Schweizer Künstlerbörse näher am Publikum: Erstmals in der Thuner Innenstadt - mit Basler Künstlern

Eigentlich ist die Schweizer Künstlerbörse, jedes Jahr Ende April am Stadtrand von Thun, ein Anlass für Theater- und Musik-Veranstalter, die Produktionen für ihr Jahresprogramm suchen. Nur nebenbei kann das breite Publikum von diesem Kleinkunst-Kaleidoskop profitieren. Dies ändert sich nun: 2007 kommt die Künstlerbörse mit Publikumsproduktionen in die Thuner Innenstadt. Am Freitag, 20. und Samstag, 21. April zeigen auf dem Waisenhausplatz Kleinkünstlerinnen und Kleinkünstler aus den Kantonen Baselland und Basel-Stadt gut 20-minütige Ausschnitte aus ihren Programmen.  


Immer zur vollen Stunde, am Freitag, 20. April von 13 bis 17 und am Samstag, 21. April von 11 bis 17 Uhr wird der Waisenhausplatz in der Thuner Innenstadt zum Theatersaal, dessen Dach der hoffentlich stahlblaue Himmel sein wird: Eine Bühne, Stühle fürs Publikum, Essen und Trinken für die Pausen und ein vielfältiges Programm bringen Theaterstimmung in die Innenstadt.

Mit dem Kleinkunst-Special "Podium Gastkantone Basel", wie die Veranstaltung offiziell heisst, gibt es eine neue Plattform, auf der, so ist es geplant, nun jedes Jahr ein anderer Kanton seine Kleinkunstperlen präsentieren wird. Damit präsentiert sich die Schweizer Künstlerbörse in Thun, der Stadt der Kleinkunst, erstmals einem breiten Publikum in der Innenstadt. Der Eintritt ist frei. Die eigentliche Künstlerbörse, die sich vor allem an Veranstalter richtet, findet derweil wie immer von Donnerstag, 19. bis und mit Sonntag, 22. April im Schadausaal statt. Vorgängig wird jeweils der Schweizer Kleinkunstpreis, der "Goldene Thunfisch", verliehen (siehe www.ktv.ch). 

Das Programm dieses ersten Publikumsanlasses in der Innenstadt ist von eindrücklicher Vielfalt: zwölf verschiedene Solo- und Gruppenkünstler sowie -Künstlerinnen aus den Kantonen Basel-Stadt und Baselland präsentieren Ausschnitte aus ihren abendfüllenden Programmen. Wer mit der vielfältigen Schweizer Kleinkunstszene etwas vertraut ist, kennt die Namen: Christina Volk & Gina Günthard, Puravida, Bettina Schelker-solo, Florian Schneider, Thomas Rabenschlag, Kapelle Sorelle, Thorgevsky & Wiener und the Glue, um nur eine Auswahl zu nennen. Wer der Qual der Wahl umgehen will, hat nur einen Ausweg: sich gemütlich einzurichten und gleich alle zwölf Vorstellungen zu schauen. 
 

 
 Shuttlebus zum Schadausaal
Um den Austausch mit der Schweizer Künstlerbörse sicherzustellen, fährt von 12.30 Uhr bis 17.45 Uhr am Freitag, und von 10.30 Uhr bis 17.45 Uhr am Samstag jeweils ein Shuttlebus vom Waisenhausplatz zum Schadausaal und wieder zurück.

Für das Programm auf dem Waisenhausplatz ist der Eintritt dank Sponsorenbeiträgen kostenlos. Ebenso für das Off-Programm auf dem Schadaugelände, welches Freitag, Samstag und Sonntag in der Umgebung des Theatersaals ad hoc angeboten wird. Die Veranstaltungen im Schadausaal und im Chapiteau sind entweder mit Tagespässen oder mit Einzelbillets für die verschiedenen Showblocks zugänglich. Tickets können unter www.ktv.ch vorbestellt werden oder direkt an der Tageskasse im Foyer des Schadausaals gekauft werden. Das Gesamtprogramm der Künstlerbörse ist unter www.ktv.ch aufgeschaltet.

 

 
Eine Koproduktion von Veranstaltern, Wirtschaft und Behörden
Der Gedanke, dass die Schweizer Künstlerbörse auch näher zum Publikum in die Thuner Innenstadt gebracht werden sollte, ist nicht neu - bloss dessen Umsetzung. Im August 2006 prüften Vertreterinnen und Vertreter der Kulturabteilung Thun, des Stadtmarketings Thun, der ktv (Veranstalter der Künstlerbörse), der Thuner Wirtschaftskammer der Jungen (TWJ) und der City-Organisation IGT (Innenstadtgenossenschaft Thun) die Realisierung der Idee. Die Lösung lag in der Idee mit den Gastkantonen: Den Fokus jedes Jahr auf einen neuen Kanton zu richten, würde das vielseitige Schaffen der Schweizer Kleinkunstszene noch plastischer vor Augen führen und zur bereits heute sehr vielseitigen Künstlerbörse einen Mehrwert schaffen. Die Platzierung einer Bühne in der Innenstadt würde einerseits die Künstlerbörse als solche noch mehr ins Blickfeld der Thuner Bevölkerung rücken und andererseits die Innenstadt mit qualitativ hoch stehenden Produktionen beleben und weiter zu deren Attraktivität beitragen.

Nicht zuletzt wegen der spontanen und beherzten Zusage des Kulturamts der Stadt Basel, sich am Pilotprojekt zu beteiligen und seine Kleinkunstperlen auf dessen Kosten nach Thun zu schicken, war das Vorhaben von Erfolg gekrönt. So setzte das Kulturamt Basel Fredy Heller als Projektleiter ein, der sich um die Koordination der Belange von Künstlerinnen und Künstlern aus Basel-Stadt und Baselland kümmerte. Die Projektleitung von Thun nahm unterdessen, in enger Zusammenarbeit mit der Kulturabteilung der Stadt Thun und der ktv, die Detail-Organisation an die Hand. Dank namhaften Unterstützungsbeiträgen von Organisationen, Institutionen, und Firmen konnte das Vorhaben realisiert werden.

Der Dank geht somit an: AEK Bank 1826; AVAG AG; BINDELLA terra vite vita SA; Central Apotheke; Coop City; Hotel Freienhof; IGT, Kosmetikstudio la belle étoile, Parkhaus AG, Schaufelberger, VivaT, die Stadt Thun, das Stadtmarketing Thun und die Kantone Basel Stadt und Basel Land.

 

Auskünfte an die Redaktionen:

  • Alexandra Jäggi, OK, Tel. 079 379 26 67
  • Claus Widmer, Geschäftsführer ktv, Tel. 079 415 23 09

Thun, 11. April 2007