Klimastrategie 2050

Einladung zum 1. Soundingboard der Klimastrategie Thun

Gestalten Sie die Klimazukunft der Stadt Thun mit!

Um das klimapolitische Ziel Netto Null CO2-Emissionen bis im Jahr 2050 zu erreichen, lässt der Gemeinderat eine Klimastrategie und drei smarte Umsetzungsprojekte erarbeiten. Den Strategieprozess will der Gemeinderat breit abstützen und die Bevölkerung aller Generationen, wie auch Personen aus der Wirtschaft, Politik sowie von Verbänden und Vereinen einladen, sich aktiv einzubringen.

Gerne laden wir die Thuner Bevölkerung zum ersten Soundingboard ein, das sich mit Grundsätzen und Stossrichtungen der Klimastrategie befasst.

• Wann: Montag, 25. April 2022
• Türöffnung und kleiner Imbiss: ab 18.30 Uhr
• Soundingboard: 19.00 - 21.00 Uhr
• Ort: Rathaus Thun, Stadtratssaal
• Anmeldung: bis 19. April 2022 unter An-/Abmeldung Soundingboard

Den angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden vorgängig zur Veranstaltung Unterlagen zur Vorbereitung zugestellt.

Klimastrategie 2050

Die Stadt Thun erarbeitet eine Klimastrategie 2050. In einer Roadmap bis 2050 und kurz- bis mittelfristigen Aktionsplänen wird festgelegt, mit welchen Massnahmen bis ins Jahr 2050 das Ziel Netto-Null Treibhausgasemissionen erreicht werden kann. Die Strategie orientiert sich an den Zielsetzungen des Pariser Klimaabkommens.

Um die technische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Dimension in die Strategie einzubeziehen, verfolgt die Stadt Thun einen Smart City Ansatz. So werden beispielsweie verschiedene räumliche Szenarien anhand von Daten zu Energieverbrauch, Mobilität, Konsum und Affinität der Bevölkerung zu neuen Technologien. Daraus wiederum lassen sich Handlungsfelder und Massnahmen ableiten.

Die Erarbeitung erfolgt in einem partizipativen Prozess. Für die Erarbeitung der Grundlagen wird eine Begleitgruppe aus Fachpersonen und Interessensgruppen beigezogen. Die Ausbreitung der Massnahmen erfolgt unter Einbezug der breiten Öffentlichkeit.  


Grundlagenbericht

Im letzten Jahr erarbeitete die Stadt Thun in Zusammenarbeit mit der Energie Thun AG unter externer Fachberatung den Grundlagenbericht für die Klimastrategie. Der Bericht zeigt den Absenkpfad zur Klimaneutralität für die Stadt Thun auf sowie Szenarien in den Bereichen Gebäude, Mobilität, Gewerbe/Industrie und Photovoltaik.

Link Grundlagenbericht


Frontrunner Projekteingabe

Zur Unterstützung der Gemeinden bei der Zielerreichung Netto-Null-2050 startete das Bundesamt für Energie (BFE) im Mai 2021 eine neue Projektförderung. Dieses Jahr bewarben sich gut 330 Gemeinden in verschiedenen Kategorien. Die Kategorie «Front Runner» ist auf die Ambitioniertesten zugeschnitten, die bereits eine Smart-City- und eine 2000-Watt-/Netto-Null-Strategie verfolgen. Die Stadt Thun gehört nebst Winterthur, St. Gallen, Burgdorf und Schaffhausen zu den Gewinnerinnen.

Um die Bevölkerung in geeigneter Form zu involvieren und motivieren, entwickelte die Stadt Thun im Rahmen der «Front Runner»-Eingabe drei Projekte mit erweiterter Beteiligung:

 1. Aufbau eines «Reallabors»: Dies ist ein Forum für Innovationen, in dem verschiedene Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Behörden und Politik gemeinsam innovative, klimafreundliche Technologien, Produkte, Dienstleistungen oder Ansätze erproben können. Ziel ist es, die Bevölkerung einzubeziehen und unterschiedliche Akteurinnen zusammenzubringen.

 2. Heizungsersatz mit partizipativem Vorgehen: Beratungsangebot zum Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme unter Einbezug der individuellen Bedürfnisse der Hauseigentümerinnen und -eigentümer und der Angebote der lokalen Partnerorganisationen (z.B. Banken, Versicherungen, Energieversorger).

 3. Durchführung einer Projektausschreibung: Die Bevölkerung kann konkrete Klimaprojektideen eingeben. Via Voting entscheiden die Thunerinnen und Thuner, welche Projekte umgesetzt werden.

Alle drei Klimaprojekte verfolgen einen längeren Zeithorizont. Insbesondere das «Reallabor» soll institutionalisiert werden und längerfristig in ein selbständiges Gefäss überführt werden. Mit der Umsetzung der drei Projekte kann die Stadt Thun zur Vorreiterin im Kanton Bern werden, wo es noch keine vergleichbaren Projekte gibt.


Klima- und Energiecharta

Klima- und Energiecharta

Die Stadt Thun gehört zusammen mit Aarau, Baden, Basel-Stadt, Bern, Burgdorf, Landquart, Lausanne, Luzern, Schaffhausen, St. Gallen, Wil und Zürich zu den Erstunterzeichnenden der «Klima- und Energie-Charta Städte und Gemeinden» des Schweizerischen Städteverbands und des Klimabündnis Schweiz. Sie bekennt sich damit zu den Pariser Klimazielen und unterstützt den Bundesrat in seiner im August 2019 beschlossenen Zielsetzung, die Treibhausgasemissionen der Schweiz bis 2050 auf netto null zu reduzieren. Gleichzeitig ermögliche die Charta eine Intensivierung des Austausches mit anderen Schweizer Städten und Gemeinden.

Klima- und Energiecharta

FAQ zur Klima- und Energiecharta

Klimabündnis Schweiz