Rosskastanie beim Alten Waisenhaus musste gefällt werden

Ein markanter Rosskastanienbaum beim Alten Waisenhaus in Thun musste wegen grosser Sturzgefahr kurzfristig gefällt werden. Die Baumkrone ist zwar noch erstaunlich vital, die Wurzeln jedoch sind dünn und schwach – der mächtige Baum könnte jederzeit auf Passanten oder Restaurantgäste fallen. Zu diesem Schluss kam nebst Stadtgrün auch ein externer Experte. In den nächsten Wochen wird ein grosser Ersatzbaum gepflanzt, der schon bald wieder Schatten spenden wird.

Die westlichste der vier Rosskastanien vor dem Restaurant Altes Waisenhaus in Thun ist nicht mehr standfest, könnte jederzeit umstürzen und gefährdet daher sowohl Gäste des Restaurants wie auch Passant/innen. Eine aufwändige und teure Stütze inklusive Betonfundament unter dem Baum wäre zwar realisierbar, würde jedoch das geschwächte Wurzelwerk zusätzlich beschädigen und die Lebensdauer des Baumes weiter verkürzen. Der Baum musste daher heute Montag gefällt werden. Zu diesem Schluss kamen sowohl die Fachleute von Stadtgrün Thun wie auch ein externer Experte. Noch heute Montag wird der Baum gefällt – noch bevor ein nächster Sturm ihn umlegt. „Die Krone ist zwar noch erstaunlich vital, die Wurzeln jedoch sind, wie die Untersuchungen gezeigt haben, dünn und schwach“, erläutert Markus Weibel, Leiter Stadtgrün. Gemeinderat Roman Gimmel, Vorsteher der Direktion Bau und Liegenschaften, betont: „Einen solchen alten und markanten Baum entfernen wir nur sehr ungerne aus dieser Baumreihe, die das Stadtbild prägt. Deshalb haben wir bei einem externen Baumspezialisten eine Zweitmeinung eingeholt.“ Sicherheitshalber schnitten Stadtgärtner bereits im März die Krone zurück, um die Gefährdung durch ausladende Äste zu verringern.

 

Routinekontrolle im März gab erste Hinweise

Im Rahmen der periodischen Baumpflege hatten die Baumpflegespezialisten von Stadtgrün Thun beim Tiefbauamt Anfang März festgestellt, dass sich die westlichste Rosskastanie beim Alten Waisenhaus beim Besteigen der Krone merkbar stärker bewegte als die andern drei Bäume in der Reihe. Eine genauere Untersuchung zeigte, dass das Wurzelwerk direkt unter dem Stamm weggefault war und der Baum mit einem Stammumfang von etwa 1.85 Meter nur noch von den Wurzeln im äusseren Bereich gehalten und versorgt wird. Trotz dieser massiven Einschränkung der Wasser- und Nahrungszufuhr hat die Baumkrone erstaunlich viel Laub und vitale Äste. Mit etwa 80 Jahren hat die Rosskastanie ihre im Stadtraum zu erwartende statistische Lebensdauer erreicht.

 

 

Als Ersatz wird ein möglichst grosser Baum gepflanzt

Die vom externen Baumexperten vorgelegte mögliche Sicherungsmassnahme hätte nur kurzfristige Wirkung, sähe sehr unschön aus und wäre mit unverhältnismässigen Kosten verbunden. Die Rosskastanie wird baldmöglichst, wenn die Witterungsverhältnisse es zulassen, ersetzt. Gepflanzt wird ein grösserer Baum als normal üblich, wiederum eine Rosskastanie. Die verbleibenden drei Rosskastanien vor dem Alten Waisenhaus werden weiterhin jährlich überprüft.

 

Auskünfte an die Redaktionen:

 

  • Gemeinderat Roman Gimmel, Vorsteher der Direktion Bau und Liegenschaften, Tel. 077 405 48 18

 

  • Markus Weibel, Leiter Stadtgrün, Tel. 033 225 83 63

 

Thun, 16. Juni 2014

Die Krone dieser alten Rosskastanie beim Alten Waisenhaus musste bereits im März wegen Bruchgefahr zurückgeschnitten werden.
Nach dem Fällen zeigte sich, dass der Stamm des 80-jährigen Baumes fast gänzlich durchgefault war.