Selve-Metallwerken und somit zur Geschichte des Areals hergestellt. Die Gegenstände mit ihren unterschiedlichen Oberflächenstrukturen betonen das haptische und sinnliche Element der Arbeit und können sich auch zu einem schönen Treffpunkt entwickeln.

Thuner Brahmsquai - Temporäre Kunstaktion

Die von Hermann Hubacher 1933 geschaffene "Lauschende Mädchenfigur" mit dem Übernamen "Brahmsrösi" musste 2012 wegen starker Verwitterungsschäden vorübergehend abtransportiert und restauriert werden. Im Rahmen einer temporären Kunstaktion, welche die Kulturabteilung der Stadt Thun zusammen mit dem Thuner Künstler Hanswalter Graf initiierte, belebten die vier jungen Kunstschaffenden Christoph Gugger, Angela Wittwer, Reto Steiner und Andreas Egli während drei Monaten die Grünfläche am Thuner Brahmsquai, am Standort der Skulptur. Die Orientierung der Kunstschaffenden an den Themen "Brahmsrösi" und "Johannes Brahms" war vorgegeben. Weiter hatten die Kunstschaffenden zur Aufgabe, am vorangehenden Projekt weiterzuarbeiten und dieses weiterzuentwickeln.

Betriebsgebäude Energie Thun AG - "Erde, Wasser, Feuer, Luft"

Zum Jubiläum „10 Jahre Betriebsgebäude und 150 Jahre Gas“ hat die Energie Thun AG einen Kunst-und-Bau-Wettbewerb durchgeführt. Die Jury setzte sich nicht - wie normalerweise bei solchen Wettbewerben - aus externen Fachpersonen, sondern aus der Betriebskommission der Firma zusammen. In die Jury floss auch das Resultat der vorgängig durchgeführten Abstimmung unter den Mitarbeitenden des Betriebs ein. Der Wettbewerb wurde durch die Kulturabteilung der Stadt Thun und durch den Künstler Hanswalter Graf begleitet. Als Siegerprojekt ging die Arbeit „Erde, Wasser, Feuer, Luft“ des Thuner Künstlers Dominik Stauch hervor. Sie besteht aus 112 Aluminium-Kreisen in 10 unterschiedlichen Farbtönen. Das Werk symbolisiert die vier Elemente und schafft einen Zusammenhang zum Thema Energie.

Kultur- und Kongresszentrum Thun (KKThun)

"Golden Table # 2" und "en passant"

Das Künstlerpaar Sabina Lang und Daniel Baumann aus Burgdorf und die Thuner Künstlerin Chantal Michel wurden von einer Jury ausgewählt, im Rahmen des Um- und Neubaus des KKThun je ein Kunst-und-Bau-Projekt zu realisieren. Lang/Baumann setzen mit "Golden Table # 2" (Foto), einer mobilen Theke mit einer goldglänzenden Messing Oberfläche, im Foyer einen künstlerischen Akzent. Das Objekt erzeugt ein Wechselspiel zwischen Plastik und Möbel sowie Kunst und Funktionalität.

Chantal Michel überrascht die Besucherinnen und Besucher mit Zitaten an den Wänden im neuen und bisherigen Foyer, in der Tiefgarage und in den Workshopräumen. Die Zitate stammen von Persönlichkeiten, die in Thun gelebt oder die Stadt "en passant" bereist haben, wie zum Beispiel Lukas Bärfuss, Ferdinand Hodler oder Robert Walser. Die Arbeit stellt auch ein verbindendes Element zwischen dem bisherigen und neuen Gebäude dar.

MySouvenir.ch

Das interaktive Projekt wurde zu Kunst im öffentlichen Raum realisiert. Das Konzept stammt von den beiden Thuner Künstlern Paul Le Grand und Dominik Stauch, die sich in der Farbgebung an die historischen Vedutenbilder lehnen. Das Publikum wählt dabei die Farbkombination auf der hierzu erstellten Website im Internet, die meistgenannten Farben je Position werden alle zwei Monate gegenüber dem Bahnhofplatz Thun neu gehisst.
www.mysouvenir.ch