"Velospot" Thun startet mit 84 Velos an 13 Stationen

Ab heute Mittwoch stehen der Öffentlichkeit in Thun an vorerst 13 Stationen insgesamt 84 robuste, rote Leih-Velos zur Verfügung – „Velospot“, das elektronische, funkbasierte Bikesharing-System hat seinen Betrieb aufgenommen. Die erste halbe Stunde Velobenützung ist gratis, das Jahresabo kostet bis Ende Oktober noch 45, später 60 Franken. Mit „Velospot“ bietet Thun ein einfaches, praktisches und stadtverträgliches Verkehrsmittel an.

 

Kein eigenes Velo? Einen Platten? In Thun dank dem Bikesharing-System Velospot kein Problem mehr: Seit heute Mittwoch, 27. August ermöglicht eine einfache Chip-Karte rund um die Uhr an vorerst 13 Stationen in der ganzen Stadt, ein modernes rotes Stadtvelo auszuleihen und dieses an einer beliebigen anderen Station wieder abzustellen (s. Communiqué vom 14. März 2014). Gemeinderätin Marianne Dumermuth und Gemeinderat Roman Gimmel übergeben das System heute Mittwoch anlässlich einer Medienfahrt der Bevölkerung. „Ab sofort steht der Öffentlichkeit in Thun ein neues, unkompliziertes Verkehrsmittel günstig zur Verfügung. Ich freue mich auf die roten, kreuz und quer in der Stadt herum kurvenden Velos“, sagt Marianne Dumermuth, Vorsteherin der Direktion Stadtentwicklung, zuständig für die Planung und Konzeption des Systems. Erstellt wurden die Stationen durch das Tiefbauamt der Stadt Thun.

 

Einfaches System und einfache Benutzung

„Die Abstellplätze und die Elektronik der Ausleihe sind einfach und haben sich in andern Schweizer Städten bestens bewährt“, hält Roman Gimmel, Vorsteher der Direktion Bau und Liegenschaften, fest. Den Zugang zu diesem Angebot verschafft sich die Benutzerin oder der Benutzer mit einer Chip-Karte in Form eines Jahresabonnements oder einer Tageskarte. Bis Ende Oktober 2014 gibt es das Jahresabonnement in einer Startaktion für 45 Franken, danach kostet es 60 Franken. Die ersten 30 Minuten jeder Fahrt sind jeweils gratis, danach kostet jede angebrochene Stunde 2 Franken. Daneben besteht die Möglichkeit, für 10 Franken eine Tageskarte zu lösen und das Velo 24 Stunden lang zu gebrauchen. Mit der Chip-Karte lässt sich das elektronische Schloss der Velos sehr einfach öffnen und auch wieder schliessen. Steht ein Velo an einer Velospot-Station, kommuniziert das elektronische Schloss über Kurzstreckenfunk mit der Station. Diese wiederum steht via Mobilfunktnetz in ständigem Kontakt mit einem Server, der das ganze System überwacht.

 

Betrieb durch das SAH, Unterhalt durch Arbeitsintegration

Das Projekt Velospot ist ein Angebot der Stadt Thun, der Betrieb inklusive Flottenmanagement, Marketing, Sponsoring und Aboverkauf wird durch den Regionalverein Bern des Schweizerischen Arbeiterhilfswerks SAH sicher gestellt. Wartung und Reparatur der Velos erfolgen in Zusammenarbeit mit der Velostation Thun. Das SAH Bern bietet erwerbslosen Menschen die Möglichkeit, Erfahrungen in der Arbeitswelt zu sammeln, die Arbeitsmarktfähigkeit zu verbessern und so die Chancen für einen Wiedereinstieg in die Berufswelt zu verbessern. Für Barbara Geiser, Co-Präsidentin des SAH Bern, ist das Projekt ein Glücksfall: „Einerseits können wir unseren Programmteilnehmern attraktive Arbeit in einem arbeitsmarktnahen Projekt anbieten, andererseits ist das Projekt durch den hohen Anteil an Drittfinanzierung wie Aboverkauf, Sponsoring- und Werbeeinnahmen finanziell gut abgesichert.“

 

Kurzfristig 20 Stationen, danach weiterer Ausbau

Bereits kurzfristig ist in Thun ein Ausbau von „Velospot“ auf mindestens 20 Stationen geplant. Wie sich das Velospot-Netz in Zukunft entwickeln wird, hängt aber vor allem von den Nutzerinnen und Nutzern ab. „In den andern Schweizer Städten hat sich gezeigt, dass das Angebot rege benutzt wird. Wir sind zuversichtlich, dass dies auch in Thun so sein wird“, so Gemeinderätin Marianne Dumermuth. Realisiert wurde „Velospot“ bereits in der Stadt Biel, mit der Thun einen intensiven Austausch pflegt, sowie in Neuenburg, Le Locle und La Chaux-de-Fonds.

 

Über Fonds für umweltfreundliche Projekte finanziert

Die Kosten für die erste Ausbauetappe belaufen sich auf rund 325‘000 Franken. Der grösste Teil der Investition wurde über einen Fonds getätigt, der für die Förderung von umweltfreundlichen Projekten zur Verfügung steht. Die Stadt Thun gewährt während der ersten drei Betriebsjahre zudem eine Defizitgarantie von 30‘000 Franken.

 

Integration von Thun rollt

Mit der Einführung von „Velospot“ verschwindet auch das beliebte und viel genutzte Angebot „Thun rollt“ in seiner bisherigen Form. Zur Zeit prüft die Stadt Thun zusammen mit dem Betreiber SAH Bern, in welcher Form „Thun rollt“ in „Velospot“ integriert werden kann.

 

Weitere Informationen: www.velospot.ch

 

Auskünfte an die Redaktionen:

 

  • Gemeinderätin Marianne Dumermuth, Vorsteherin Direktion Stadtentwicklung, Tel. 079 793 47 52
  • Gemeinderat Roman Gimmel, Vorsteher der Direktion Bau und Liegenschaften, Tel. 077 405 48 18
  • Christoph Kupper, Projektleiter Stadtplanung, Tel. 033 225 83 75, christoph.kuppertest@thun.ch
  • Barbara Geiser, Co-Präsidentin SAH Bern, Tel. 079 650 35 13, bgtest@buerogeiser.ch
  • Jonas Schmid, Geschäftsleiter intermobility SA (Infrastruktur), Tel. 032 322 90 07 / 078 802 07 36, E-Mail infotest@intermobility.ch

 

Ab heute stehen in der Stadt Thun an 13 Stationen die typischen roten Velospot-Velos zur Ausleihe zur Verfügung - zum Beispiel auf dem Mühleplatz ...
... oder am Aarequai.