Sportplätze Thun-Süd: Gemeinderat legt erforderlichen Anträge vor

Der Gemeinderat unterbreitet dem Stadtrat seine Anträge für zwei zusätzliche Kunstrasenfelder neben der Stockhorn Arena. Das Parlament befindet am 5. Juli 2018 über einen Kredit in der Höhe von 3,7 Millionen Franken. Die Volksabstimmung ist für den 23. September 2018 vorgesehen.

Die Stadt Thun wächst – die Sportinfrastruktur muss mitwachsen. Der Gemeinderat will nun die zwei zusätzlichen Kunstrasenfelder bei der Stockhorn Arena realisieren. Dieses Vorhaben entspricht den strategischen Grundlagen der Stadt Thun. Am 11. Juni 2018 stimmte die Burgergemeinde Thun einer Landabgabe an die Stadt Thun im Baurecht zu. Damit ist eine wichtige Voraussetzung erfüllt, um ein sinnvolles Projekt zur Förderung des Breitensportes zum Abschluss zu bringen. Mit der Realisierung der Sportplätze kann Thun als familienfreundliche Stadt mit hohem Freizeitwert weiter gestärkt werden. In Umsetzung eines einstimmig überwiesenen Postulats des Thuner Stadtrates (vgl. Postulat P 5/2016) legt der Gemeinderat dem Parlament am 5. Juli 2018 das Ausführungsprojekt vor.

Breitensport und Nachwuchsförderung
Die beiden zusätzlichen Kunstrasenfelder sind für den Breitensport reserviert. Neben Fussball sollen auf ihnen weitere Ballsportarten ausgeübt werden. Die künftigen Nutzerinnen und Nutzer haben sich in der Interessengemeinschaft „IG Rasenspielfelder Thun-Süd“ organisiert (FC Allmendingen, FC Dürrenast, FC Fortuna, FC Lerchenfeld, FC Rot-Schwarz, Verein FC Thun, AFC Thun Tigers, TV Thun Rugby). Die Vereinsverantwortlichen leisten ehrenamtlich Jugend-, Sozial- und Integrationsarbeit und sorgen für ein vielseitiges Freizeitangebot in der Stadt. Dem Gemeinderat ist es ein wichtiges Anliegen, die in Thun tätigen Vereine in ihrer wichtigen Arbeit zu unterstützen.

Ganzjährige Nutzung dank Kunstrasen
Das überarbeitete Projekt sieht vor, zwei ganzjährig nutzbare Kunstrasenplätze zu erstellen. Auf den Ausbau der Garderoben in der Stockhorn Arena oder einen Neubau weiterer Garderobengebäude wird aus Kostengründen und im Einvernehmen mit der „IG Rasenspielfelder“ verzichtet. Die Infrastrukturanlagen sollen aber optimiert werden. Der Regierungsstatthalter als Baubewilligungsbehörde stimmte dieser Projektänderung am 14. Juni 2018 zu. Der Betrieb, die Belegung und der Unterhalt werden analog der Sportplätze Lachen durch die Stadt Thun sichergestellt.

Finanzpolitische Tragbarkeit, Volksabstimmung im Herbst
Die Investitionskosten für die beiden Kunstrasenspielfelder betragen 3,7 Millionen Franken. Dazu kommen der jährliche Baurechtszins von 114‘780 Franken sowie jährliche Folgekosten von 358‘800 Franken. Der Gemeinderat erachtet diese Kosten als tragbar. Nach den bisherigen Abklärungen sind für die Erstellung der zwei neuen Kunstrasenplätze Subventionsbeiträge aus dem Sportfonds des Kantons Bern in der Höhe von 560‘000 Franken zu erwarten.

Aufgrund der Gesamtkosten liegt das vorliegende Projekt im Zuständigkeitsbereich der Stimmberechtigten. Die Thunerinnen und Thuner entscheiden – vorbehältlich der Zustimmung des Stadtrates – am 23. September 2018 über die Realisierung der zwei Sportplätze.

Keine Präjudizierung durch den vorzeitigen Baubeginn
Da die aktuelle Baubewilligung am 4. August 2018 verfällt, finden Ende Juli erste Bauarbeiten statt. Diese Arbeiten werden jedoch nicht von der Stadt ausgelöst und hängen nicht von der Zustimmung der Stimmberechtigten zur Vorlage ab. Denn in den ersten Wochen werden nur Arbeiten verrichtet, die auch bei einer Ablehnung der Vorlage durch das Volk nötig sind (Aushub Recyclingmaterial); dann müsste das Areal nämlich renaturiert werden. Mit dem Baubeginn wird der Volksbeschluss nicht präjudiziert.

Thun, 19. Juni 2018