8. Bring- und Holtage: Besucheransturm bei geringerer Warenmenge

Als zusätzlichen Beitrag zur Abfallvermeidung- und Verminderung veranstaltete die Stadt Thun gemeinsam mit den Gemeinden Steffisburg, Heimberg und Uetendorf die 8. Bring- und Holtage. Trotz geringerer Menge war der Besucheransturm wiederum beachtlich.

 

Gemeinsam mit den Nachbargemeinden Steffisburg, Heimberg und Uetendorf veranstaltete das Tiefbauamt Thun vom 13. bis 16. Juni 2007 die achten Bring- und Holtage. Im Areal der Thun-Expowurden an den Bringtagen vom Mittwoch 13. bis am Freitag Mittag 15. Juni, gebrauchsfähige Gegenstände aller Art angenommen, sortiert und für den sogenannten Holtag vom Samstag für die interessierte Bevölkerung zur Gratisabholung bereitgestellt. Die Einwohner der beteiligten Gemeinden hatten während den Bringtagen rege von der Gelegenheit Gebrauch gemacht, intakte Gebrauchsgegenstände gratis abzugeben. Sie wiesen zu diesem Zweck das in den genannten Gemeinden verteilte Flugblatt als Eintrittsausweis vor. Für nicht wiederverwendbare Sachen oder für Gegenstände, welche erfahrungsgemäss am Holtag nicht genügend neue Besitzer finden (z. Bsp. Skis), wurde vor Ort die übliche Entsorgungsgebühr erhoben. Sonderabfälle aus Haushaltungen wie z. Bsp. Farben und Chemikalien wurden an den Bringtagen gegen eine bescheidene Gebühr entgegengenommen.

 

Verschiedene Vorstellungen von "gebrauchsfähig"

Im Vergleich zu den Bring- und Holtagen der Vorjahre stellten die Mitarbeitenden fest, dass die Waren teilweise eine schlechtere Brauchbarkeit aufwiesen. Die Definition von "gebrauchsfähigen Gegenständen" der Veranstalter deckte sich in mancher Hinsicht nicht mit der Einschätzung derjenigen, die sie ablieferten. Die nicht mehr brauchbaren Waren wurden entsprechend aussortiert und dem fachgerechten Recycling zugeführt. Möglicherweise finden gebrauchsfähige Waren öfter als früher über die beliebten Internet-Plattformen wie Ebay oder Ricardo neue Besitzer. Nicht nur die Qualität der Gegenstände hat abgenommen, auch die Menge der gebrachten Gegenstände war deutlich kleiner als in der Vergangenheit.

Sinn und Zweck der Bring- und Holtage ist einerseits, dass die beteiligten Gemeinden einen zusätzlichen Beitrag zur Abfallvermeidung und Abfallverminderung in der Region Thun leisten. Andererseits sollen unter anderem minderbemittelte Bevölkerungsgruppen in der Region eine Möglichkeit haben, kostenlos gebrauchte Konsumgüter zu erhalten. Mehrere tausend Besucher nutzten am Holtag vom Samstag diese Gelegenheit. Wenige Minuten, nachdem das teilweise internationale Publikum das Areal "gestürmt" hatte, fanden die sorgfältig bereitgestellten Gegenstände bereits ihre neuen Besitzer. Die Veranstalter schätzen, dass insgesamt rund 80 Prozent der bereitgestellten Waren wieder abgeholt wurden.

Auskünfte an die Redaktionen:

Kurt Zwahlen, Abfallbeauftragter, Tiefbauamt Thun, Tel. 033 225 83 42 oder 079 714 09 60

 

Thun, 18. Juni 2007