Der Hafen Lachen soll saniert werden

Die Hafenanlage Lachen entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen und Bedürfnissen. Die Stadt Thun als Eigentümerin und Betreiberin will diese deshalb sanieren. Im Juni 2018 befindet der Stadtrat über den Verpflichtungskredit von 780‘000 Franken. Die Gesamtkosten betragen 2,6 Millionen Franken. Die Sanierung soll zwischen Herbst 2019 und April 2020 erfolgen.

Die Stadt Thun verfügt im Gebiet Lachen mit vielfältigen Sport- und Freizeitanlagen über eines der meistgenutzten Naherholungsgebiete direkt am Wasser. Der Hafen Lachen erfüllt nicht nur eine wichtige Funktion für die privaten Bootsbesitzerinnen und -besitzer, sondern verströmt das Ferienflair einer Marina und ist damit eine wichtige Visitenkarte für Einheimische und Gäste. Da die Infrastruktur im Hafen Lachen nicht mehr zeitgemäss ist, will die Stadt Thun als Eigentümerin die Anlage sanieren. Mit dem Sanierungsprojekt trägt sie auch dem Prüfauftrag Rechnung, den der Thuner Stadtrat mittels Postulat im November 2015 formuliert hat.

Parlament befindet über Verpflichtungskredit
Im Juni 2018 befindet der Stadtrat nun über den Verpflichtungskredit von 780‘000 Franken. Von den Gesamtkosten von 2‘600‘000 Franken machen die mit der Sanierung der Bootsplätze in Zusammenhang stehenden Kosten 70 Prozent aus (1‘820‘000 Franken). Der Gemeinderat hat diese gebundene Ausgabe, vorbehältlich der Genehmigung des Kreditbeschlusses in Kompetenz des Stadtrates, bereits bewilligt. Der wertvermehrende Anteil der Ausführungskosten von 2‘600‘000 Franken beträgt 780‘000 Franken.

Komfort erhöhen und Synergien nutzen
Im Zuge des Sanierungsprojekts hat die Stadt Thun eine Konzeptstudie erarbeitet und dabei die Nutzerbedürfnisse bestimmt. Insgesamt soll die Sanierung den Komfort verbessern und ermöglichen, dass Synergien mit der bestehenden Infrastruktur im Hafen und im Strandbad besser genutzt werden können.

Die Schwimmsteganlage wird ersetzt und gedreht
Das Sanierungsprojekt sieht vor, die Schwimmsteganlage zu ersetzen. Neu soll die Anlage mit Strom- und Wasseranschlüssen ausgestattet sein und flexible Bootsplatzbreiten und Anbindelösungen ermöglichen. Ausserdem werden die Stege um 90 Grad gedreht, damit die Anlage besser an das Strandbad Thun und deren Infrastruktur angebunden ist. Die Bootsplatzbesitzer können bereits heute die bestehende Infrastruktur im Strandbad unentgeltlich mitnutzen. Den beiden standortgebundenen Anlagen Strandbad und Hafen ermöglicht die Massnahme, Synergien besser zu nutzen – auch personelle. Der Zugang erfolgt neu über einen parallel zum Strandbadweg verlaufenden Schwimmsteg und zwei Zugangsbrücken (vgl. Plan in der Beilage).

Die Kapazität der Bootsanlegeplätze ist gemäss Projekt mit 305 Plätzen etwas geringer als heute (315). Ausserdem wird es vier bis sechs Gästeplätze am Anleger beim Strandbad geben.

Infrastruktur wird erweitert
Des Weiteren sind eine neue Einwasserungsrampe, ein neuer Waschplatz und eine Fäkalienabsauganlage vorgesehen. Auf eine Tankstelle wird verzichtet, da eine privat betriebene Motorboot-Tankstelle in Merligen existiert. Ausserdem steigt die Tendenz zu Elektromotoren.

Bauarbeiten von Herbst 2019 bis April 2020 geplant
Sofern das Bauvorhaben bewilligt wird, soll im Herbst 2019 der Baubeginn erfolgen. Die Stadt Thun rechnet mit einer Bauzeit von fünf Monaten. Die Inbetriebnahme des Hafens ist im April 2020 vorgesehen.

 

Thun, 23. Mai 2018