Gemeinderat will Dreifachsporthalle mit Wettkampfinfrastruktur in Thun-Süd realisieren

Der Gemeinderat treibt die Planung einer Dreifachhalle für den Leistungssport sowie für den Schul- und Breitensport am Standort Burgerallmend voran. Hierfür werden die Verhandlungen mit der Burgergemeinde als Grundeigentümerin weitergeführt und die erforderlichen planungsrechtlichen Schritte eingeleitet. Die geschätzten Kosten für den Neubau belaufen sich auf 22 Millionen Franken. 

Der Bedarf einer Dreifachsporthalle in Thun ist unbestritten. Mit dem absehbaren Wegfall der zweiten alten Armeesporthalle auf dem Waffenplatz wird sich das Hallenangebot, insbesondere für Vereine, weiter verknappen. Dem gegenüber steht die zunehmende Professionalisierung der Sportvereine und die damit verbundenen hohen Anforderungen an die Infrastruktur. Die Ballsportvereine Wacker Thun, Damen Handball Rotweiss Thun und der Unihockeyclub UHC Thun spielen in den höchsten nationalen Ligen und sind zunehmend auf zeitgemässe Hallen angewiesen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Den Bedürfnissen des Leistungssports wie auch jenen des Schul- und Breitensports will der Gemeinderat Rechnung tragen. Deshalb treibt er die Planung einer zusätzlichen Dreifachsporthalle mit Wettkampfinfrastruktur voran.

Eine Halle für alle

Mit diesem Entscheid kommt der Gemeinderat auch den Forderungen diverser politischer Vorstösse nach und entspricht dem per 1. Januar 2019 aktualisierten Konzept für Sport- und Bewegungsräume (KSB). Die Konzeption der Halle soll sowohl für den Schulsport, den Trainingsbetrieb wie auch für den Spiel- und Meisterschaftsbetrieb ausgelegt sein. Als Standort ist die Zone mit Planungspflicht «ZPP AH Sport und Einkauf» in Thun-Süd neben dem Fussballstadion vorgesehen. Basis für dieses Projekt bildet eine Machbarkeitsstudie, die 2018 unter Einbezug der betroffenen Vereine erarbeitet wurde. Die Allmend eignet sich für eine bauliche Konzentration diverser öffentlicher und privater Sportbauten. Das Stadion und die sich im Bau befindenden Rasenspielfelder sind erste Bausteine, die geplante Dreifachsporthalle mit Wettkampfinfrastruktur soll diesen Sport- und Freizeitcluster erweitern und somit gewünschte Synergien schaffen. Die geschätzten Kosten für den Neubau belaufen sich auf rund 22 Millionen Franken. Der Betrag wurde im Aufgaben- und Finanzplan reserviert. Eine Kostenbeteiligung der Vereine ist vorgesehen.

Die nächsten Schritte

Die Stadt Thun wird die Verhandlungen mit der Burgergemeinde Thun als Grundeigentümerin der Landparzelle weiterführen. Gleichzeitig wird die planungsrechtliche Sicherung der gesetzlich geforderten Anzahl Parkplätze innerhalb der ZPP vorangetrieben. Da das bestehende Kontingent an Parkplätzen durch das Panoramacenter bereits aufgebraucht ist, erfordert das Vorhaben ca. 125 zusätzliche unterirdische Parkierungsmöglichkeiten. Dies bedingt eine Umweltverträglichkeitsprüfung und eine Zonenplanänderung. Der Bau der Einstellhalle kostet schätzungsweise 5 Millionen Franken. 

Ferner gilt es, ein qualitätssicherndes Verfahren zu wählen und die Projektplanung öffentlich auszuschreiben (kombiniert beispielsweise in einem Projektwettbewerb). Über einen entsprechenden Kredit entscheidet der Stadtrat voraussichtlich Ende dieses Jahres. In einem weiteren Schritt steht 2020/2021 die Genehmigung des Projektierungskredites durch das Parlament an. Schliesslich entscheidet die Thuner Stimmbevölkerung über die Realisierung. Der Bau kann frühestens in den Jahren 2023/2024 erfolgen.