Mehr und bessere WC-Anlagen - erste Massnahmen im Bonstettenpark

Nicht zuletzt im Hinblick auf die 2014 stattfindenden Feierlichkeiten zu „750 Jahre Handfeste“ will Thun als elftgrösste Schweizer Stadt ihr Angebot an öffentlich zugänglichen Toiletten verbessern, die Sauberkeit erhöhen, die Standorte optimieren und besser ausschildern. Mit zusätzlichen Wegweisern und Beschriftungen zu den WC-Anlagen im Bonstettenpark ist kürzlich ein erster Schritt erfolgt. Geprüft wird zudem „die nette Toilette“ – die andernorts praktizierte Mitbenutzung von Toiletten in privaten Gastronomiebetrieben.  

 

Immer wieder bemängeln sowohl Einheimische wie auch Gäste die ungenügende Beschilderung, den schlechten Zustand, unpassende Standorte oder die zu geringe Anzahl der öffentlichen Toilettenanlagen in der Stadt Thun. Mehrmals war die Problematik Thema im Stadtrat, und der Seniorenrat stellte Ende 2011 einen Antrag zur Sanierung der heute 19 WC-Anlagen auf Stadtgebiet. Wenn nun kürzlich an vier Wegkreuzungen im Bonstettenpark Wegweiser zu den Toiletten beim TCS-Camping aufgestellt und die Piktogramme erneuert wurden, ist dies der erste Schritt einer Reihe von Massnahmen, die der Thuner Gemeinderat auf Empfehlung einer vor einem Jahr eingesetzten, zehnköpfigen Arbeitsgruppe beschlossen hat. Darin waren die  Innenstadtgenossenschaft Thun (IGT), der Seniorenrat, „Hindernisfreies Bauen“, das Amt für Stadtliegenschaften, das Stadtmarketing, das Gewerbeinspektorat und das Tiefbauamt vertreten. Die Arbeitsgruppe besichtigte und analysierte mehrere moderne Anlagen in Bern. In Kenntnis der Ergebnisse gab der Gemeinderat ein Konzept in Auftrag. Er wünscht ein pragmatisches Vorgehen und rasche Lösungen nach folgenden Grundsätzen:

 

  • Zu den Standorten: Öffentliche Toilettenanlagen sollen an stark frequentierten Orten angeboten werden – primär in der Innenstadt. Dazu sollen zusätzliche mögliche Standorte geprüft werden.
  • Zu den Standards: Die Beschriftungen und Beschilderungen vor Ort, aber auch die Wegweiser müssen insbesondere in der Innenstadt verbessert werden. Alle Anlagen sollen einen einladenden Eindruck vermitteln. Sie sollen sauber, sicher, einfach zu unterhalten und möglichst vandalensicher sowie, wenn möglich, rollstuhlgängig sein.
  • Zur Zusammenarbeit mit Privaten: In der Innenstadt soll das etwa in Deutschland und einigen Schweizer Städten bekannte Angebot der „netten Toilette“, also das Zurverfügung-Stellen privater WCs in Restaurants, Bars etc., geprüft werden.

 

„Wir möchten bis 2014, wenn die Feierlichkeiten zu 750 Jahren Handfeste angesagt sind, eine wesentliche Verbesserung der Situation erreicht haben“, sagt Gemeinderat Roman Gimmel, als Vorsteher der Direktion Bau und Liegenschaften für die Umsetzung verantwortlich. Zurzeit werden, wie im Bonstettenpark, Schritt für Schritt Wegweiser und Beschriftungen verbessert. Zudem führt Roman Gimmel erste Gespräche mit Inhabern von Gastronomiebetrieben, um zu prüfen, ob sich die „netten Toiletten“ realisieren lassen.

 

Roman Gimmel: „Als elfgrösste Stadt der Schweiz wollen wir, dass es Einheimischen und Gästen hier wohl ist – und dazu gehört auch, dass den nahe liegendsten menschlichen Bedürfnissen Rechnung getragen wird.“

Auskünfte an die Redaktionen:

 

  • Gemeinderat Roman Gimmel, Vorsteher der Direktion Bau und Liegenschaften, Tel. 033 225 83 33

 

Thun, 21. Juni 2013