Indien-Atelier an Jakob Jenzer

Der in Steffisburg wohnhafte Maler Jakob Jenzer wird von Juli bis Dezember 2007 im Indien-Atelier der Konferenz der Schweizer Städte für Kulturfragen arbeiten können. Die Ausschreibung richtete sich an Kulturschaffende aus der ganzen Region Thun.

Aus insgesamt elf Bewerbungen hat die Kulturkommission der Stadt Thun den in Steffisburg wohnhaften Maler Jakob Jenzer für einen Aufenthalt in der nordostindischen Stadt Varanasi ausgewählt. Von Juli bis Dezember dieses Jahres wird er das dortige Atelier nutzen können. Seine Motivation, sich auf die indische Kultur einzulassen, die Gegensätze zeichnerisch und fotografisch zu verarbeiten und seine eigenen Themen Mensch, Stadt, Struktur, Garten und den Umgang mit Farben weiterzuentwickeln, überzeugten die Jury. Der 54-jährige Jenzer bereiste Indien, Sri Lanka und Nepal bereits 1981/1982 als junger Künstler und empfing damals wichtige Eindrücke für sein künstlerisches Schaffen.

Jakob Jenzer wurde 1953 geboren, lebt seit 1962 in Thun und Steffisburg und wurde nach einer Schreinerlehre und dem Besuch der Kunstgewerbeschule in Bern 1978 freischaffender Künstler. Reisen brachten ihn auch nach Griechenland, London, Den Haag, Rom und Tokyo. Sein Werk wurde mit mehreren Werkbeiträgen gefördert und an vielen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, zuletzt 2006 in der Galerie Art House in Thun. Jakob Jenzer ist verheiratet, hat zwei Söhne und arbeitet heute in Thun und im italienischen Lubriano.

Das Atelierhaus in Varanasi gehört seit 2006 der Konferenz der Schweizer Städte für Kulturfragen (KSK), welche die drei Ateliers periodisch ihren Mitgliedstädten zur Verfügung stellt. Die Kunstschaffenden erhalten zudem von der KSK und ihrer jeweiligen Heimatstadt einen Beitrag an die Lebenskosten. Die Stadt Thun hat das Atelier für alle vierzig Gemeinden der regionalen Kulturkonferenz ausgeschrieben.

Auskünfte an die Redaktionen:
• Marianne Flubacher, stv. Leiterin Kulturabteilung Stadt Thun, 033 225 85 88.

Thun, 13. April 2007