Reges Interesse an Wirteschulung zu Jugendschutz

Das Gewerbeinspektorat der Stadt Thun führt zusammen mit dem Blauen Kreuz Bern erstmals eine Wirteschulung zum Thema Jugendschutz durch. Das Angebot findet Anklang: 30 Wirtinnen und Wirte haben sich für den Kurs im Rathaus angemeldet.

 

Im Zuge der jährlichen Testkaufserien in Thun stellt das Gewerbeinspektorat der Stadt Thun immer wieder fest, dass ein Grundwissen um den Jugendschutz im Bereich Alkohol- und Tabakprävention zwar vorhanden ist, es aber doch recht häufig an der entsprechenden Umsetzung bzw. der Schulung der Mitarbeitenden scheitert. In Zusammenarbeit mit dem Blauen Kreuz Bern wurde deshalb ein Kurs für Wirtende vorbereitet und angeboten. Das Echo war sehr gut: 30 Wirtinnen und Wirte haben sich angemeldet.

 

Schwerpunkt bei konkreten Fallbeispielen

An der Schulung im Rathaus Thun (siehe Kasten) werden Grundlagen über die rechtlichen Jugendschutzbestimmungen und Best- practice-Massnahmen für deren Umsetzung vermittelt. Ein Schwerpunkt wird auf die Besprechung konkreter Fallbeispiele gelegt. Zusammen mit den Teilnehmenden werden schwierige Situationen analysiert und mögliche Reaktionen besprochen.

 

Bestimmungen kennen und auch anwenden können

Die rechtlichen Jugendschutzbestimmungen wurden erlassen, um die Gesundheit der Jugendlichen zu schützen und dem Alkoholmissbrauch vorzubeugen. Der Körper reagiert im Wachstum besonders sensibel auf Alkohol und Tabak. Regelmässiger sowie übermässiger Konsum verändert das jugendliche Gehirn nachhaltig und negativ. Zudem vergrössert sich bei einem frühen Konsum das Risiko einer späteren Suchtentwicklung. Suchtprävention ist nur dann erfolgreich, wenn alle Akteure am gleichen Strick ziehen. Dies betrifft auch Personen in der Gastronomie. Sie müssen die Jugendschutzbestimmungen nicht nur kennen, sondern auch anwenden können, wenn Jugendliche versuchen, bei ihnen Alkohol zu kaufen.

 

Fachstelle Suchtprävention in Bern

arbeitet gemäss Leistungsvereinbarung mit Kanton

 

Die Fachstelle für Suchtprävention in Bern behandelt Fragen zu Gesundheitsförderung, Suchtprävention und Sucht. Als Teil des Blauen Kreuzes Kanton Bern erbringt sie ihre Leistungen in Übereinstimmung mit dessen Leitbild und Strategie. Die Arbeit der Fachstelle orientiert sich an anerkannten fachlichen Konzepten und basiert auf dem christlichen Glauben. Als diakonisches Hilfswerk ist die Fachstelle jedoch politisch und konfessionell unabhängig. Ein zentraler Bestandteil der Arbeit ist das Engagement von Freiwilligen. Die meisten Angebote der Fachstelle für Suchtprävention sind Teil einer Leistungsvereinbarung mit der Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern (GEF). Das Blaue Kreuz finanziert sich zusätzlich durch Gelder der bernischen Landeskirche, durch Spenden und durch Erträge aus Dienstleistungen.

 

Weitere Informationen zur Fachstelle für Suchtprävention: www.be.suchtpraevention.org

 

 

Auskünfte an die Redaktionen

 

  • Gemeinderat Peter Siegenthaler, Vorsteher der Direktion Sicherheit und Soziales, Tel. 033 225 84 93

 

  • Reto Keller, Gewerbeinspektor, Tel. 033 225 84 90

 

 

 

Thun, 3. September 2013