Luftreinhaltung
Luftqualität in der Stadt Thun
Sie haben Fragen zur Luftqualität in der Stadt Thun? Wie hoch sind die aktuellen Messwerte? Welches sind die gesetzlichen Grenzwerte?
In der Stadt Thun werden Luftmesswerte für Stickoxide (NOx), Schwefeldioxid (SO2), Ozon (O3) und lungengängigen Feinstaub (PM 10) gemessen. Der Kanton Bern betreibt zwei automatische Messstationen in Thun. Die Stadt ergänzt diese Messungen mit Messstandorten für Stickoxide (sog. Passivsammler).
Die aktuellen Messwerte und Wochenbulletins finden Sie auf der Website der kantonalen Lufthygienefachstelle, dem beco (vormals KIGA) des Kantons Bern. Hier finden Sie auch Porträts der wichtigsten Luftschadstoffe und der Messstationen sowie die geltenden Grenzwerte gemäss Luftreinhalteverordnung LRV.
Längere Messreihen, Vergleiche mit anderen bernischen Städten und eine Interpretation von Luftschadstoffwerten und dazugehörige Massnahmen finden Sie im Kantonalen Massnahmenplan zur Luftreinhaltung 2000 / 2015 (KIGA/beco, Stand 2010). Diesen können Sie im pdf-Format öffnen und ausdrucken (1.1 MB!).
Informationen zur sommerlichen Ozonproblematik finden Sie hier.
Informationen zur winterlichen Feinstaubproblematik finden Sie hier.
Weitergehende Informationen zum Thema Lufthygiene:
Bundesamt für Umwelt BAFU
Cercl'Air (Vereinigung der kantonalen Lufthygienefachstellen)
Lungenliga Schweiz LLS (Gesundheit und Luftverschmutzung)
Die Fachstelle Energie und Umwelt der Stadt Thun gibt gerne Auskunft, insbesondere zu Fragen in Zusammenhang mit Massnahmen gegen die Luftverschmutzung. Wir senden Ihnen auch gerne Informationsmaterial zum Thema.
Informationen zum Thema Feinstaub
Aktuelle Feinstaubbelastung im Kanton Bern
Messwerte der Messstationen im Kanton Bern (u.a. Thun Pestalozzi, stündlich aktualisiert)
Schadstoffverlauf der letzten 48 h in Thun (www.thunerwetter.ch)
Der geltende Grenzwert (Tagesmittelwert) gemäss Eidg. Luftreinhalteverordnung (LRV) von 50 Mikrogramm pro m3 dürfte nur einmal pro Jahr überschritten werden.
Höchstwerte werden im Winter bei Inversionslagen und kalten Temperaturen erreicht.
2010 wurden bei der automatischen Messstation beim Thuner Pestalozzi-Schulhaus folgende Werte gemessen:
- max. Tagesmittel 68 Mikrogramm pro m3 (2009: 71)
- 5 Tagesmittel über dem Tagesmittel-Grenzwert von 50 Mikrogramm pro m3 (2009: 7)
- Jahresmittelwert 16 Mikrogramm pro m3 (2009: 19) = deutlich unter Jahresmittel-Grenzwert von 20 Mikrogramm pro m3
Die Feinstaubbelastung war damit etwa gleich hoch wie in Biel BE (max. Tagesmittel 2010: 69 Mikrogramm/m3), aber deutlich unter denen von Ittigen BE und Bern Bollwerk (82 bzw. 117 bzw. Mikrogramm/m3).
Weitere Informationen zur Feinstaubbelastung im Kanton Bern finden Sie im Bericht zur Luftbelastung 2010 (beco).
Feinstaub-SMS-Service
Der Kanton Bern unterhält dieses Jahr zusammen mit anderen Kantonen einen Feinstaub-SMS-Service mit stündlichen Informationen über die Höhe der Ozonbelastung. SMS mit dem Text pm10 be an die Zielnummer 20120 senden (Swisscom, Orange oder Sunrise; 30 Rp./SMS), und Sie erhalten den aktuellen Feinstaubwert für die Region Bern .
Entstehung von Feinstaub
- Die Feinstaubbelastung in unserer Atemluft wird einerseits durch den Menschen verursacht (primäre Partikel aus Verbrennungsprozessen und mechanischem Abrieb und sekündäre Partikel aus gasförmigen Vorläufersubstanzen) und stammt andereseits aus natürlichen Quellen (Wüsten- und Vulkanstaub etc.).
- Er wird über grössere Strecken transportiert und immer wieder aufgewirbelt.
- Hauptquellen sind der Verkehr, Industrie und Gewerbe (z.B. Maschinen mit Dieselmotor), Landwirtschaft (u.a. Traktoren) sowie Haushaltungen (v.a. im Winter Holzheizungen).
Wirkungen auf die Gesundheit
Feinstaub, Partikel die kleiner als 10 Mikrometer gross sind (10 Tausendstelmillimeter, sog. PM10), ist lungengängig. Ganz feine Partikel können nach neueren Forschungen auch die Zellwandbarriere überwinden und damit ins Blut gelangen.
Hohe Feinstaubbelastungen führen zu:
- erhöhter Anfälligkeit für Atemwegs- und Herz-Kreislauferkrankungen
- einer Beeinträchtigung der Lungenfunktion und Leistungsfähigkeit
Lungenkrebs (v.a durch Dieselruss) - vorzeitigen Todesfällen (Schätzung für die Schweiz aufgrund Luftverschmutzung ohne Tabakrauch: 3'700 Personen!)
Mehr Informationen zu den gesundheitlichen Auswirkungen der Luftverschmutzung finden Sie:
- LUDOK - Dokumentationsstelle Luftverschmutzung und Gesundheit (Schweiz. Tropen- und Public Health-Institut Universität Basel)
- Dokumentation Feinstaub der Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (2011)
Massnahmen
Der Bundesrat bzw. das UVEK hat im Januar 2006 das Aktionsplan gegen Feinstaub beschlossen (Zusammenfassung im Mediencommuniqué vom 16. Jan. 06). Er enthält verschiedene Massnahmen bei den wichtigsten Verursachern wie Strassenverkehr, Baumaschinen und Holzheizungen. Das Feinstaubproblem lässt sich mit lokalen und kurzfristigen Massnahmen allein nicht lösen. Es braucht Emissionsminderungen in der ganzen Schweiz sowie im angrenzenden Ausland.
Die schweizerische Bau-, Planungs- und Umweltdirektorenkonferenz BPUK hat im Sept. 2006 ein interkantonales Konzept "Temporäre Massnahmen bei ausserordentlich hoher Luftbelastung durch zuviel Feinstaub (Wintersmog - PM10)" beschlossen (s. Beschluss und Bericht). Dieses enthält u.a. Massnahmenempfehlungen zuhanden der Kantone bei verschiedenen Belastungen:
- Informationsstufe ab 1,5-fachem Immissionsgrenzwert (Tagesmittel, > 75 Mikrogramm pro m3)
- Interventionsstufe 1 ab 2-fachem Grenzwert (> 100 Mikrogramm pro m3, 2006 in Thun 10 x erreicht)
- Interventionsstufe 2 ab 3-fachem Grenzwert (> 150 Mikrogramm pro m3, 2006 in Thun nie erreicht)
Mit dem Massnahmenplan zur Luftreinhaltung 2000 / 2015 (Stand 2010, beco, pdf, 1.09 MB) hat der Kanton Bern einen weiteren Schritt in diese Richtung eingeleitet.
Mit folgenden Massnahmen kann jede/r Einzelne von uns zur Reduktion der Feinstaubbildung beitragen:
- so oft wie möglich zu Fuss gehen, mit dem Velo fahren oder öffentliche Verkehrsmittel benutzen
- unnötige Autofahrten vermeiden, Eco driven oder CarPooling (RideShare)
- kein Dieselfahrzeug ohne Filter fahren, Hintergrundinfo: www.pm10.ch
- nur moderne, energieeffiziente und damit emissionsarme Holzfeuerungen richtig betreiben
- auf Cheminées und Schwedenöfen als Zusatzheizung bei Inversionslagen und tiefen Temperaturen verzichten.
- kein Feuer im Freien
- saisongerecht und regionale Produkte mit kurzen Transportwegen einkaufen
- keine zusätzlichen Belastungen durch Rauchen schaffen
- Merkblatt Feinstaub in der Innenraumluft (BAG 2008)
Weitere von der Fachstelle Umwelt und Mobilität empfohlene und unterstützte Massnahmen:
- Einsatz von Lastwagen mit Partikelfiltern oder Erdgasfahrzeugen beim städtischen Tiefbauamt
- Kampagne "Holzfeuerung und Feinstaub"
- Umweltbewusstes Handeln von Bevölkerung und Wirtschaft
- Thuner Mobilitätsprojekte (Thun rollt, NewRide, Kürier ...)
Fragen
- Kann ich mithelfen die Feinstaubbelastung zu verringern und die Luftqualität zu verbessern?
Natürlich, gehen Sie mehr zu Fuss, fahren Sie Velo und benützen Sie die öffentlichen Verkehrsmittel. Verwenden Sie keine Fahrzeuge und Maschinen mit Dieselmotor ohne Partikelfilter. - Kann ich im Winter bei hohen Feinstaubbelastungen Sport treiben?
Sicher, verzichten Sie aber auf Joggen an verkehrsreichen Strassen. - Welches sind besondere Risikogruppen?
Personen, die unter Herz-Kreislauf- oder Atemwegsproblemen leiden und Familien mit Kindern.
Weitere Fragen bzw. Antworten finden Sie unter www.feinstaub.ch.
In unserem Bestellservice finden Sie die Broschüre "Feinstaub macht krank" sowie weiteres Informationsmaterial zum Thema Luftreinhaltung, Holzheizungen und nachhaltiger Mobilität.
Viele weitere Infos und Links zum Thema Feinstaub / Wintersmog finden Sie auf der Website des BAFU.
Holzfeuerungen und Feinstaub
Im Winter belasten neben dem Strassenverkehr auch Holzheizungen die Luft mit lungengängigem Feinstaub. Hintergrundinfos zum Thema finden sich im Positionspapier "Feinstaub aus Holzfeuerungen" des Bundes. Die Stadt Thun hat deshalb eine Kampagne lanciert, um die BetreiberInnen von Holzfeuerungen und Energieholzproduzenten auf das Problem aufmerksam zu machen. Im Dezember 2006 erhielten Betriebe aus der Holzbranche ein entsprechendes Mailing mit dem Merkblatt "Holzfeuerungen und Feinstaub - Ratgeber zur Vermeidung von Emissionen" und die Bevölkerung wurde via Mediencommuniqué informiert. Für den Winter 2006/07 hat die Stadt Thun folgende Empfehlungen herausgegeben:
Wenn Sie folgende vier Grundsätze beachten, so nehmen Sie Ihre Verantwortung für saubere Luft optimal wahr, wofür wir Ihnen danken.
Richtig heizen mit Holz
- Verwenden Sie nur den für Ihre Heizung optimal geeigneten Brennstoff. Richtige Stückelung, Anfeuerholz kleiner, Brennraum nicht überfüllen! Nur so heizen Sie einfach, sicher und umweltverträglich.
- Steuern Sie die Luftzufuhr richtig. Viel Luft beim Anfeuern, dann reduzieren!
- In Holzheizkesseln, Öfen und Cheminées darf nur naturbelassenes Holz verbrannt werden! Verbrennen Sie keine Abfälle. Dies schädigt Ihre Heizung, gefährdet Ihre und die Gesundheit Ihrer Mitmenschen und ist zudem strafbar.
- Ihr Kaminfeger oder Ofenverkäufer berät Sie zum richtigen Heizen mit Holz.
Umfassende Infos zum Thema Richtig Feuern mit Holz: www.fairfeuern.ch
Vermeiden Sie unnötigen Schadstoffausstoss bei hohen Feinstaubwerten
- Inversionslagen (Hochnebeldecke) und andere austauscharme Wetterlagen (wenig Wind) führen in Städten zu hohen Feinstaubbelastungen. Unterlassen Sie dann das Heizen mit Holzheizungen, die nur als Zusatzheizung dienen oder mit anderen geeigneten Brennstoffen betrieben werden können.
- Der Kanton Bern wird gemäss Interventionskonzept des Bundes ab gewissen Feinstaubbelastungen zum Verzicht auf das Heizen mit Holz aufrufen. Beachten Sie die regionale Tagespresse.
Holzheizungen auf dem aktuellen Stand der Technik
- Es gibt grosse Unterschiede im Schadstoffausstoss von Holzheizungen. Moderne Pelletheizungen mit Wasserspeicher sind um ein x-faches sauberer und energieeffizienter als alte Stückholzfeuerungen oder Zweistoffheizungen.
- Lassen Sie sich neutral von der Regionalen Energieberatung über den aktuellen Stand der Technik und den Zustand Ihrer Holzheizung beraten:
Regionale Energieberatung, Telefon 033 225 22 90, eb@energiethun.ch
Rauchzeichen richtig deuten
- Ein einfaches Mittel, den Schadstoffausstoss Ihrer Holzheizung zu kontrollieren, ist die visuelle Überprüfung der Rauchfahne Ihrer Holzheizung. Beobachten Sie einmal den Kamin bei verschiedenen Betriebsphasen, insbesondere kurz nach dem Anfeuern. Je dunkler die Rauchfahne, desto mehr Feinstaub enthalten die Abgase.
Merkblätter (Holzenergie Schweiz) zum Thema:
- Keine Abfälle in den Ofen. Merkblatt für den Betrieb von kleinen Holzfeuerungen und Cheminées. -> bestellen
- Holzfeuerungen richtig betreiben. Merkblatt für Industrie- und Gewerbebetriebe. --> bestellen.
- Richtig Anfeuern: Holzfeuerungen mit oberem Abbrand
- Richtig Anfeuern: Holzfeuerungen mit unterem Abbrand
- Informationsblatt "Qualitätssiegel für Holzfeuerungen". Informationen für Käufer, Hersteller und Importeure über das Qualitätssiegel für Holzfeuerungen.
- Cheminée sanieren - Aufwertung zur Zusatzheizung. Komfort beim Heizen mit Holz.
- Holzpellets: Brennstoff mit Power
Broschüren und Fachinformationen:
- Holzfeuerungen und Feinstaub (Bundesamt für Energie BFE)
- Feinstaub macht krank (BUWAL = BAFU, 2005; pdf, 1162 KB)
- Positionspapier Feinstaub aus Holzfeuerungen (UVEK/BFE/BAFU, 2006; pdf 101 KB)
Allgemeine Infos zum Thema Feinstaub:
- Bundesamt für Umwelt BAFU (ex BUWAL)
- Bundesamt für Gesundheit BAG
- www.feinstaub.ch (Cercl'Air und kantonale Lufthygienefachstellen)
Ozon
Aktuelle Ozonwerte im Kanton Bern
Messwerte der Messstationen im Kanton Bern (u.a. Thun Bälliz, stündlich aktualisiert)
Schadstoffverlauf der letzten 48 h in Thun (www.thunerwetter.ch)
Der geltende Grenzwert (Stundenmittelwert) gemäss Eidg. Luftreinhalteverordnung (LRV) von 120 Mikrogramm pro m3 dürfte nur einmal pro Jahr überschritten werden. Höchstwerte wurden im Jahrhundertsommer 2003 erreicht: allein im Juni 2003 wurde der Grenzwert im Thuner Bälliz über 160-mal überschritten und der Spitzenwert am 12. August 2003 mit 182 Mikrogramm pro m3 erreicht!
Der Höchstwert 2009 wurde am 19. August mit 165 Mikrogramm pro m3 gemessen. Im gesamten Jahr 2009 wurde der Grenzwert 207-mal überschritten (2008: 123-mal).
Weitere Informationen zur Ozonbelastung im Kanton Bern finden Sie im Bericht zur Luftbelastung 2010 (beco).
Ozon-SMS-Service
Der Kanton Bern unterhält dieses Jahr zusammen mit anderen Kantonen einen Ozon-SMS-Service mit stündlichen Informationen über die Höhe der Ozonbelastung. SMS mit dem Text Ozon BE an die Zielnummer 20120 senden (Swisscom, Orange oder Sunrise; 30 Rp./SMS), und Sie erhalten den aktuellen Ozonwert für die Region Bern .
Entstehung von Ozon
- Die sommerliche Ozonbelastung in unserer Atemluft wird durch den Menschen verursacht.
- Wir produzieren Stickstoffdioxid und flüchtige organische Verbindungen (VOC), die sogenannten Vorläuferstoffe, welche unter Sonneneinstrahlung Ozon bilden.
- Hauptquellen der Vorläuferstoffe sind der Verkehr, die Industrie und die Haushalte.
Wirkungen auf die Gesundheit
Hohe Ozonwerte können:
- die Schleimhäute reizen
- Augenbrennen verursachen
- die Reaktion auf andere Reizungen wie auf Pollen, Milben etc. verstärken
- zu einer Beeinträchtigung der Lungenfunktion führen
- die körperliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigen
Mehr Informationen zu den gesundheitlichen Auswirkungen der Luftverschmutzung finden Sie auf der Website des Schweiz. Tropen- und Public Health-Instituts der Universität Basel.
Wirkungen auf die Vegetation
Übermässige Ozonbelastungen wirken direkt auf das Blattwerk der Bäume und führen zu einer Mangelversorgung der Wurzeln. Hohe Ozonwerte hemmen das Pflanzenwachstum und führen zu Ernteverlusten.
Massnahmen
Grundsätzlich sind die Emissionen der Vorläuferschadstoffe Stickstoffdioxid und flüchtige organische Verbindungen noch weiter zu reduzieren. Da Ozon über weite Strecken transportiert wird, lässt sich das Ozonproblem mit lokalen und kurzfristigen Massnahmen allein nicht lösen. Es braucht Emissionsminderungen in der ganzen Schweiz sowie im angrenzenden Ausland. Mit dem Massnahmenplan zur Luftreinhaltung 2000 / 2015 (beco, Stand 2010, pdf, 1.06 MB) hat der Kanton Bern einen weiteren Schritt in diese Richtung eingeleitet.
Mit folgenden Massnahmen kann jede/r Einzelne von uns zur Reduktion der Ozonbildung beitragen:
- so oft wie möglich zu Fuss gehen, mit dem Velo fahren oder öffentliche Verkehrsmittel benutzen
- unnötige Autofahrten vermeiden, Eco driven
- Fahrgemeinschaften bilden, statt allein in einem Auto zu fahren, z.B. mit Hilfe der Online-Fahrtenvermittlung RideShare
- wenn schon Motorrad oder Roller fahren, dann mit einem Zweirad, das von einem Viertaktmotor mit Katalysator oder Elektromotor angetrieben wird
- Ferien in der Nähe planen, um unnötigen Flugverkehr zu vermeiden
- saisongerecht und regionale Produkte mit kurzen Transportwegen einkaufen
- lösemittelfreie oder -arme Farben, Lasuren, Reinigungsmittel, Kleber, Spraydosen und Holzschutzmittel verwenden
- im Hobby- und Gartenbereich elektrische Geräte benützen statt Geräte, die mit einem Benzinmotor betrieben werden. Falls es unumgänglich ist, ein Gerät mit Viertaktmotor wählen und schadstoffreduziertes Gerätebenzin verwenden.
Weitere von der Fachstelle Umwelt und Mobilität empfohlene und unterstützte Massnahmen:
- Umweltbewusstes Handeln von Bevölkerung und Wirtschaft
- Thuner Mobilitätsprojekte (Thun rollt, NewRide, Kürier ...)
- In Bearbeitung/Abklärung: Gesamtverkehrsstudie Agglomeration Thun, Parkhausring, Mobilitätszentrum Bahnhof Thun u.a.
Fragen
- Kann ich mithelfen die Ozonbelastung zu verringern und die Luftqualität zu verbessern?
Natürlich, gehen Sie mehr zu Fuss, fahren Sie Velo und benützen Sie die öffentlichen Verkehrsmittel. - Kann ich im Sommer Sport treiben und wann?
Sicher, am besten in den Morgenstunden und abends nach 18 Uhr. - Welches sind besondere Risikogruppen?
Personen, die unter Allergien und Asthma leiden, Outdoor-SportlerInnen und Familien mit Kindern.
Weitere Fragen bzw. Antworten finden Sie unter www.ozon-info.ch.
In unserem Bestellservice finden Sie den Flyer "Ozon schadet! Informieren Sie sich und handeln Sie!" sowie weiteres Informationsmaterial zum Thema Luftreinhaltung und Mobilitätsprojekte.
Die nationale Kampagne Ozon-Info ist eine gemeinsame Aktion des Cercl'Air (Schweiz. Gesellschaft der Lufthygiene-Fachleute), der kantonalen Luftreinhalte-Fachstellen und des BAFU (ex BUWAL) mit der Absicht, der breiten Bevölkerung sämtliche relevanten Informationen zum Thema Ozon zur Verfügung zu stellen.
Viele weitere Infos und Links zum Thema Sommersmog finden Sie auf der Website des BAFU (ex BUWAL).
Ozon: Entstehung - Auswirkung - Gegenmassnahmen
Aktion "Führerausweis gegen Stärncharte" auch 2005!
Wer im Juli oder August 2005 seinen Führerausweis hinterlegte, erhielt für Fr. 10.- statt Fr. 56.- bzw. Fr. 41.- für Senioren/Junioren ein Thuner Verbundabo "Stärncharte". Die Stadt Thun wollte damit die Ozonproblematik in Erinnerung rufen und zum Um- und Nachdenken animieren.
Interessiert? mehr zu dieser Aktion
Was halten Sie von dieser Aktion? mobil@thun.ch
Aktuelle Ozonwerte im Kanton Bern
Messwerte der Messstationen im Kanton Bern (u.a. Thun Bälliz)
Der geltende Grenzwert (Stundenmittelwert) gemäss Eidg. Luftreinhalte-verordnung (LRV) von 120 Mikrogramm pro m3 dürfte nur einmal pro Jahr überschritten werden. Höchstwerte wurden im Jahrhundertsommer 2003 erreicht: allein im Juni 2003 wurde der Grenzwert im Thuner Bälliz über 160 Mal überschritten und der Spitzenwert am 12. August 2003 mit 182 Mikrogramm pro m3 erreicht!
Ozon-SMS-Service
Der Kanton Bern unterhält dieses Jahr zusammen mit anderen Kantonen einen Ozon-SMS-Service mit stündlichen Informationen über die Höhe der Ozon-belastung. SMS mit dem Text Ozon BE an die Zielnummer 20120 senden (Swisscom, Orange oder Sunrise; 30 Rp./SMS), und Sie erhalten den aktuellen Ozonwert für die Region Bern .
Entstehung von Ozon
- Die sommerliche Ozonbelastung in unserer Atemluft wird durch den Menschen verursacht.
- Wir produzieren Stickstoffdioxid und flüchtige organische Verbindungen (VOC), die sogenannten Vorläuferstoffe, welche unter Sonneneinstrahlung Ozon bilden.
- Hauptquellen der Vorläuferstoffe sind der Verkehr, die Industrie und die Haushalte.
Wirkungen auf die Gesundheit
Hohe Ozonwerte können:
- die Schleimhäute reizen
- Augenbrennen verursachen
- die Reaktion auf andere Reizungen wie auf Pollen, Milben etc. verstärken
- zu einer Beeinträchtigung der Lungenfunktion führen
- die körperliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigen
Mehr Informationen zu den gesundheitlichen Auswirkungen der Luftverschmutzung finden Sie auf der Website des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Basel.
Wirkungen auf die Vegetation
Übermässige Ozonbelastungen wirken direkt auf das Blattwerk der Bäume und führen zu einer Mangelversorgung der Wurzeln. Hohe Ozonwerte hemmen das Pflanzenwachstum und führen zu Ernteverlusten.
Massnahmen
Grundsätzlich sind die Emissionen der Vorläuferschadstoffe Stickstoffdioxid und flüchtige organische Verbindungen noch weiter zu reduzieren. Da Ozon über weite Strecken transportiert wird, lässt sich das Ozonproblem mit lokalen und kurzfristigen Massnahmen allein nicht lösen. Es braucht Emissions-minderungen in der ganzen Schweiz sowie im angrenzenden Ausland. Mit dem Massnahmenplan zur Luftreinhaltung 2000 / 2015 (als pdf, 650 KB) hat der Kanton Bern einen weiteren Schritt in diese Richtung eingeleitet.
Mit folgenden Massnahmen kann jede/r Einzelne von uns zur Reduktion der Ozonbildung beitragen:
- so oft wie möglich zu Fuss gehen, mit dem Velo fahren oder öffentliche Verkehrsmittel benutzen
- unnötige Autofahrten vermeiden, Eco driven
- Fahrgemeinschaften bilden, statt allein in einem Auto zu fahren
- wenn schon Töff oder Roller fahren, dann mit einem Zweirad, das von einem Viertaktmotor mit Katalysator oder Elektromotor angetrieben wird
- Ferien in der Nähe planen, um unnötigen Flugverkehr zu vermeiden
- saisongerecht und regionale Produkte mit kurzen Transportwegen einkaufen
- lösemittelfreie oder -arme Farben, Lasuren, Reinigungsmittel, Kleber, Spraydosen und Holzschutzmittel verwenden
- im Hobby- und Gartenbereich elektrische Geräte benützen statt Geräte, die mit einem Benzinmotor betrieben werden. Falls es unumgänglich ist, einen Gerät mit Viertaktmotor wählen und schadstoffreduziertes Gerätebenzin verwenden.
Weitere von der Fachstelle Umwelt und Mobilität empfohlene und unterstützte Massnahmen:
- Umweltbewusstes Handeln von Bevölkerung und Wirtschaft
- Thuner Mobilitätsprojekte (Thun rollt, NewRide, Kürier ...)
- In Bearbeitung/Abklärung: Gesamtverkehrsstudie Agglomeration Thun, Parkhausring, Mobilitätszentrum Bahnhof Thun u.a.
Fragen
- Kann ich mithelfen die Ozonbelastung zu verringern und die Luftqualität zu verbessern?
Natürlich, gehen Sie mehr zu Fuss, fahren Sie Velo und benützen Sie die öffentlichen Verkehrsmittel. - Kann ich im Sommer Sport treiben und wann?
Sicher, am besten in den Morgenstunden und abends nach 18 Uhr. - Welches sind besondere Risikogruppen?
Personen, die unter Allergien und Asthma leiden, Outdoor-SportlerInnen und Familien mit Kindern.
Weitere Fragen bzw. Antworten finden Sie unter www.ozon-info.ch.
In unserem Bestellservice finden Sie den Flyer "Ozon schadet! Informieren Sie sich und handeln Sie!" sowie weiteres Informationsmaterial zum Thema Luftreinhaltung und Mobilitätsprojekte.
Die nationale Kampgane Ozon-Info ist eine gemeinsame Aktion des Cercl'Air (Schweiz. Gesellschaft der Lufthygiene-Fachleute), der kantonalen Luftreinhalte-Fachstellen und des BAFU (ex BUWAL) mit der Absicht, der breiten Bevölkerung sämtliche relevanten Informationen zum Thema Ozon zur Verfügung zu stellen.
Viele weitere Infos und Links zum Thema Sommsersmog finden Sie auf der Website des BAFU (ex BUWAL).
Feuerungskontrolle und Kaminfegermeister
Damit die Feuerungsanlagen ihren vollen Wirkungsgrad erfüllen können und optimal funktionieren, müssen sie in regelmässigen Abständen gereinigt werden. Mit dem fachgerechten Entfernen von Russrückständen wird den gefährlichen Kaminbränden entgegen gewirkt. Der Kaminfegermeister kontrolliert die Feuerungsanlagen und Rauchabzugseinrichtungen auf ihre Wirksamkeit. Er ist beauftragt, die erforderlichen Reinigungen der Feuerungsaggregate, Kamine und Abgasanlagen periodisch durchzuführen. Damit leisten die Kaminfeger einen wichtigen Beitrag zur Feuersicherheit, zur Lufthygiene und zum Umweltschutz. Der Kreis-Kaminfegermeister wird vom jeweiligen Regierungsstatthalter für ein vorgegebenes Gebiet ernannt.
Mehr zum Kaminfegerwesen im Kanton Bern finden Sie auf der Website der Gebäudeversicherung des Kantons Bern, GVB.
Für den Vollzug der Feuerungskontrolle in der Stadt Thun ist das Bauinspektorat, Tel 033 225 83 88, bauinspektorat(at)thun.ch, zuständig.
Waren Sie nicht zufrieden mit dem Kaminfegermeister oder haben Sie Fragen zu seinen Aufgaben?
Der Bernische Kaminfegermeister-Verband betreibt ein Sorgentelefon: 0800 000 284
Adressen Kaminfegermeister (Stadt Thun: Suche nach Strassen)
Kontrollpflichtige Heizungen, Kontroll- und Reinigungsfristen (Kaminfegermeister-Erläuterungen KFE 2, GVB, Stand 1.2007, pdf, 30 KB)
Fachinformationen/Merkblätter zu Heizen & Verbrennen (Kanton Bern, beco)
Informationen rund um die Holzenergie (Holzenergie Schweiz)
Holzfeuerungen und Feinstaub - Ratgeber zur Vermeidung von Emissionen (Bundesamt für Energie, pdf, 1.05 MB!)

