Die Stadt Thun verurteilt die Ausschreitungen nach dem Fussballmatch und trifft Sofortmassnahmen

Nach der Partie zwischen dem FC Thun und dem BSC Young Boys vom Mittwoch, 25. Mai, ist es in Thun zu Ausschreitungen gekommen. Einsatzkräfte und Hausbewohner sind tätlich angegriffen worden und auf der Marschroute wurden diverse Sprayereien angebracht. Die Stadt Thun verurteilt die Gewaltbereitschaft und Zerstörungswut der Fans aufs Schärfste und toleriert dieses Verhalten nicht. Es werden Sofortmassnahmen getroffen.

Am Mittwoch, 25. Mai, ist es nach dem Fussballspiel zwischen dem FC Thun und dem BSC Young Boys zu verschiedenen Zwischenfällen gekommen. Dies teilte die Kantonspolizei Bern am Donnerstagnachmittag in einem Communiqué mit.

Die Anreise der Fussballfans mit dem Extrazug und der Fanmarsch zum Stadion führten noch zu keinen Schwierigkeiten. Auch während der Partie verhielten sich die Fangruppen auf beiden Seiten korrekt. Doch bereits zehn Minuten nach Beendigung der Partie wurden im Gästesektor zwölf Pyros gezündet. Auf dem Fanmarsch zurück an den Bahnhof haben die Fussballfans in der Länggasse, an der Rampenstrasse sowie am Bahnhofsgebäude diverse Sprayereien angebracht.

Verschiedene Fans griffen sogar einen Hausbesitzer an, der seine Liegenschaft schützen wollte. Hinter dem Manorgebäude wurden Mitarbeitende der Kantonspolizei mit Steinen beworfen. Gemeinderat Peter Siegenthaler, Vorsteher der Direktion Sicherheit und Soziales äussert sich wie folgt: „Das Fanverhalten hat eine Dimension angenommen, die ich so in keiner Art und Weise tolerieren kann. Besonders schlimm sind die Angriffe gegen Privatpersonen und Polizisten.“ Peter Siegenthaler hat sich deshalb entschlossen, folgende Sofortmassnahmen zu treffen:

 

·       Die Clubleitungen des FC Thun und des BSC Young Boys sowie die Swiss Football League werden zusammen mit Anwohnervertretern und Vertretern der Kantonspolizei umgehend zu einem Gespräch eingeladen.

 

·       Die Rahmenbewilligung für die Saison 2016/2017 wird vorläufig von der Gemeinderatstraktandenliste entfernt.

 

·       Die Mitarbeit der Abteilung Sicherheit in der Arbeitsgruppe operative Fanarbeit wird bis auf Weiteres sistiert.

 

 

 

 

 

 

Auskünfte an die Redaktionen:

 

  • Gemeinderat Peter Siegenthaler, Vorsteher der Direktion Sicherheit und Soziales, Tel. 079 208 27 93

 

 

Thun, 26. Mai 2016