Stadt stellt RAZ als Asyulunterkunft zur Verfügung - Orientierungsabend am 29. Mai

Bis Ende 2014 stellt die Stadt Thun das RAZ Allmendingen auf Begehren des Kantons Bern als Unterkunft für maximal 140 Asylsuchende zur Verfügung. Die Anlage ausserhalb des Dorfes ersetzt ab 1. Juni die bisherige Notunterkunft Glockental in Steffisburg. Da sie nicht in Schulhaus-Nähe ist und auch oberirdische Aufenthaltsräume bietet, eignet sie sich aus Sicht des Gemeinderates gut als Unterkunft. Als solche ist das RAZ bereits 1999 genutzt worden. Für den Betrieb verantwortlich ist die Asylkoordination Thun, die im Berner Oberland bereits drei weitere Zentren führt.

 

Am 1. Juni werden 70 Asylsuchende, von denen alle heute in der Zivilschutzanlage Glockental in Steffisburg untergebracht sind, ins RAZ Thun-Allmendingen, die frühere „Regionale Zivilschutzanlage“, umziehen. Der Polizei- und Militärdirektor des Kantons Bern, Regierungsrat Hans-Jürg Käser, hatte die Stadt Thun im Herbst letzten Jahres angefragt, ob der Kanton das RAZ als Unterkunft nutzen könne. Der Bund weist dem Kanton Bern 13.5 Prozent der Asylsuchenden zu. Regierungsrat Käser wies die Stadt Thun darauf hin, dass er, gestützt auf Artikel 36 des Kantonalen Bevölkerungsschutz- und Zivilschutzgesetzes (KBZG), Gemeinden verpflichten könne, Schutz suchende Personen kurzfristig unterzubringen, zu verpflegen und zu betreuen. Zudem stelle das Berner Oberland im Vergleich zu andern Regionen des Kantons nicht genügend Unterkünfte zur Verfügung.

 

Der Thuner Gemeinderat handelte in der Folge mit dem für die Unterbringung von Asylsuchenden verantwortlichen kantonalen Migrationsdienst (MIDI) wichtige Rahmenbedingungen für den Betrieb der Unterkunft im RAZ Allmendingen aus:

  • Es werden maximal 140 Asylsuchende untergebracht.
  • Der Mietvertrag ist bis Ende 2014 befristet. Sollte der Betrieb aus irgendwelchen Gründen untragbar werden, kann das Mietverhältnis nach jeweils sechs Monaten mit einer Frist von einem Monat gekündigt werden.
  • Es ist eine zentrale Anlaufstelle bzw. Hotline einzurichten, an welche sich die Bevölkerung mit ihren Fragen wenden kann.
  • Es sollen nicht nur Einzelpersonen, sondern auch Familien ins RAZ zugewiesen werden – es ist ein möglichst hoher Anteil an Familien anzustreben.

RAZ Allmendingen ist in Thun die einzige Möglichkeit

Für den Gemeinderat stellt das RAZ Allmendingen die einzige Möglichkeit dar, in Thun Asylsuchende unterzubringen. Am 16. Dezember 2011 hat sich der Thuner Stadtrat ohne Gegenstimmen dafür ausgesprochen, dass keine Asylunterkünfte in Schulhäusern oder in unmittelbarer Nähe dazu eingerichtet werden. Diese Bedingungen erfüllt das RAZ. „Der Gemeinderat begrüsst es zudem, dass die Unterkunft auch oberirdische Räume aufweist“, ergänzt Gemeinderat Peter Siegenthaler, Vorsteher der Direktion Sicherheit und Soziales. Insbesondere Aufenthalts- und Essräume befinden sich im Parterre. Von Vorteil ist auch die Lage des RAZ, das etwa 400 Meter von den nächsten Wohnhäusern entfernt liegt.

 

Asylkoordination Thun ist für Betrieb verantwortlich

Verantwortlich für den Betrieb der Unterkunft ist die Asylkoordination Thun (AKT), die zur Direktion Sicherheit und Soziales gehört. Die AKT betreibt bereits die Durchgangszentren Hondrich, Unterseen und Matten.

 

Räume wurden baulich angepasst

Damit das RAZ als Unterkunft genutzt werden kann, mussten in den letzten Wochen einige Kücheninstallationen und sanitäre Einrichtungen erneuert werden. Zudem wurden die Fluchtwege überprüft und geringfügig angepasst.

 

Kantonspolizei und Sicherheitsfirmen gewährleisten Sicherheit

Eine hohe Priorität beim Betrieb der Unterkunft setzen Kanton und Stadt bei der Sicherheit, sowohl für die Bewohnerinnen und Bewohner der Unterkunft wie auch für die lokale Bevölkerung.  Die Kantonspolizei und private Sicherheitsfirmen gewährleisten die Sicherheit.

 

Hotline für Anliegen der Bevölkerung in Betrieb

Für Fragen und Anliegen der Bevölkerung ist eine Hotline unter der Telefonnummer 033 437 37 25 in Betrieb.

 

 

Orientierungsabend am Mittwoch, 29. Mai

mit Regierungsrat Hans-Jürg Käser

 

Am Mittwochabend, 29. Mai 2013 um 20.00 Uhr findet im Saal des RAZ Allmendingen ein Informationsabend zur Unterkunft für Asylsuchende statt.

 

Informieren und Fragen beantworten werden:

 

Regierungsrat Hans-Jürg Käser, Polizei- und Militärdirektor Kanton Bern;

Iris Rivas, Leiterin Migrationsdienst des Kantons Bern;

Stadtpräsident Raphael Lanz;

Gemeinderat Peter Siegenthaler, Vorsteher der Direktion Sicherheit und Soziales der Stadt Thun;

Hermann Jutzi, Chef Polizei Thun.

 

Ebenfalls anwesend sein werden weitere Fachleute des Kantons und der Stadt Thun.

 

Auskünfte an die Redaktionen:

 

Kanton Bern:

  • Regierungsrat Hans-Jürg Käser, Polizei und Militärdirektor des Kantons Bern, Tel. 031 633 47 26
  • Iris Rivas, Leiterin Migrationsdienst des Kantons Bern,
    Tel.
    031 633 47 01, 11.00 bis 12.00 Uhr

Stadt Thun:

  • Gemeinderat Peter Siegenthaler, Vorsteher der Direktion Sicherheit und Soziales, Tel. 033 225 84 93
  • Stadtpräsident Raphael Lanz, Vorsteher der Direktion Präsidiales und Finanzen, Tel. 033 225 82 15

 

 

 

 

Thun, 21. Mai 2013