Die Stadt Thun regelt die kommerzielle Plakatierung neu

Ab dem Jahr 2019 regelt das neue Plakatierungskonzept der Stadt Thun die Grundsätze und Rahmenbedingungen der kommerziellen Plakatierung auf öffentlichem Boden. Darin zeigt sich die Stadt gegenüber neuen digitalen Werbeträgern offen. Die Anzahl der Standorte für Plakatwerbung soll allerdings nicht wachsen. Für die Werbung an Thuner Brücken wird die Stadt ein Baugesuch einreichen.

In der Stadt Thun stehen auf öffentlichem Grund rund 330 Werbeträger. Diese sind heute in Besitz der Allgemeinen Plakatgesellschaft (APG) und werden durch diese unterhalten und bewirtschaftet. Da der Vertrag mit der APG Ende 2018 ausläuft, wird der Auftrag für die kommerzielle Plakatierung in diesem Jahr per 2019 öffentlich ausgeschrieben. Als Grundlage dient ein neues Plakatierungskonzept, in dem die Rahmenbedingungen festgehalten sind.

Offen gegenüber digitalen Werbeträgern und Brückenwerbung

Die Stadt Thun signalisiert im Plakatierungskonzept Offenheit gegenüber neuen digitalen Werbeträgern. Da sich die bisherigen Werbestandorte bewährt haben, werden diese beibehalten. Um den öffentlichen Raum nicht zusätzlich zu belasten, soll die Anzahl der Standorte nicht wachsen. Sehr beliebt bei Veranstaltern und Vereinen ist die Werbung an den Thuner Brücken. Die dafür zur Verfügung stehenden Geländer sind über das ganze Jahr begehrt. Damit dieses Angebot weiter aufrechterhalten werden kann, wird der Gemeinderat beim Regierungsstatthalter ein Baugesuch einreichen.

Neues Angebot für Veranstalter

Neu profitieren Veranstalterinnen und Veranstalter von sportlichen, kulturellen und gewerblichen Events auf dem Stadtgebiet von einer zusätzlichen vergünstigten Plakatwerbung. Für kulturelle Veranstaltungen standen bisher bereits kostenlose Plakatträger zur Verfügung. Im Sinne einer Gleichbehandlung bietet die Stadt ab 2019 allen Thuner Veranstalterinnen und Veranstaltern Werbung im Format F4 mit einem Rabatt von 25 Prozent an. Das Angebot ist qualitativ und zeitlich begrenzt: Pro Veranstaltung und Jahr sind maximal zehn Plakate möglich, die Dauer der Hängung pro Plakat beträgt höchstens einen Monat. Die detaillierten Konditionen zur Hängung von Plakaten werden im Rahmen des neuen Vertrags ausgehandelt.

Standorte für kostenlose Werbung bleiben

An 20 fixen Standorten stehen allen weiterhin kostenlos Plakatwände für das freie Plakatieren zur Verfügung. Aus Platzgründen wird die Nutzung mobiler Plakatständer jedoch beschränkt. Sie können ab 2019 ausschliesslich für Präventionskampagnen, Behördeninformationen, kommunale Abstimmungen und Wahlen sowie für Informationen während der Dauer eines Anlasses genutzt werden.

Die Bewirtschaftung der Plakatwände mit Stadtplänen ist in einem separaten Vertrag definiert. Dafür wird zu gegebener Zeit ebenfalls eine neue Regelung erarbeitet.