FAQs zu Betreuungsgutscheine

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu den Betreuungsgutscheinen. Bei Unklarheiten oder weiteren Fragen helfen wir Ihnen gerne weiter.

Sie erreichen uns per E-Mail unter bg@thun.ch oder telefonisch unter 033 225 86 00 (Dienstag bis Donnerstag von 08.30 bis 12.00 Uhr und am Mittwochnachmittag von 14.00 bis 16.00 Uhr).

Allgemeine Fragen zu Betreuungsgutscheinen

Was ist ein Betreuungsgutschein?

Im Kanton Bern wird die Betreuung in Kitas und Tagesfamilienorganisationen mit Betreuungsgutscheinen vergünstigt. Im System Betreuungsgutscheine vergünstigen die Gemeinden den Besuch einer Kita oder einer Tagesfamilie in dem sie den Eltern mit nachgewiesenem Bedarf Betreuungsgutscheine ausgeben. Die Gutscheinhöhe hängt vom Einkommen, dem Vermögen und der Familiengrösse ab.

Die Eltern können den Gutschein im ganzen Kanton einlösen – wichtig ist nur, dass die Kita oder Tagesfamilienorganisation zum System zugelassen ist. Ob dies der Fall ist, sehen Sie bei den Angaben zur jeweiligen Institution.

Die Auszahlung der Gutscheinbeträge durch die Gemeinde erfolgt an die Institutionen (Kitas und Tagesfamilienorganisationen). Die Institution zieht den Gutscheinbetrag von der monatlichen Rechnung an die Eltern ab.

Wie finde ich einen Kita-Platz?

Bitte wenden Sie sich bevor Sie das Gesuch um einen Betreuungsgutschein bei der Gemeinde einreichen, direkt an die Kita oder Tagesfamilienorganisation und machen Sie einen Vertrag. Ob die Kita oder Tagesfamilienorganisation Ihrer Wahl zum System zugelassen ist, sehen Sie bei den Angaben zur jeweiligen Institution

Welche Kitas/Tagesschulorganisationen nehmen Betreuungsgutscheine an?

Die Eltern können den Gutschein im ganzen Kanton einlösen – wichtig ist nur, dass die Kita oder Tagesfamilienorganisation zum System zugelassen ist. Ob dies der Fall ist, sehen Sie bei den Angaben zur jeweiligen Institution.

Wer hat Anspruch auf einen Betreuungsgutschein?

Die Bedingungen für einen Anspruch auf Betreuungsgutscheine sind:

  • Sie sind wohnhaft in der Stadt Thun
  • Das massgebende Familieneinkommen liegt unter CHF 160'000.-  Zur Berechnung des Nettoeinkommens siehe Wie wird der Betreuungsgutschein berechnet
  • Erwerbspensum
    • Eltern mit Kindern im Vorschulalter von Alleinerziehenden > 20%, Paaren > 120%
    • Eltern mit Kindern ab Kindergarten von Alleinerziehenden > 40%, Paaren > 140%

Der Arbeit gleichgestellt sind:

  • wenn die Eltern eine berufsorientierte Aus- oder Weiterbildung absolvieren
  • wenn die Eltern an einem qualifizierenden Integrations- oder Beschäftigungsprogramm teilnehmen
  • wenn die Eltern aus gesundheitlichen Gründen auf familienergänzende Betreuung angewiesen sind
  • Betreuungsgutscheine werden ebenfalls gewährt, wenn die Betreuung des Kindes zu seiner sprachlichen oder sozialen Integration notwendig ist (Bestätigung einer Fachstelle notwendig).

Wie werden die Gutscheine eingelöst?

Die Eltern können den Gutschein im ganzen Kanton einlösen – wichtig ist nur, dass die Kita oder Tagesfamilienorganisation zum System zugelassen ist. Ob dies der Fall ist, sehen Sie bei den Angaben zur jeweiligen Institution.

Die Auszahlung der Gutscheinbeträge durch die Gemeinde erfolgt an die Institutionen (Kitas und Tagesfamilienorganisationen). Die Institution zieht den Gutscheinbetrag von der monatlichen Rechnung an die Eltern ab. Die Institutionen (Kitas und Tagesfamilienorganisationen) legen ihre Preise selbst fest. Wie viel eine Familie für die Betreuung zahlt, ist deshalb auch vom Tarif des Angebots abhängig. 

Fragen zur Gesuchstellung

Wie beantrage ich einen Betreuungsgutschein?

Suchen Sie eine Kita oder Tagesfamilie Ihrer Wahl und schliessen Sie mit der Institution einen Vertrag ab.

Reichen Sie anschliessend Ihr Gesuch auf dem Onlineportal kiBon mit den nötigen Beilagen ein. Die Schritt für Schritt Anleitung finden Sie hier.

Bitte achten Sie auf das pünktliche und vollständige Einreichen Ihres Antrags. Betreuungsgutscheine können grundsätzlich nicht rückwirkend ausgestellt werden.

Bei Einreichung des Antrags bis zum 15. des Monats, der vor dem Monat liegt, in dem die Betreuung beginnt, garantieren wir einen Gutschein ab Beginn der Betreuung. Beispiel: Die Betreuung beginnt am 1. Mai. Damit Sie Anspruch auf eine Vergünstigung ab Mai erhalten, muss das Gesuch bis spätestens am 15. Ma bei uns eingegangen sein.

Anträge für die neue Gutscheinperiode (also ab 01.08.) müssen jeweils bis zum 10. Juli eingereicht werden.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Haben Sie die Steuererklärung bereits ausgefüllt? Wir benötigen folgende Unterlagen:

  • Die ausgedruckte und unterzeichnete Freigabequittung (per Post)

  • Die vollständige Steuerveranlagung des genannten Jahres (wenn noch nicht vorhanden; die ausgefüllte Steuererklärung inkl. Lohnausweise des genannten Jahres)

⇒ Ab 01.08.2022 können die Steuerdaten neu automatisch aus dem Steuersystem (taxme) abgerufen werden, sofern Ihr kiBon-Antrag über dasselbe BE-Login abgewickelt wurde.

 

  • Nachweis über aktuelles Beschäftiungspensum (z.B. Arbeitsvertrag)

Sind Sie quellenbesteuert oder haben Ihre Steuererklärung noch nicht ausgefüllt? Wir benötigen folgende Unterlagen:

  • Die ausgedruckte und unterzeichnete Freigabequittung (per Post)

  • Sämtliche Lohnausweise des genannten Jahres beider Elternteile

  • Nachweis über aktuelles Beschäftiungspensum (z.B. Arbeitsvertrag)

  • Zinsbescheinigungen sämtlicher in- und ausländischer Bankkonten per 31.12. des Vorjahres

  • Abrechnungen von ALV, AHV, EO etc. (je nach Situation)
  • Belege über gezahlte bzw. erhaltene Alimente (je nach Situation)
  • Belege über den Wert von Liegenschaften, Erbschaften, weiteres steuerbares Vermögen (je nach Situation)
  • Belege über allfällige Schulden

Sind Sie selbständigerwerbend? Wir benötigen folgende Unterlagen:

  • Die ausgedruckte und unterzeichnete Freigabequittung (per Post)
  • Die vollständige Steuerveranlagung des genannten Jahres (wenn noch nicht vorhanden; die ausgefüllte Steuererklärung inkl. Lohnausweise des genannten Jahres)

⇒ Per 01.08.2022 können die Steuerdaten neu automatisch aus dem Steuersystem abgerufen werden, sofern Ihr kiBon-Antrag über dasselbe BE-Login abgewickelt wurde. 

 

  • Nachweis über Geschäftsgewinn der letzten 3 Jahre

  • Nachweis über Selbstständigkeit oder AHV-Bestätigung und Nachweis über das Erwerbspensum

Wie gehe ich vor, um meinen bestehenden Antrag zu mutieren?

Mutationsmeldungen werden erstellt, wenn während der laufenden Gutscheinperiode an einem bestehenden Antrag etwas geändert hat. Beispiele hierfür sind: Kitawechsel, zusätzliche Betreuung, Familienzuwachs, Änderung des Beschäftigungsgrades und vieles mehr.

Wenn Sie während der Gutscheinperiode Ihren bestehenden Antrag mutieren wollen, können Sie dies direkt in kiBon machen.

  1. Loggen Sie sich mit Ihrem BE-Login (E-Mail-Adresse und Passwort) unter www.kibon.ch ein.
  2. Auf der Startseite wählen Sie bei der entsprechenden Gutscheinperiode «ANTRAG MUTIEREN» an.
  3. Ihr Antrag öffnet sich automatisch. Nachdem Sie das Datum der Mutation (heute) eingetragen haben, wählen Sie auf der linken Seite die Rubrik an, welche sich verändert hat und passen die Daten entsprechend an.
  4. Laden Sie die Dokumente hoch, welche für die Mutation relevant sind (z.B. neuer Arbeitsvertrag bei einer Änderung des Beschäftigungsgrades.
  5. Am Schluss geben Sie die Mutation frei, unter der Rubrik «Freigabe».

Die Mutationsmeldung trifft anschliessend automatisch online via kiBon bei uns ein. Wir prüfen Änderungen und stellen Ihnen eine neue aktuelle Verfügung per Post zu.

Mutationsmeldungen werden ab Folgemonat Ihrer Meldung berücksichtigt. Das heisst eine allfällige Erhöhung des Gutscheins wird erst nach Einreichung aller Belege auf den Folgemonat der Meldung möglich.

Bei Fragen oder Unklarheiten zu Mutationsmeldungen sind wir gerne telefonisch für Sie da.

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Finanzielles

Automatischer Steuerabgleich

Ab der Gutscheinperiode 2022/23 verfügt kiBon eine Schnittstelle zum Steuersystem. Um den automatischen Steuerabgleich nutzen zu können, muss die Steuererklärung online (via TaXme) mit dem selben BE-Login wie für kiBon eingereicht worden sein.

Die Antragstellenden bestätigen direkt in kiBon unter den finanziellen Verhältnissen, dass kiBon auf die Steuerdaten der Antragstellenden zugreifen darf. Wenn der Abgleich erfolgreich war, ist die ganze finanzielle Situation für die Antragsteller automatisch ausgefüllt. Wir benötigen somit keine zusätzlichen Dokumente bezüglich finanzielle Verhältnisse.

Bei zwei Antragstellenden wird bei separaten Steuererklärungen die Berechtigungsfrage für beide Antragsteller gestellt. Antragssteller 1 gibt sein Einverständnis direkt im Antrag. Für Antragsteller 2 braucht es zuerst noch eine Verknüpfung zum BE-Login, mit welchem die Steuererklärung ausgefüllt wurde. Hier wird man von kiBon durch den Prozess geführt.

Achtung: Daten, welche in kiBon importiert werden, können aufgrund von bereits durch die Steuerverwaltung vorgenommenen Korrekturen abweichen von den Daten, welche in der Steuerklärung in TaxMe angegeben wurden. Es wird immer der aktuellste Stand importiert.

Betreuungskosten / Kita-Tarife

Die Institutionen (Kitas und Tagesfamilienorganisationen) legen ihre Preise selbst fest. Wie viel eine Familie für die Betreuung zahlt, ist deshalb auch vom Tarif des Angebots abhängig. Ihre Kita oder Tagesfamilienorganisation wird sie über die aktuellen Tarife informieren.

Wie wird der Betreuungsgutschein berechnet?

Die Höhe des Betreuungsgutscheins ist abhängig vom aktuellen Erwerbspensum der Eltern und den finanziellen Verhältnissen im Vorjahr. Der Gutscheinbetrag wird durch das massgebende Einkommen bestimmt und richtet sich nach den Vorgaben der kantonalen Verordnung über die Angebote zur sozialen Integration (ASIV). Die voraussichtliche Gutscheinhöhe können Sie mit dem Gutscheinrechner des Kantons ermitteln.

Das anrechenbare Einkommen  ist die Summe aus Nettolohn (bei Selbständigerwerbenden der durchschnittliche Geschäftsgewinn der letzten drei Jahre), Familienzulagen, Ersatzeinkommen, erhaltene Alimente (Unterhaltsbeiträge), Bruttoerträge aus beweglichem und unbeweglichem Vermögen, Einkommen aus Erbengemeinschaften, Schuldzinsen, Gewinnungskosten und 5 Prozent des Nettovermögens (Nettovermögen = gesamtes Vermögen minus Schulden). 

Von dieser Summe werden geleistete Alimente abgezogen sowie eine Familienpauschale von:

  • Familiengrösse: 2 Personen = kein Abzug (Art. 25 ASIV)
  • Familiengrösse: 3 Personen = Fr. 11’400.00
  • Familiengrösse: 4 Personen = Fr. 24'000.00
  • Familiengrösse: 5 Personen = Fr. 35'000.00
  • Familiengrösse: 6 Personen = Fr. 46'200.00

Wer nach dieser Berechnung über ein höheres massgebendes Einkommen als 160'000.00 Franken verfügt, bekommt keinen Betreuungsgutschein. In diesem Fall wird der jeweilige Kita-Privattarif angewendet.

Meine Steuererklärung ist noch nicht fertig!

Wenn Ihre Steuererklärung noch nicht fertig ist, können Sie stattdessen folgende Dokumente einreichen: 

  • Lohnausweise (Einkommen)
  • Zinsbescheinigungen sämtlicher in- und ausländischer Bankkonten per 31.12. des Vorjahres
  • Abrechnungen von ALV, AHV, EO etc. (je nach Situation)
  • Belege über gezahlte bzw. erhaltene Alimente (je nach Situation)
  • Belege über den Wert von Liegenschaften, Erbschaften, weiteres steuerbares Vermögen (je nach Situation)
  • Belege über allfällige Schulden.

Ich bin Quellenbesteuert und habe keine Steuererklärung

Für die Festlegung des massgebenden Einkommens werden Ihre Jahresnettolöhne und der Quellensteuerabzug sowie 5% Ihres Nettovermögens (Beleg: Zinsnachweise) mit dem Pauschalabzug für die Familiengrösse verrechnet.

Reichen Sie folgende Unterlagen ein:

  • Die ausgedruckte und unterzeichnete Freigabequittung (per Post)

  • Sämtliche Lohnausweise des genannten Jahres beider Elternteile

  • Nachweis über aktuelles Beschäftiungspensum (z.B. Arbeitsvertrag)

  • Zinsbescheinigungen sämtlicher in- und ausländischer Bankkonten per 31.12. des Vorjahres

  • Abrechnungen von ALV, AHV, EO etc. (je nach Situation)

  • Belege über gezahlte bzw. erhaltene Alimente (je nach Situation)

  • Belege über den Wert von Liegenschaften, Erbschaften, weiteres steuerbares Vermögen (je nach Situation)

  • Belege über allfällige Schulden

Wird das Einkommen der Partnerin/des Partners berücksichtigt?

Eltern, die im Konkubinat leben und gemeinsame Kinder haben, werden grundsätzlich gemeinsam veranlagt. Die Länge des Konkubinats spielt dabei keine Rolle. Wenn aber ein Paar im Konkubinat lebt und keine gemeinsamen Kinder hat, wird nach zwei Jahren des Zusammenlebens wie bei einer Heirat oder einer eingetragenen Partnerschaft auch die finanzielle Situation des Partners bzw. der Partnerin berücksichtigt.