In der Bostudenzelg entsteht ein neues, attraktives Wohnquartier

Im Schoren ist eine nachhaltige und generationenübergreifende Wohnüberbauung geplant. Das
Siegerprojekt «Freiraum» aus dem Ideenwettbewerb sieht ein flexibles Bebauungskonzept,
einen grossen öffentlichen Park und eine Aufwertung des gesamten Quartiers vor.

In der Bostudenzelg, gegenüber des Hauptsitzes von Meyer Burger, befindet sich eine der letzten
zusammenhängenden unbebauten Bauzonen der Stadt Thun. Das Areal an der Bubenberg- bzw.
Bläuerstrasse umfasst 45'000 m2 und ist ca. zur Hälfte in städtischem Eigentum und zur Hälfte im
Eigentum der Frutiger AG und der Bernischen Pensionskasse (BPK). Geplant ist ein attraktives,
nachhaltiges und quartierverträgliches Wohnprojekt für alle Generationen. Damit können die
Ziele aus dem Stadtentwicklungskonzept 2035 und der Wohnstrategie 2030 gezielt umgesetzt
werden. Das Projekt soll eine hohe städtebauliche Qualität im Sinne der Siedlungsentwicklung
nach innen aufweisen und einen Mehrwert für das ganze Quartier kreieren. Gemäss
Wohnstrategie eignet sich das Areal für die Ansiedlung von Wohnbaugenossenschaften (WBG)
und für die Erweiterung des Angebots für Familien und ältere Generationen. Für das Vorhaben
hatte der Stadtrat Ende 2018 einen Kredit für einen Wettbewerb bewilligt und sich für die
Anpassung der veralteten baurechtlichen Grundordnung ausgesprochen.

Einfaches, massvolles und flexibles Konzept
Im letzten Jahr führte die Stadt gemeinsam mit den beiden anderen Grundeigentümerinnen einen
anonymen Ideenwettbewerb durch (nach SIA 142). Dabei setzten sich 12 Teams mit den
Charakteristiken des Areals auseinander und erarbeiteten ein Konzept für die künftige Nutzung.
Die Jury, bestehend aus verwaltungsinternen und -externen Fachpersonen aus unterschiedlichen
Disziplinen, wählte das Projekt «Freiraum» zum Sieger. Diesen Bebauungsvorschlag erarbeiteten
die Rykart Architekten AG und Ernst Gerber Architekten + Planer AG aus Liebefeld sowie die
Landschaftsarchitekten Klötzli + Friedli aus Bern. Das Siegerprojekt zeichnet sich durch eine klare
städtebauliche Haltung und ein einfaches und flexibles Bebauungs- und Wohnkonzept aus.

Einzigartiger Freiraum für das künftige «Miteinander»
Das Projekt sieht die Anordnung der Wohngebäude um einen grossen, zentralen Park vor.
Halböffentliche und öffentliche Nutzungen sollen das Quartier für alle Generationen beleben. Der
durch die Anordnung der Bebauung geschaffene Freiraum leistet dabei einen grossen Beitrag an
das zukünftige «Miteinander» im Quartier. Der Park hat das Potenzial, mit der
Siedlungsentwicklung zu wachsen, sich zu verändern und über partizipative Prozesse eine hohe
Identifikation und Akzeptanz in der Bevölkerung herbeizuführen. Das Nutzungsspektrum ist offen
gehalten und bietet für alle sozialen Schichten und Altersklassen ein passendes Angebot. Die
Zentrumsfunktion des Robinsonspielplatzes wird mit der neuen Überbauung gestärkt.

Richtprojekt erarbeiten in Workshops
In einem nächsten Schritt wird das Siegerprojekt im Rahmen von mehreren Workshops mit dem
Bearbeitungsteam und externen Fachexpertinnen und -experten geschärft. Das Ziel ist die
Erarbeitung eines Richtprojekts, welches die Basis für die neue baurechtliche Grundordnung
bildet. Nach dem Plangenehmigungsverfahren sind für die einzelnen Baufelder
Projektwettbewerbe vorgesehen. Danach erfolgt das Baubewilligungsverfahren. Mit den ersten
bebauten Baufeldern kann frühestens ab Herbst 2023 gerechnet werden.

 

Ausstellung und Information für die
Bevölkerung

Alle eingereichten Projekte sind in einer
Ausstellung in der Schadaugärtnerei an der
Seestrasse in Thun zu sehen. Die Ausstellung
dauert vom 27. Februar bis zum 13. März
2020.

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag: 09.00 – 17.00 Uhr
Freitag: 09.00 – 13.30 Uhr.

Die Anwohnerschaft wird im Rahmen einer
Veranstaltung im Detail über das Projekt
informiert.
www.thun.ch/bostudenzelg

Unterlagen zum Download
Unter www.thun.ch/bostudenzelg steht Ihnen der Jurybericht zum Download zur Verfügung.