Thun-Panorama: Neue Lichtkuppel ermöglicht Beginn der Restaurierung

Auf einem Spezialfahrzeug wird heute Dienstag, 13. Mai im Schadaupark in Thun eine neue Lichtkuppel für das Thun-Panorama angeliefert. Ihre Montage mittels Pneukran ermöglicht den planmässigen Start der Restaurierung des ältesten Rundbildes der Welt. Dank verbesserten Lichtverhältnissen wird die optische Inszenierung erneuert. Nach der Restaurierung wird das Rundbild anlässlich der Eröffnung im Herbst in neuem Glanz erstrahlen.

 

Läuft alles nach Plan, kommt die neue Lichtkuppel für das Thun-Panorama heute Dienstag um 09.30 Uhr auf einem Tieflader von Lützelflüh her im Thuner Schadaupark an. Das 500 kg schwere Objekt aus Polyester mit einem Durchmesser von fünf Metern ist von der Firma Rotaver Composites AG in Lützelflüh im Emmental hergestellt worden. Der Sondertransport nach Thun wird ungefähr anderthalb Stunden dauern. Vor Ort im Schadaupark wird ein Pneukran der Thuner Firma Schmutz Söhne AG die Kuppel vom Transportfahrzeug heben und auf der Rotunde platzieren. Zuvor wird die alte Kuppel entfernt, zerschnitten und zur Entsorgung bereit gemacht.

 

Seit Juli 2013 wird der Rundbau des Thun-Panoramas im Schadaupark saniert und erweitert. Der Erweiterungsbau, welcher den bestehenden Rundbau aus den 1960er-Jahren von Karl Keller ergänzt, nimmt Form an. Im April wurden in dem vom Luzerner Architekturbüro Graber und Steiger entworfenen Gebäude die grossen Glasfronten eingebaut, im Mai erfolgt der Innenausbau samt Montage der Haustechnik.

 

Kuppel ermöglicht bessere Ausleuchtung

Die Montage der neuen Lichtkuppel setzt das Startzeichen für die Restaurierung des über 200 Jahre alten Rundbildes von Marquard Wocher. Die Kuppel wird, in Kombination mit modernen Leuchtkörpern, das Bild besser ausleuchten und die Farben lebhafter erscheinen lassen. Sie wurde in einem aufwendigen Verfahren produziert und ersetzt die alte, verwitterte Kuppel. Ein Team von Restauratoren rund um Michael Fischer wird nun die Restaurierung des Thun-Panoramas in Angriff nehmen. Sie wird über drei Monate in Anspruch nehmen.

 

Den Restaurator/innen über die Schulter schauen

Während dieser Zeit wird das Thun-Panorama an ausgewählten Tagen für öffentliche Führungen geöffnet. Es besteht die einzigartige Möglichkeit, den Restauratoren über die Schultern zu blicken, die Arbeitsfortschritte zu beobachten und Hintergrundinformationen zum Gemälde und der Restaurierungstechnik zu erfahren (siehe Kasten).

 

Eröffnung im Herbst mit Fest und Familiensonntag

Im Herbst – das genaue Datum kann demnächst bekannt gegeben werden – wird der neue Anbau samt saniertem Rundbau und restauriertem Rundgemälde nach gut einjährigen Arbeiten mit einem grossen Fest und einem Familiensonntag wieder eröffnet.

 

 

Führungen mit Schau-Restaurierung

 

An den nachstehenden Daten finden während der Restaurierung Führungen durch das Thun-Panorama statt. Sie bieten Gelegenheit, den Restauratoren bei der Arbeit zuzuschauen:

 

Mittwoch, 11. Juni, 17.15 Uhr, mit Barbara Berger, wissenschaftliche Mitarbeiterin Kunstmuseum Thun;

Mittwoch, 18. Juni, 17.15 Uhr, mit Anja Seiler, wissenschaftliche Assistentin Kunstmuseum Thun;

Sonntag, 29. Juni, 11.15 Uhr, mit Barbara Berger, wissenschaftliche Mitarbeiterin Kunstmuseum Thun;

Mittwoch, 16. Juli, 17.15 Uhr, mit Helen Hirsch, Direktorin Kunstmuseum Thun;

Mittwoch, 13. August, 17.15 Uhr, mit Sara Smidt, Leiterin Kunstvermittlung, Kunstmuseum Thun.

 

Ort: Thun-Panorama, Schaudaupark, Thun

Treffpunkt: Bautafel, auf Seite des Spielplatzes

Dauer: ca. 1 Stunde

Kosten: Fr. 10.- pro Person

Wichtig: Festes Schuhwerk obligatorisch. Die Begehung der Baustelle geschieht auf eigenes Risiko.

Anmeldung: Bis spätestens zwei Arbeitstage vorher an panoramatest@thun.ch oder Tel. 033 225 84 20

 

Auskünfte an die Redaktionen:

 

Zu baulichen Fragen:

  • Gemeinderat Roman Gimmel, Vorsteher der Direktion Bau und Liegenschaften, Tel. 077 405 48 18
  • Georg Müller, Projektleiter, Amt für Stadtliegenschaften, Tel. 033 225 83 91

 

Zu Fragen betr. Restaurierung des Rundbildes:

  • Gemeinderätin Ursula Haller, Vorsteherin der Direktion Bildung Sport Kultur, Tel. 033 225 83 93
  • Helen Hirsch, Direktorin Kunstmuseum Thun,
    Tel. 033 225 84 87

 

 

Thun, 13. Mai 2014