Stadt setzt weitere Massnahmen zur Attraktivierung des Bonstettenparks um

Am 18. November startet die Stadt Thun mit der Umsetzung weiterer Massnahmen zur Aufwertung und Weiterentwicklung des Bonstettenparks am See. Geplant sind Arbeiten um den Kanal und die Kanalmündung. Diese zweite Bauetappe dauert bis im Frühling 2020.

«Die positiven Reaktionen aus der Bevölkerung zeigen, dass die bisher umgesetzten Massnahmen zur Aufwertung und Weiterentwicklung des Bonstettenparks gelungen sind», sagt der zuständige Gemeinderat Konrad Hädener. Mit dem neuen Spielplatz, der erweiterten Liegewiese, der Badebucht und der Öffnung des Parks konnte die Aufenthaltsqualität des Naherholungsgebietes erhöht werden. Diese im Winter 2018/2019 realisierten Massnahmen sind Teil des Masterplans zur Attraktivierung und Erhaltung der einzigartigen, denkmalgeschützten Parkanlage, die sich im Eigentum der Stadt Thun und des Kantons Bern befindet. Die Stadt kann damit ihr Profil am Wasser im Sinne der Legislaturziele weiter stärken. Am 18. November 2019 startet die Umsetzung der nächsten Massnahmen.

Kanal als Herz der Anlage im Fokus
Die zweite Etappe konzentriert sich auf das Kernstück des Bonstettenparks – den Kanal und die Kanalmündung. Angelegt Ende des 18. Jahrhunderts ist der Kanal in der Achse des Hauptgebäudes das Herz der gartenarchitektonisch, schweizweit bedeutenden Anlage. Noch auf Bildern aus den 1950er-Jahren ist der Kanal frei von Schilf. Damit er seiner Bedeutung als Symmetrieachse wieder gerecht wird, muss er vom Schilf befreit werden. Für das Vorhaben und auch, damit das Schilf nicht wieder wuchert, werden der Boden des Kanals ausgebaggert und die Schilfwurzeln entfernt. Die niedrige Bepflanzung der Kanalböschung bietet weiterhin Ruheplätze mit Sichtschutz vor Feinden für die Fische. Als ökologische Ausgleichsmassnahme zur Entfernung des Schilfs erstellt die Stadt eine Kiesinsel, indem sie einen Teil der heutigen Halbinsel im Bereich des ehemaligen Spielplatzes ausbaggert. Dies ergibt in enger Nachbarschaft zum Gwattlischenmoos eine Aufwertung des Seeufers als Naturschutzgebiet. Die Kiesinsel wird nicht begehbar sein.

Neue Aussichts- und Beobachtungsplattform
Als denkmalpflegerische Aufwertung wird die Achse der nördlichen Baumallee mit einem Steg in den See fortgeführt, eine moderne Interpretation der historisch angedachten Symmetrielösung. Der Steg liegt auf dem Gebiet der heutigen Halbinsel. Er dient in Zukunft als Aussichts- und Beobachtungsplattform mit Sicht auf den See, das Vogelschutzgebiet Gwattlischenmoos und die Ende 18. Jahrhundert angelegte, vorgelagerte Insel. Eine niedrige Bepflanzung am neuen Ufer entlang des Uferwegs und der Kiesinsel ermöglicht die für die historische Parkanlage zentrale Sicht auf den Thunersee und das Bergpanorama.

Abschluss der Etappe im Frühling 2020
Die geplanten Arbeiten dauern bis im Frühling 2020. Während der Bauarbeiten bleiben die Wege im Park grundsätzlich offen. Kurzzeitige Sperrungen sind jedoch möglich. Von Mitte Februar bis ca. Ende März 2020 wird die Fussgängerbrücke über den Kanal erneuert. In dieser Zeit kann der Kanal nicht überquert werden. Die Stadt Thun informiert die Bevölkerung mit Plakaten vor Ort über die Wegführung und die geplanten Massnahmen.