Thunersee-Pegel: Lage beruhigt sich, aber Vorsicht ist weiterhin geboten

Seit Donnerstag dieser Woche hat sich der Pegel des Thunersees zunächst stabilisiert und dann langsam zu sinken begonnen. Das trockene Wetter am Wochenende wird zu einer weiteren Beruhigung der Lage führen. Doch Seeanstösser werden aufgefordert, ihre privaten Schutzmaterialien bereitzuhalten: Ab Montag ist mit erneuten starken Niederschlägen zu rechnen.

 

Die Hochwassersituation am Thunersee entspannt sich etwas, wird sich aber zu Beginn der nächsten Woche mit neuen Niederschlägen möglicherweise wieder verschärfen. Am Donnerstagmittag, 5. Juli erreichte der Pegel des Thunersees den Stand von 558.10 M. ü. M. Er lag damit 10 cm über der Vorwarngrenze und 20 cm unter der reglementarischen Schadensgrenze (558.30 M.ü.M.). Seither ist der See wieder leicht abgesunken. Am Freitagmittag lag er bei 558.06. Das Gemeindeführungsorgan der Stadt Thun (GFO) traf sich zu einem Rapport, um die Lage zu besprechen. Für das Wochenende ist zwar Entspannung angesagt, doch ab Sonntagabend und insbesondere am Montag könnten starke Regenfälle eintreten.

 

Das GFO gibt Seeanstössern deshalb folgende Hinweise:

’·        Sie werden aufgefordert, ihre eigenen Schutzmaterialien einsatzbereit zu halten und die Lage aufmerksam zu überwachen - gemäss den letztes Jahr an alle Haushalte verteilten "Hochwasser-Checklisten".

’·        Gemäss diesen Checklisten (Kapitel: "Vor dem Hochwasser") ist u.a. auch die Notausrüstung mit Radio, Notbeleuchtung, Notproviant u.ä. zu übeprüfen, wassergefährdende Stoffe sind sicher zu lagern, und im Keller ist nur aufzubewahren, was durch eine Überschwemmung nicht gefährdet werden kann.

’·        Wer demnächst in die Ferien verreist, sollte auch bezüglich allfälliger Hochwasser- oder Grundwassergefahren sicherstellen, dass jemand die Liegenschaft überprüfen kann.

’·        Die Checklisten, der Seepegelstand, die neusten Medienmitteilungen des GFO sowie weitere Informationen sind auch im Internet auf www.thun.ch, Link "Hochwasserschutz" (Startseite oben) zu finden.

Über die Abgabe von Sandsäcken und andern Schutzmaterialien durch die Wehrdienste sowie die Einrichtung der bewährten Infoline wird die GFO informieren, sobald die Lage es erfordert. Zurzeit werden diese Massnahmen im Hintergrund vorbereitet. Feuerwehr, Zivilschutz und Fachleute der Stadtverwaltung sind vorinformiert.

 

Die GFO Thun wird die Situation auch am Wochenende in engem Kontakt mit dem Wasserwirtschaftsamt des Kantons verfolgen und bei Bedarf über die Medien, insbesondere Radio BeO und Radio DRS, informieren. Auch diese Mitteilungen sind jeweils im Internet auf www.thun.ch zu finden.

 

Die beiden Aareschleusen in der Stadt Thun, die durch das Wasserwirtschaftsamt von Bern aus gesteuert werden, bleiben voll geöffnet.

 

 

Auskünfte an die Redaktionen:

  • Peter Siegfried, Stv. Chef GFO,
    Tel. 079 656 65 90
  • Jürg Alder, Informationsbeauftragter der Stadt Thun / GFO, Tel. 079 475 18 30

 

 

Thun, 6. Juli 2007 / 12 Uhr