Neue Leitung des städtischen Rechtsdienstes - Marius Mauron geht in Pension

Marius Mauron, langjähriger Chef Rechtsdienst der Stadt Thun, übergibt Ende März seine Aufgaben an Anne-Marie Jäggi und geht vorzeitig in Pension. Stadtpräsident Raphael Lanz würdigte anlässlich der Verabschiedung von Marius Mauron dessen vielfältige Verdienste nach 34 Jahren bei der Stadt.

 

Mit Fürsprecher Marius Mauron, Leiter des städtischen Rechtsdienstes, verlässt per Ende März eine die Behördentätigkeit prägende Persönlichkeit die Stadtverwaltung Thun: Marius Mauron trat am 1. März 1980 als Jurist in den Dienst der Stadt Thun. Nun geht er mit 62 Jahren vorzeitig in Pension. Marius Mauron arbeitete zunächst für die Stadtkanzlei, dann ab 1982 bis 1986 in den damaligen Sozialdiensten als juristischer Sekretär von Mietamt, Arbeitsgericht und Vormundschaftskommission. Anschliessend wechselte er zurück in die Stadtkanzlei. Seit 1990 hat er die Leitung des zentralen städtischen Rechtsdiensts inne.

 

In seiner Funktion hat Marius Mauron über Jahrzehnte die mannigfaltigsten Geschäfte und Projekte an der Schnittstelle zwischen Recht und Politik aus juristischer Sicht leitend und begleitend betreut und dabei auch viele bleibende Spuren hinterlassen. So ist er z. B. der „Vater“ der seit 2002 geltenden Stadtverfassung, welche heute den rechtlichen Rahmen für Politik und Verwaltung bildet. Nebenamtlich wirkte er längere Zeit auch als Präsident von Mietamt und Arbeitsgericht, setzte als Baukommissionspräsident ein grösseres Bauvorhaben der städtischen Pensionskasse um, war Präsident der Stiftung für betreutes Leben und Arbeiten (Silea) im Gwatt und nahm als Vertreter der Stadt auch Einsitz in anderen Gremien. 2006 übernahm er infolge schwerer Erkrankung des damaligen Stadtschreibers kurzfristig ebenfalls die Funktion Ratssekretär des Gemeinderates und übte dieses Doppelamt bis August 2011 aus.

 

Anlässlich der Verabschiedung von Marius Mauron würdigte Stadtpräsident Raphael Lanz dessen langjährige, grosse Verdienste: „Marius Mauron war das juristische Gewissen sowohl des Gemeinderates wie auch der Verwaltung. Sein grosses Fachwissen, seine präzisen Überlegungen, aber auch sein Pragmatismus und nicht zuletzt sein bekannter Humor haben uns in zahlreichen schwierigen Dossiers weiter geholfen und vorangebracht“, erinnerte sich Lanz. Ganz besonders geschätzt hat der Gemeinderat Marius Maurons Unterstützung vor rund vier Jahren, als die in ihrer Mehrheit neu besetzte Stadtregierung sich in ihre komplexen Aufgaben einarbeitete. „In dieser anspruchsvollen Anfangsphase gab er uns als damaliger Ratssekretär sowohl fachlich wie menschlich viel Sicherheit“, hielt der Stadtpräsident fest.

 

Mit Fürsprecherin Anne-Marie Jäggi, geb. 1967, übernimmt seine erfahrene und bestens eingeführte Stellvertreterin die Nachfolge, welche seit rund zwei Jahren beim städtischen Rechtsdienst arbeitet. Sie war in ihrer Laufbahn u.a. während mehr als neun Jahren als Juristin auf dem Regierungsstatthalteramt Thun tätig. Sie ist deshalb mit den Thuner Verhältnissen bestens vertraut.

 

Auskünfte an die Redaktionen:

 

  • Stadtpräsident Raphael Lanz, Tel. 033 225 82 15

 

 

Thun, 28. März 2014