Thunersee-Pegel steigt wieder - GFO rät, Schutzmassnahmen beizubehalten

Seit heute Montag früh um vier Uhr steigt der Pegel des Thunersees infolge neuer Niederschläge wieder kontinuierlich an. Es ist möglich, dass im Verlauf der Nacht auf den Dienstag die Vorwarngrenze von 558.00 M. ü. M. wieder erreicht und überschritten wird. Das Gemeindeführungsorgan (GFO) Thun rät Seeanstössern daher dringend, die persönlichen Schutzmassnahmen beizubehalten und sich laufend über Radio und Internet zu informieren.

 

Auf einen fast normalen Wert - auf 557.80 M. ü. M. - ist der Pegel des Thunersees übers Wochenende abgesunken. Doch seit Montagmorgen früh um vier Uhr steigt er wieder an und hat heute kurz vor 17 Uhr 557.89 M. ü. M. erreicht. Angesichts der stark durchnässten Böden, die kein Wasser mehr aufnehmen können, ist ein weiterer Anstieg des Sees zu erwarten. Das GFO Thun rechnet damit, dass die Vorwarngrenze von 558.00 M. ü. M. in der Nacht auf morgen Dienstag überschritten wird. Sobald es so weit ist, wird die Kerngruppe des GFO zusammentreten, Massnahmen beschliessen und wiederum informieren.

 

Schadensgrenze könnte erreicht werden

Weiterhin muss damit gerechnet werden, dass die Schadensgrenze von 558.30 M. ü. M. im Verlauf des Dienstags oder des Mittwochs erreicht wird. Daher rät das GFO Seeanstössern und Bewohnern in gefährdeten Gebieten, die bereits letzten Freitag bekannt gegebenen Sicherheitsmassnahmen weiterhin aufrechtzuerhalten:

’·        Die eigenen Schutzmaterialien einsatzbereit halten und die Lage aufmerksam überwachen - gemäss den an alle Haushalte verteilten "Hochwasser-Checklisten".

’·        Notausrüstung mit Radio, Notbeleuchtung, Notproviant u.ä. zu übeprüfen, wassergefährdende Stoffe sicher lagern. Im Keller nur aufbewahren, was durch eine Überschwemmung nicht gefährdet werden kann.

’·        Sich laufend über die Lage informieren, insbesondere am Morgen halbstündlich ab 6 Uhr auf Radio BeO (88.8 oder 95.9 MHz, auf Kabel 107.40 MHz) Info-Sendungen hören. Auch das Regionaljournal DRS informiert u.a. nach den 06.30-, 07.30- und 08.00-Uhr-Nachrichten.

’·        Die Checklisten, der Seepegelstand, die neusten Medienmitteilungen des GFO sowie weitere Informationen sind auch im Internet auf www.thun.ch, Link "Hochwasserschutz" (Startseite oben) zu finden.

Über die Abgabe von Sandsäcken und andern Schutzmaterialien durch die Wehrdienste sowie die Einrichtung der bewährten Infoline wird die GFO informieren, sobald die Lage es erfordert.

 

Die beiden Aareschleusen in der Stadt Thun, die durch das kantonale Wasserwirtschaftsamt von Bern aus gesteuert werden, bleiben voll geöffnet.

 

 

Auskünfte an die Redaktionen:

  • Peter Siegfried, Stv. Chef GFO,
    Tel. 079 656 65 90
  • Jürg Alder, Informationsbeauftragter der Stadt Thun / GFO, Tel. 079 475 18 30

 

 

Thun, 9. Juli 2007 / 17 Uhr