Tiere
Amphibienwanderung
In milden, feuchten Nächten ab Ende Februar sind Frösche und Kröten unterwegs auf dem Weg zu ihren Laichplätzen. Vorsicht geboten ist hauptsächlich auf den Strassen folgender Gebiete:
- im Thuner Riedquartier: Riedstrasse und Rufelistrasse
- im Gwatt: Industriequartier Moosweg und Steinhaufenweg
- auf der Thuner Allmend: Hauptstrassen Richtung Thierachern
- in Amsoldingen: den Seen entlang
- in Längenbühl: beim Dittligsee
- in Blumenstein: Badstrasse
- ausgangs Steffisburg: Hombergstrasse
Bitte umfahren Sie diese Gebiete in den fraglichen Nächten, verzichten Sie auf vermeidbare Fahrten oder drosseln Sie wenigstens ihr Tempo. Besten Dank!
Weitere Auskünfte und Informationsmaterial zum Thema Amphibien erhalten Sie bei:
KARCH, Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz (Bern)
Tel. 031 350 74 55, Fax 031 350 74 99
info(at)karch.ch, www.karch.ch
Bienenschwärme
Es kommt vor, dass sich ein Bienenschwarm ausserhalb des Bienenhauses niederlässt.
Meldungen sind erbeten an die Einsatzzentrale der Kantonspolizei unter Tel. 033 227 61 11 (24 h).
Sie kann Fachpersonen wie Imker aufbieten.
Fledermäuse und ihr Schutz
Fledermäuse sind in der ganzen Schweiz gesetzlich geschützt!
Viele der 28 in der Schweiz vorkommenden Arten sind vom Aussterben bedroht bis potentiell gefährdet. Der Kanton Bern ist aus der Sicht des Artenschutzes von Fledermäusen zusammen mit Graubünden, Wallis und Tessin gesamtschweizerisch einer der vier bedeutendsten Kantone und trägt daher eine besondere Verantwortung. Die faszinierenden und als Insektenfresser nützlichen Fledermäuse verdienen unseren Schutz und unsere Aufmerksamkeit.
- Haben Sie eine Fledermaus gefunden?
- Beherbergt Ihr Haus Fledermäuse und wollen Sie Ihr Haus umbauen?
- Möchten Sie mehr wissen über diese Flug- und Lebenskünstler?
Dann informieren Sie sich auf der Webseite
Bernische Informationsplattform für Fledermausschutz www.fledermaus-be.ch
Infos zu Findlingen
Download Merkblätter und FlederNews
Merkblätter Bern. Informationsplattform f. Fledermausschutz BIF
Stiftung für Fledermausschutz Zürich SSF
Eurobats Bonn Internationale Feldermausinfos, englisch!
Bauen & Tiere Umsetzungshilfe für Bauherren und Baufachleute
Igel und Strassen
Alljährlich verlieren Tausende von Igeln auf den Strassen ihr Leben. Um Nahrung zu suchen oder einen Geschlechtspartner zu finden, müssen viele Igel von April bis Oktober mehrmals pro Nacht eine Strasse überqueren.
Ihre einzige Überlebenschance sind Autofahrer, die in Siedlungen und Siedlungsnähe sowie in reich strukturierten Gebieten nachts nicht zu schnell fahren, damit die Tiere rechtzeitig ausweichen können.
Das sich Igel auf der Strasse einrollen ist ein Märchen. Untersuchungen haben ergeben, dass sie meist kurz in der Bewegung verharren, um sich zu orientieren. Beim schnell rollenden Verkehr ist diese Orientierungspause oft schon tödlich. Einzig eine angepasste Geschwindigkeit der Autofahrer nachts und etwas Rücksichtnahme erlaubt den Igeln eine rechtzeitige Flucht.
Besten Dank für Ihre Rücksichtnahme!
Kranke und verletzte Igel
Verletzte, kranke und schwache Igel sollten nicht selber gepflegt und gehalten werden, sondern in die Obhut von spezialisierten Tierärzten und Igelstationen (die eine Bewilligung zur Haltung von Wildtieren haben) gebracht werden.
Igelstation Frutigen
Sylvia Michel
Obere Bahnhofstr. 20
3714 Frutigen
Telefon 033 671 22 22
Einige interessante Links zur Biologie, Gefährdung und Förderung der Igel:
Verein Pro Igel, Russikon ZH
Igelzentrum Zürich
Igelstation Fehraltdorf ZH
Verein Pro Igel e.V., Deutschland
Krähen, Elstern & Co
Ärgern Sie sich über Krähen und Elstern?
Vorbeugen ist besser, vertreiben ist schwierig!
Im Frühjahr und Frühsommer, vor und in der Brutzeit dieser Vögel, sind diese zeitweise nicht zu überhören. Auch in Thun geben diese beiden Vogelarten in verschiedenen, vor allem baumreichen Quartieren Anlass zu kontroversen Diskussionen.
Wer mehr über diese Vögel und ihre Lebensweise wissen möchte, findet hier weitere Informationen von Vogelspezialisten der Schweiz. Vogelwarte Sempach:
Krähen
Steckbrief Rabenkrähe (oder als pdf)
Steckbrief Saatkrähe (oder als pdf)
Steckbrief Alpenkrähe (oder als pdf)
Merkblatt Rabenvögel in landwirtschaftlichen Kulturen (pdf, 25 KB)
Elstern
Steckbrief Elster (oder als pdf)
Merkblatt Elstern (pdf, 56 KB)
Die beiden Merkblätter finden Sie auch in unserem Bestellservice.
Weitere Fragen rund um Vögel und ihren Lebensraum finden Sie auf der entsprechenden Internetseite der Schweiz. Vogelwarte in Sempach.
Taubenfütterung
Fütterung ist auf die Dauer ungesund
Im Kropf kann eine Taube etwa 70 Gramm Körner aufnehmen. Bei einer einmaligen Fütterung kann Sie deshalb soviel Nahrung fressen, wie sie für einen ganzen Tag benötigt. Die Tiere können auf eine weitere Futtersuche verzichten und investieren die freiwerdende Zeit in die Aufzucht ihrer Jungen. Dadurch nehmen die Taubenbestände erheblich zu.
Die hohe Taubendichte ist problematisch
Das Füttern der Tauben hat zur Folge, dass die Bestände stark ansteigen. Durch ihren Kot werden Gebäudefassaden und öffentliche Plätze stark verschmutzt. Die Nistplätze sind oft überbelegt und stark verdreckt. Die Tauben leiden unter diesen Bedingungen unter Stress und sind von Krankheiten oder Parasiten wie Taubenzecken, roten Blutmilben und Läusen befallen.
Darum: Wer Tauben liebt, füttert sie nicht!
Diese Angaben stammen aus dem Informationsblatt "Stadttauben" der Umweltfachstelle der Stadt Olten.
Merkblätter zum Thema Strassentauben hat der Schweiz. Tierschutz STS herausgegeben:
Die Strassentaube - aus Sicht des Tierschutzes (pdf, 38 KB) und
Aktiver Tierschutz ist Tauben NICHT! füttern (pdf, 1'520 KB)
Mediencommuniqué der Stadt Thun Nov. 2008:
"Taubenfütterung ist falsch verstandene Tierliebe und führt zu Überpopulation"
Weitere Hintergrundinformationen zum Verhältnis Mensch - Stadttaube (Bund für Naturschutz Deutschland)
Wespennester
Wespen und vor allem Wespennester können in gewissen Fällen lästig oder gefährlich sein.
Muss ein Wespennest fachgerecht entfernt werden, so bieten sich folgende Möglichkeiten:
- Schädlingsbekämpfungsfirma
kostenpflichtig, siehe Telefon- und Branchenverzeichnisse - Dachdecker, Zimmereien, Fassaden- und Storenbauer
je nach Standort des Wespennestes, kostenpflichtig, siehe Telefon- und Branchenverzeichnisse - Die Feuerwehr Thun leistet keine Einsätze zur Beseitigung von Wespennestern.
Mehr Infos über Wespen, Hornissen und Hummeln finden Sie auf den deutschen Websites www.hymenoptera.de und www.hornissenschutz.de.
Zecken und von ihnen übertragene Krankheiten
Suchen Sie Information zum Thema Zecken? Welche Krankheiten werden von Zecken übertragen? Wie schütze ich mich vor Zeckenbissen?
Zecken (oder im Volksmund Holzböcke) kommen in der ganzen Schweiz vor. In der Region Thun und Steffisburg befinden sich Gebiete mit erhöhtem Anteil von infizierten Zecken. Zecken können die Erreger der Viruskrankheit Hirnhautentzündung (Meningitis) und der Bakterienkrankheit Lyme-Borreliose übertragen. Gegen die Hirnhautentzündung gibt es eine für exponierte Personen zu empfohlene Schutzimpfung. Die Borreliose kann man im frühen Stadium mit Antibiotika behandeln, einen vorsorgliche Schutzimpfung gibt es hingegen nicht. Mehr dazu bei Ihrem Arzt oder Apotheker.
Vermeiden lassen sich Zeckenbisse kaum. Durch das Tragen geschlossener Kleidung, d.h. langer Hosen und Socken sowie hoher Schuhe senken Sie aber das Risiko. Nach einem Spaziergang durch Wälder und Gebüsche sollten Sie sich oder Ihre Kinder nach Zecken absuchen. Zeckenbisse, die auch nach Stunden noch Spuren hinterlassen (ringförmige Rötungen), sollten Sie unbedingt Ihrem Hausarzt zeigen.
Der Schweiz. Versicherungsverband (SVV) hat 2002 die Kampagne "Gegen Zeck auf Zack" lanciert und ein informatives Merkblatt herausgegeben. Sie finden es in unserem Bestellservice.
Vertiefende Informationen zum Thema, insbesondere Karten der Gebiete mit erhöhtem Virenbefall, finden Sie auf der Website www.zecken.ch.
Über die gesundheitlichen Aspekte informieren www.zeckenschutz.info und die Liga für Zeckenkranke Schweiz LiZ.
Das Bundesamt für Gesundheit BAG hat folgende Infoblätter herausgegeben:
Wie gefährlich sind Zeckenstiche? (pdf, 211 KB, Jan. 2011)
Empfehlungen zur Impfung gegen Zeckenenzephalitis FSME (pdf, 485 KB, März 2006)

