Thun verzichtet auf Zertifzierung als Gesundheitsstadt

News - Behörden

Da sie den personellen und finanziellen Aufwand für die weitere Zertifizierung als Gesundheitsstadt als zu hoch erachtet, beendet die Stadt Thun die Arbeiten an diesem Projekt.

Die Stadt Thun und die Spital STS AG entwickelten und finanzierten 2009 zusammen mit der Partnerstadt Uster ZH und ihrem Spital ein Messsystem zur Erlangung des Labels als „Gesundheitsstadt“. Im Mai 2012 (s. Communiqué vom 23. Mai 2012) erhielten die beiden Städte vorerst ein Bronze-Label als Anerkennung für die Entwicklung der Messkriterien. Für die Stadt Thun war damals allerdings noch offen, ob sie die weiteren Schritte zur Erlangung des Silber- und des Gold-Labels umsetzen könnte und würde. Nun hat der Thuner Gemeinderat nach reiflicher Überlegung entschieden, auf eine weitere Zertifizierung als „Gesundheitsstadt“ zu verzichten. Er erachtet den beträchtlichen Aufwand an Arbeitszeit und Zusatzkosten – unter anderem zusätzliche 30 Stellenprozente während drei Jahren – als nicht gerechtfertigt. Um aber die ersten Zertifizierungen anderer Gemeinden und Städte nicht zu gefährden, tritt die Stadt Thun erst per Ende 2015 aus dem Trägerverein Gesundheitsstadt aus. Die Stadt Uster dagegen hat im Frühling 2013 beschlossen, dass das Silberlabel bis Mai 2015 erreicht werden soll.

 

Gesundheitswesen breit analysiert

Ein Silber- oder Goldlabel erhält, wer 50 bzw. 75 Prozent der insgesamt 185 Messkriterien erfüllt. Diese bewerten in umfassender Art das Gesundheitswesen einer Stadt – von der Spitalversorgung über die Politik, die Verkehrsräume, die Bildung bis hin zum Sozialwesen. Die Spital STS AG und die Stadt Thun hatten den Ist-Zustand mit einer Standortbestimmung grob eingeschätzt. Das ermutigende Resultat bewog beide, eine Detailplanung vorzunehmen und den Zertifizierungsaufwand einzuschätzen. Im Rahmen der Budgetberatung für das Jahr 2014 befand der Thuner Gemeinderat, dass der Nutzen eines Silber- oder Gold-Labels den Aufwand nicht zu rechtfertigen vermag.

 

Umfassende Gesundheitsförderung dank Kooperation soll bleiben

Die Vorarbeiten für das Label als Gesundheitsstadt und die sich daraus ergebende Standortbestimmung hatten allerdings gezeigt, dass die Gesundheit in Thun dank der Zusammenarbeit von Stadt, Spital STS AG und weiteren regionalen, kantonalen und privaten Institutionen einen hohen Stellenwert hat und umfassend gefördert wird. Diese Zusammenarbeit soll weiterhin gepflegt werden.

 

Weitere Infos: www.gesundheits-stadt.ch

Auskünfte an die Redaktionen:

 

  • Gemeinderat Peter Siegenthaler, Vorsteher der Direktion Sicherheit und Soziales, Tel. 033 225 84 93
  • Heinz Bucher, Beauftragter Gesundheitsförderung,
    Tel. 033 225 84 21

 

Für Rückfragen bei den Partnern:

 

·         Spital STS AG: Bruno Guggisberg, CEO, Tel. 033 226 21 21

·         Stadt Uster: Esther Rickenbacher, Stadträtin (Exekutive), Präsidentin des Vereins Gesundheitsstadt, Tel. 044 044 74 71

 

Thun, 11. Dezember 2013