Kreisel soll Zu- und Wegfahrt zu Gewerbebetrieben erleichtern

 

Die Einmündung der Schorenstrasse in die C.-F.-L.-Lohnerstrasse in Thun soll zu einem Kreisel umgestaltet, die Schorenstrasse teilweise verlegt, saniert und mit einem Trottoir ergänzt werden. Diese mit einer Arbeitsgruppe erarbeitete neue Verkehrsführung wird insbesondere die Zu- und Wegfahrt zum künftigen Neubau der Meyer Burger AG und zu den Gewerbebetrieben an der Schorenstrasse vereinfachen und Gefahrenstellen eliminieren.

 

Die Kreuzung Schorenstrasse - C.-F.-L.-Lohnerstrasse im Grenzgebiet zwischen dem Thuner Bostuden- und dem Schorenquartier soll zu einem Kreisel umgestaltet, die einmündende Schorenstrasse als Erschliessung des nahen Gewerbegebietes teilweise verlegt, saniert und mit einem Trottoir ergänzt werden. Dafür hat der Thuner Gemeinderat einen Projektierungskredit in der Höhe von 80'000 Franken gesprochen. Die Massnahmen wurden von einer im Zusammenhang mit dem Neubau der Meyer Burger AG gebildeten Arbeitsgruppe, in der auch frühere Einsprecher mitwirkten, erarbeitet. Dabei ergaben sich nach eingehender Beurteilung der Situation und Berücksichtigung der verschiedenen Interessen zwei Schwerpunktmassnahmen:

 

Neuer Kreisel verbessert die Verkehrssituation: Durch den bisher ungünstigen Anschlusswinkel der Einmündung der Schorenstrasse aus dem Gewerbegebiet mit dem Coop Verteilzentrum in die C.-F.-L.-Lohnerstrasse sind nicht alle Abbiegevorgänge ideal fahrbar. Grosse Lastwagen fahren beim Linksabbiegen aus dem Gewerbegebiet Schorenstrasse in die C.-F.-L.-Lohnerstrasse teilweise über das Trottoir und gefährden die zu Fuss Gehenden. Der Platz für Kreuzungsmanöver ist knapp. Lastwagen kommen teilweise nicht aneinander vorbei und fahren deshalb auch durch das Wohnquartier im Bostuden. Mit einem Kreisel auf der Kreuzung können die Verkehrsabläufe wesentlich verbessert und die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden erhöht werden. Die Schorenstrasse soll rechtwinklig aus dem Gewerbegebiet an den neuen Kreisel geführt werden. Dadurch wird gleichzeitig das ganze neue Werkareal der Meyer Burger AG, das zur Zeit noch fertig gestellt wird, für den Lastwagenverkehr über den neuen Kreisel zugänglich. Der Kreisel unterbricht zudem die beiden geraden Strassenstränge der Schorenstrasse und der C.-F.-L.-Lohnerstrasse, was sich positiv auf die Fahrgeschwindigkeiten und die Aufmerksamkeit auswirkt. Die Fussgängerstreifen an der Kreiselperipherie werden durch Mittelinseln sicher ausgestaltet.

 

Schorenstrasse im Bereich Gewerbe und Coop-Verteilzentrum: Die Schorenstrasse im Gewerbegebiet, das auch das Coop-Verteilzentrum umfasst, ist heute als Mischverkehrsfläche ohne Trottoir ausgestaltet. Wer zu Fuss aus den nahe gelegenen Wohnquartieren die Naherholungsgebiete am See erreichen will, benutzt ebenfalls die Schorenstrasse, den Zwetschgenweg sowie die Fussgängerunterführung unter der Bahnlinie hindurch südlich der Gewerbezone. Auch Schulklassen, die den Klettertreff an der Schorenstrasse erreichen wollen, sind hier unterwegs. Dieser Mischverkehr mit immer mehr Fussgängern und Velofahrern einerseits und einer wachsenden Zahl fahrender oder wartender Lastwagen führt zunehmend zu heiklen Situationen. Eine einheitliche Strassenbreite sowie ein neues Trottoir entlang der Ostseite der Schorenstrasse soll diese Situation entschärfen und den zu Fuss Gehenden einen sicheren Raum bieten.

 

Umgestaltung in den Jahren 2013 und 2014 geplant

Das entsprechende Bauprojekt wird nun von einem Ingenieurbüro ausgearbeitet. Ende 2012 oder Anfang 2013 kann das Baugesuch eingereicht werden. Die beiden Teilprojekte Kreisel und Schorenstrasse werden voraussichtlich einzeln in den Jahren 2013 und 2014 gebaut.

 

Arbeitsgruppe erarbeitete Verkehrslösungen

Im Jahr 2010 hatten Anwohner gegen den mittlerweile im Bau befindlichen Hauptsitz der Meyer Burger AG Einsprachen eingereicht. An einem "Runden Tisch" einigte sich die Firma im November 2010 unter der Leitung der Stadt Thun mit den Einsprechern und entschied, dass eine separate Arbeitsgruppe, losgelöst vom Bauprojekt der Meyer Burger AG, Verkehrslösungen vorschlägt. Die von Gemeinderat Roman Gimmel geleitete Arbeitsgruppe besteht aus früheren Einsprechern gegen das Bauvorhaben der Meyer Burger AG, aus Vertretern der Gewerbebetriebe und der Quartierleiste sowie der Stadtverwaltung.

 

Auskünfte an die Redaktionen

 

·       Gemeinderat Roman Gimmel, Vorsteher der Direktion Bau und Lie-genschaften, Tel. 033 225 83 35

 

·       Beat Hämmerli, Projektleiter, Tiefbauamt, Tel. 033 225 84 32

 

Thun, 5. März 2012

Auf dieser Kreuzung - hier der Blick von der C.-F.-L.-Lohnerstrasse Richtung Süden, rechts die Bubenbergstrasse, links die Schorenstrasse - soll künftig ein Kreisel die Verkehrssituation verbessern und die Sicherheit erhöhen.
Die Schorenstrasse als Erschliessung der Gewerbezone mit dem Coop-Verteilzentrum (links im Bild) soll mit einem Trottoir entlang der Ostseite (ebenfalls links) sicherer gestaltet werden.