Hallenbad: Projektierungskredit für Oberhofen, weitere Optionen offen

Nach dem Volks-Nein im Juni 2013 zu einem Winterdach im Strandbad verfolgt der Thuner Gemeinderat mögliche Lösungen für zusätzliche gedeckte Wasserflächen in der Stadt und der Region weiter. Ein vom Stadtrat überwiesenes Postulat unterstützt diese Stossrichtung. Als erstes Hallenbad der Region will Oberhofen seine Anlagen sanieren und modernisieren, eventuell auch ausbauen. Als wichtigste Nutzerin des Hallenbades Oberhofen und grösste Aktionärin der Sportzentrum Wichterheer AG unterstützt die Stadt Thun die entsprechende Projektierung mit 100‘000 Franken zu rund einem Drittel. Dies ist aber kein Präjudiz: Sowohl eine spätere Beteiligung an der Modernisierung des Hallenbads Heimberg wie auch andere Lösungen bleiben als Optionen offen.

 

Den Bedarf und das Marktpotenzial zusätzlicher gedeckter Wasserflächen in Thun und Region erheben, eine Beteiligung an Erweiterungen der bestehenden Hallenbäder in der Region prüfen und allenfalls eine Standortevaluation für ein neues Hallenbad in Thun und der näheren Region vornehmen: Dies sind die Handlungsfelder, die der Thuner Gemeinderat nach dem Volks-Nein zu einem Winterdach im Strandbad Thun am 9. Juni 2013 angekündigt hat. Zwar ist der Bedarf nach zusätzlichen gedeckten Wasserflächen für die Thuner Bevölkerung und Wassersportvereine ausgewiesen. Wie ein Beispiel aus Luzern zeigt, würde ein neues Hallenbad aber etwa 30 Mio. Franken kosten und entsprechend hohe Folgekosten auslösen. Eine solch grosse Investition ist für die Stadt Thun gegenwärtig aber nicht tragbar, auch ist sie bisher nicht im Investitionsplan enthalten, zumal die Sanierungsvorhaben des Strandbads und der Kunsteisbahn bevorstehen. Nun macht der Gemeinderat einen ersten Schritt, indem er einen Kredit von 100‘000 Franken an die Projektierungskosten von etwa 350‘000 Franken für eine Erneuerung und einen allfälligen Ausbau des Hallenbades und Sportzentrums Oberhofen bewilligt. Beiträge in der selben Höhe haben auch die beiden Trägergemeinden Hilterfingen und Oberhofen beschlossen. Rund 40 Prozent aller Besucherinnen und Besucher des Hallenbades Oberhofen stammen aus Thun. Deshalb leistet die Stadt einen jährlichen Betriebsbeitrag von 30‘000 Franken. Auch ist sie mit 70‘000 Franken grösste Aktionärin der Sportzentrum Wichterheer AG.

 

Ausbau bestehender Strukturen im Vordergrund

„Für den Gemeinderat steht der Ausbau bestehender Strukturen im Vordergrund. Auch mit diesem Projektierungskredit für Oberhofen bleibt die Option einer Beteiligung an einem Ausbau von Heimberg offen“, betont Gemeinderätin Ursula Haller, Vorsteherin der Direktion Bildung Sport Kultur (BiSK) der Stadt Thun. „Oberhofen ist bereits seit drei Jahren im Projektierungsprozess, deshalb hat der Gemeinderat entschieden, sich daran zu beteiligen und so mit zu entscheiden und Gegenleistungen auszuhandeln“, ergänzt sie. Je nach Ergebnis der Projektierung wird der Gemeinderat dann definitiv darüber befinden, welche Option weiter verfolgt werden soll. Noch vor Ende dieses Jahres will der Gemeinderat auch mit Heimberg Kontakt aufnehmen und die Möglichkeiten dort ausloten.

 

Bedarf und Marktpotenzial in Stadt und Region werden geklärt

Nach einer vertiefenden Analyse wird der Gemeinderat alle Lösungsansätze vergleichen und bewerten. Zudem werden der konkrete Bedarf und das Marktpotenzial in der Stadt Thun und in der Region abgeklärt.

 

Etwa Ende 2015 wird der Gemeinderat auf Basis der Ergebnisse das weitere Vorgehen festlegen können.

 

 

Auskünfte an die Redaktionen:

 

  • Gemeinderätin Ursula Haller, Vorsteherin der Direktion Bildung Sport Kultur (BiSK), Tel. 033 225 83 93 – bitte Rückruf verlangen

 

 

Thun, 2. Juli 2014