Für mehr Zusammenhalt: Thun beteiligt sich an den Aktionstagen gegen Rassismus

2. März 2026
Bereits zum fünften Mal organisiert die Stadt Thun die Aktionstage gegen Rassismus. Vom 18. bis 23. März finden in der Stadt sowie neu in weiteren Gemeinden in der Region Veranstaltungen statt. Ziel ist es, ein klares Zeichen gegen Rassismus zu setzen und die Bevölkerung zu sensibilisieren.

Anlässlich des Internationalen Tags zur Bekämpfung von Rassismus am 21. März finden in zahlreichen Gemeinden und Kantonen die Aktionswochen gegen Rassismus statt. Auch die Stadt Thun beteiligt sich zum fünften Mal an der Aktion. «Rassismus hat in Thun keinen Platz. Mit den Aktionstagen setzen wir ein klares Zeichen für Respekt, Toleranz und ein friedliches Zusammenleben», so Gemeinderätin Katharina Ali-Oesch, Vorsteherin Direktion Bildung Sport Kultur. Die Aktionstage gegen Rassismus werden vom Kompetenzzentrum Integration Thun-Oberland (KIO) im Auftrag der städtischen Integrationskommission organisiert.

Regionale Ausstrahlung für zentrales Thema 

Vom 18. bis 23. März bietet die Stadt Thun gemeinsam mit lokalen und regionalen Partnerinnen und Partnern ein vielfältiges Programm an. Neben den städtischen Betrieben wie dem KIO, der Stadtbibliothek, den Schulen sowie der offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) engagieren sich auch Vereine und Privatpersonen. Zum ersten Mal beteiligen sich zudem die Gemeinden Spiez und Steffisburg mit eigenen Programmbeiträgen an den Aktionstagen. Mit verschiedenen Formaten sprechen die Veranstaltungen ein breites Publikum an. 

Lesung, Dokumentarfilm oder Stadtrundgang

Die Aktionstage stehen unter dem Motto «Gemeinsam gegen Rassismus». Der Fokus liegt auf den Themen Zugehörigkeit und Alltagsrassismus. Die Journalistin, Moderatorin und Buchautorin Angélique Beldner liest im Theater Alte Oele aus ihrem neusten Buch «Rassismus im Rückspiegel». Sie arbeitet darin sowohl ihre Erfahrungen mit Rassismus als auch die koloniale Vergangenheit der Schweiz auf. 

In einem persönlichen Dokumentarfilm gibt Regisseur Luka Popadić einen Einblick in die Schweizer Armee aus Sicht von vier Offizieren mit Migrationsgeschichte und hinterfragt auf humorvolle Weise Vorurteile über Heimat, Zugehörigkeit und Integration. Im Anschluss an die Filmpräsentation folgt ein Gespräch mit dem Regisseur. 

Workshops, Gespräche und Stadtrundgänge bieten weitere Möglichkeiten, sich mit dem Thema Rassismus auseinanderzusetzen. 


 

Aktionstage gegen Rassismus
2024 gaben gemäss Fachstelle für Rassismusbekämpfung (FRB) rund 17 Prozent der Wohnbevölkerung an, in den letzten fünf Jahren rassistische Diskriminierung erfahren zu haben. Das ist beinahe jede sechste Person, die in der Schweiz lebt. Grund für die Diskriminierung war ihre Nationalität, Hautfarbe oder ein anderes körperliches Merkmal, die Religion oder die ethnische Herkunft. Die FRB unterstützt die Aktionstage gegen Rassismus in Thun finanziell. 
Zum ganzen Programm

Kompetenzzentrum Integration Thun-Oberland (KIO)
Das KIO ist eine regionale Beratungsstelle und berät und unterstützt (neu) zugezogene Personen bei der Integration. Bei Fragen rund um Rassismus triagiert das KIO an die Beratungsstelle gemeinsam gegen Gewalt und Rassismus (gggfon)Externer Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.. Die Stadt Thun ist seit 2023 Mitglied des gggfon. 

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