Stadt Thun optimiert Hochwasserschutz in der Innenstadt

Um die Sicherheit der Innenstadt im Falle eines Hochwassers weiter zu erhöhen, schaffte die Stadt Thun neue Schutzsäcke und zwei mobile Schutzsysteme an. Die neuen Elemente sind multifunktional und stehen Schutz und Rettung per sofort zur Verfügung.

Die Stadt Thun evaluierte den Hochwasserschutz im Gemeindegebiet und stellte in der Innenstadt ein noch vorhandenes Risiko fest. Basis für diese Einschätzung bildeten die revidierte Naturgefahrenkarte, die Erfahrungswerte aus dem Hochwasser 2005 sowie der Miteinbezug eines möglichen Ausfalls des Entlastungsstollens. Zur Erhöhung der Sicherheit erweitert die Stadt Thun den Hochwasserschutz um zusätzliche Elemente.

Mobile Systeme sind rasch und vielseitig einsetzbar
Beschafft wurden zwei mobile Schutzsysteme zum raschen Bau von sicheren Dämmen (vgl. Bilder). Die Kunststoffelemente umfassen zusammen 400 Meter. Ausserdem ersetzt die Stadt einen Teil des Sandsackbestands altersbedingt durch 600 Schutzsäcke mit Spezialgranulat. Die neuen Schutzsysteme sind schnell und ohne bauliche Veränderung aufgebaut, mobil und einfach in der Anwendung. Mit dem neuen Bestand kann Schutz und Rettung Thun die Stadt rasch vor Hochwasser schützen (bis zu 60 cm Anstauhöhe). Relevante Gehwege wie der Aarequai sind so teilweise auch im Falle eines Hochwassers weiter benutzbar. Die Elemente sind multifunktional und können auch zur Verkehrslenkung oder als Löschwasserrückhalt eingesetzt werden.

Per sofort einsatzbereit
Zur Beschaffung der mobilen Hochwasserschutzmassnahmen hatte der Gemeinderat einen Verpflichtungskredit von 165'000 Franken gesprochen. Die Elemente stehen Schutz und Rettung per sofort zur Verfügung und werden vorwiegend durch den Zivilschutz und die Feuerwehr eingesetzt.