Informationen für Fachstellen und Ärzte

Fachstellenbestätigung

Gemäss Artikel 34d der Verordnung über die Angebote zur sozialen Integration (ASIV) ist der Bedarf an familienergänzende Kinderbetreuung auch in folgenden Fällen gegeben:

  • Eltern, deren Betreuungsfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft eingeschränkt ist
  • Eltern, deren Kinder im Hinblick auf den Volksschuleintritt eine soziale oder sprachliche Indikation aufweisen

  • Eltern, deren Kinder aufgrund ihrer besonderen Bedürfnisse einen ausserordentlichen Betreuungsaufwand aufweisen, der höhere Betreuungskosten verursacht

In diesen Fällen müssen die Eltern bei der Einreichung des Antrages um einen Betreuungsgutschein zusätzlich eine Fachstellenbestätigung beilegen. Die Fachstellenbestätigung gilt jeweils für maximal ein Schuljahr (1. August bis 31. Juli).

Die Fachstellenbestätigung für den sprachlichen oder sozio-emotionalen, kognitiven und/oder motorischen Bereich gilt nur für Kinder im Vorschulalter. Für eine Fachstellenbestätigung zur sprachlichen Indikation muss das betreffende Kind mindestens 2 Jahre alt sein. Die Fachstellenbestätigung für den sprachlichen Förderbedarf beträgt immer 40%. Der Förderbedarf im sozio-emotionalen, kognitiven und/oder motorischen Bereich (soziale Indikation) kann je nach Ausmass des Förderbedarfs 20-60% betragen. Eine Kumulation zwischen sprachlicher und sozialer Indikation ist ausgeschlossen. Es gilt das höhere Pensum. 

Die Fachstellenbestätigung wird durch eine Fachstelle bzw. durch einen Arzt/eine Ärztin ausgestellt und muss zusätzlich von den Eltern unterzeichnet werden.

Bestätigung der Arbeitssuche

Ein Betreuungsbedarf ist dann gegeben, wenn andernfalls Familie und Beruf nicht vereinbart werden können. Der Arbeitstätigkeit gleichgestellt ist unter anderem auch die Arbeitssuche. Geben die Erziehungsberechtigten an, dass sie einen Gutschein aufgrund der Arbeitssuche beantragen, wird ein Beleg verlangt. Die Belege werden durch folgende Stellen ausgestellt:

  • Wenn die gesuchstellende Person vom Sozialdienst oder von einem regionalen Partner wirtschaftlich unterstützt wird, stellt der Sozialdienst oder der regionale Partner eine Bestätigung über die Bemühungen und den Umfang der Arbeitssuche aus.
  • Wenn die gesuchstellende Person mit Unterstützung des RAV Arbeit sucht, stellt das RAV eine Bestätigung über die Bemühungen und den Umfang der Arbeitssuche aus.