Kulturleitbild der Stadt Thun - überarbeitet und aktualisiert

Das kulturelle Leben in Thun hat sich in den letzten 15 Jahren mit neuen Anlässen und Veranstaltungsorten spürbar weiterentwickelt. Dem trägt ein überarbeitetes Kulturleitbild Rechnung. Schwerpunkte wie die jährliche Schweizer Künstlerbörse jedoch sind die selben geblieben. Das aktuelle Kulturleitbild ersetzt das bisherige aus dem Jahr 2001. Es umfasst die strategischen Leitideen und Grundsätze der städtischen Kulturförderung für die Jahre 2014 bis 2018.

 

Das mittlerweile rund 15-jährige Kulturleitbild der Stadt Thun wurde im vergangenen Jahr überarbeitet und aktualisiert und nach einer Vernehmlassung in der Kulturkommission und der Verwaltung durch den Gemeinderat genehmigt. Die Überarbeitung drängte sich auf, nachdem sich das kulturelle Leben Thuns in den vergangenen Jahren stark entwickelt hat – so kamen neue Anlässe wie die Thuner Kulturnacht und neue Lokalitäten wie das KKThun dazu. Das kompakte, nur gut 20 Seiten umfassende Dokument richtet sich an eine kulturinteressierte Öffentlichkeit, die Politik, die Kulturschaffenden und an die Kulturunterstützenden. Der Kulturabteilung dient es als Leitlinie für ihre Arbeit.

 

Raster für Kulturförderung 2014 bis 2018

Konkret legt das Kulturleitbild den groben Raster der städtischen Kulturförderung für die Jahre 2014 bis 2018 fest. Zu Beginn wird in einer Standortbestimmung die aktuelle Situation der Thuner Kultur zusammengefasst. Kulturinstitutionen und Veranstaltungen mit nationaler Ausstrahlung wie die Schweizer Künstlerbörse prägen das Thuner Kulturleben ebenso wie die lokal verankerten Institutionen und Anlässe. Das Leitbild hält aber auch fest, dass die Kulturausgaben der Stadt Thun im gesamtschweizerischen Vergleich bescheiden sind. Deshalb müssen Schwerpunkte gesetzt werden und wird der Wert eines breiten ehrenamtlichen Engagements in der Kulturarbeit hervorgehoben. Damit können trotz bescheidener Mittel beachtliche Ergebnisse erzielt werden.

 

Vier Leitideen aktualisiert

Ergänzt und aktualisiert wurden auch die vier Leitideen:

  • „Die Thuner Kulturinstitutionen sind auf der Höhe der Zeit.“ Sie ermöglichen sowohl neue Zugänge zu Traditionellem wie zu aktuellem Kulturschaffen. Genannt werden das Museum Schloss Thun, das Kunstmuseum mit dem Thun-Panorama und das Theater Alte Oele. Sie bilden Schwerpunkte der Kulturförderung in den nächsten Jahren.
  • „Thun strahlt über die Region hinaus.“ Thun braucht Veranstaltungsorte und Anlässe mit profilierter, unverwechselbarer, überregionaler Ausstrahlung. Zudem bleibt Thun ein Zentrum der Kleinkunst.
  • „Vom Bahnhof bis zum KKThun entsteht eine Kulturmeile.“ Entlang einer „Kulturmeile“ vom Bahnhof bis zum KKThun entsteht ein attraktiver Zugang zu kulturhistorischen Perlen wie Scherzligkirche, Schloss Schadau und Thun-Panorama. Dem KKThun mit Lachensaal und Schadausaal kommt eine zentrale Bedeutung für das ganze Thuner Kulturleben zu.
  • „Die Stadt Thun schafft attraktive Rahmenbedingungen.“ Die Stadt Thun betreibt eine aktive Kulturförderung, indem sie die Kulturschaffenden und die Institutionen unterstützt und unter anderem eine angemessene Infrastruktur zur Verfügung stellt.

 

Vier Förderinstrumente

Im Leitbild werden weiter die Aufgaben und die Rolle der Kulturabteilung und die vier Förderinstrumente festgehalten. Diese umfassen, wie bisher, die kontinuierliche Förderung durch Subventionsverträge, die flexible Förderung, welche die projektbezogen Unterstützung beinhaltet, die punktuelle Förderung von einzelnen Kunstschaffenden, welche durch Preise ermöglicht wird, sowie die Kunst im öffentlichen Raum.

 

„Leitideen periodisch anpassen“

„Kultur ist ein faszinierendes, enorm vielfältiges und mit allen Lebensbereichen vernetztes Feld, in dem die öffentliche Hand ihre Leitideen periodisch anpassen muss“, sagt Ursula Haller. „Deshalb haben wir unser Kulturleitbild nun überarbeitet, ohne aber die Grundausrichtung unserer Kulturpolitik zu verändern.“

 

Leitbild:

 

 

Auskünfte an die Redaktionen:

 

  • Gemeinderätin Ursula Haller, Vorsteherin der Direktion Bildung Sport Kultur, Tel. 033 225 83 93

 

  • Marianne Flubacher, Leiterin Kulturabteilung,
    Tel. 033 225 83 96

 

Thun, 4. Juli 2014