Gemeinderat empfängt Zähringerstädte zu "Rendez-vous"

Die zwölf Zähringerstädte Bern, Bräunlingen, Burgdorf, Freiburg im Breisgau, Freiburg im Uechtland, Murten, Neuenburg am Rhein, Rheinfelden, St. Peter, Thun, Villingen-Schwenningen und Weilheim pflegen seit Jahrzehnten eine Städtepartnerschaft. Zum Jubiläum „750 Jahre Thuner Stadtrechte“ empfängt der Gemeinderat die befreundeten Städte heute Freitag, 9. und morgen Samstag, 10. Mai zum „Rendez-vous“ in Thun.

 

Im Rahmen des Jubiläums „750 Jahre Thuner Stadtrechte“ empfängt der Thuner Gemeinderat an diesem Wochenende Behördendelegationen der befreundeten Zähringerstädte. Der Anlass bietet dem Thuner Gemeinderat Gelegenheit, sich mit Amtskolleginnen und -kollegen auf kantonaler, nationaler und internationaler Ebene auszutauschen. Auf dem Programm stehen am Freitag ein gemeinsames Abendessen im Rathaus sowie ein Besuch der Licht- und Toninszenierung „Rendez-vous Thun“. Am Samstag folgen dann eine Stadtführung sowie eine Führung durch die Sonderausstellung „Anno 1264“ und die neue Dauerausstellung im Schlossmuseum.

 

Stadtpräsident: „Eine schöne und lange Tradition“

Die Partnerschaft zwischen den Zähringerstädten besteht seit den 1950-er Jahren. Die zwölf Städte haben zahlreiche städtebauliche Gemeinsamkeiten und stehen vor ähnlichen Herausforderungen. Der Austausch von Erfahrungen unter den Behörden ist deshalb sehr wertvoll. Der Thuner Stadtpräsident Raphael Lanz freut sich auf das Treffen: „Es ist eine schöne und lange Tradition, dass diejenigen Zähringerstädte, die ein Jubiläum oder ein grosses Stadtfest feiern, die anderen Zähringerstädte zu diesen Festivitäten einladen. Es freut uns, dass wir an diesem Wochenende als Gastgeber auftreten dürfen. Mit dem Anlass „Rendez-vous Thun“, dem Thuner Weg und den beiden neuen Ausstellungen im Schlossmuseum können wir unseren Gästen ein attraktives, abwechslungsreiches und farbenfrohes Programm bieten.“

 

Ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit der Zähringerstädte ist das Zähringerwappen aus Mosaiksteinen aus dem Jahr 1999, das sich an der Ecke Obere Hauptgasse / Rathausplatz befindet. Solche Steinwappen gibt es in verschiedenen Zähringerstädten. Sie sind ein Symbol der Freundschaft unter den Zähringerstädten und sollen die gemeinsame Geschichte unterstreichen.

 

Der letzte grosse Thuner Anlass mit den Zähringerstädten fand im Jahr 2000 statt. Damals gab es in Thun ein grosses Fest der Freundschaft. Die Zähringerstädte hatten Gelegenheit, sich mit kulturellen und kulinarischen Attraktionen im besten Licht zu präsentieren. Die Zusammenarbeit der Zähringerstädte soll auch in touristischer Hinsicht spürbar sein. Das gegenseitige Bekanntmachen soll die Bevölkerung dazu anregen, die eine oder andere Partnerstadt zu besuchen.

 

 

Die Zähringer

Die Zähringer errangen im 12. Jahrhundert im heutigen Südwestdeutschland und in der heutigen Schweiz eine bedeutende Machtstellung, ohne jedoch ein zusammenhängendes Herrschaftsgebiet formen zu können. Der Silberbergbau im Schwarzwald bildete eine wichtige finanzielle Grundlage. Die Zähringer gründeten in ihrem Einflussbereich zahlreiche Städte, Dörfer und Klöster. Einheitliches Recht, zentrale Verwaltung sowie grösstmögliche Freiheit für die Bürger der Städte kennzeichneten den Herrschaftsbereich der Zähringer. Um 1190 erbauten die Zähringer in Thun das heutige Schloss und erweiterten die bestehende Siedlung beim verkehrstechnisch wichtigen Flussübergang um die Obere Hauptgasse bis zum heutigen Rathausplatz. Als das Geschlecht der Zähringer 1218 ausstarb, erbten die Grafen von Kyburg die Stadt.

 

 

Die zwölf Zähringerstädte

In der Schweiz und in Deutschland gibt es je sechs Zähringerstädte. In der Schweiz sind es Bern, Burgdorf, Freiburg im Uechtland, Rheinfelden, Murten und Thun, in Deutschland Bräunlingen, Freiburg im Breisgau, Neuenburg am Rhein, St. Peter, Villingen-Schwenningen und Weilheim an der Teck. Sie alle liegen entweder am Unterrhein oder im Schwarzwald.

 

Weitere Informationen: www.zaehringerstaedte.eu

 

Auskünfte an die Redaktionen:

 

·       Raphael Lanz, Stadtpräsident, Tel. 033 225 82 15

·       Bruno Huwyler Müller, Stadtschreiber, Tel. 033 225 82 18

 

Thun, 9. Mai 2014