Gemeinderat passt Vorgehen zur Einzonung des Sport- und Freizeitclusters an

Infolge des finanzpolitischen Verzichts auf die Wettkampfhalle stehen in Thun Süd weitere eingezonte Flächen für Sportinfrastrukturen zur Verfügung. Der Gemeinderat sieht im Rahmen der Ortsplanungsrevision deshalb von einer Einzonung zusätzlicher Flächen im Sport- und Freizeitcluster Thun Süd ab. Die Erarbeitung der Grundlagen wird jedoch weitergeführt, um die Basis für eine nachgelagerte Einzonung zu schaffen. Gleichzeitig soll ein Masterplan für den bestehenden, historischen Sportcluster im Lachen erstellt werden.

Die Bereitstellung von genügend Platz für Sport und Freizeit im Zuge der angestrebten Innenentwicklung Thuns ist dem Gemeinderat wichtig. Die Einzonung zusätzlicher Flächen für den Sport- und Freizeitcluster war bis anhin im Rahmen der laufenden Ortsplanungsrevision vorgesehen. Infolge der Coronakrise hat der Gemeinderat jedoch entschieden, aus finanzpolitischen Gründen auf den Neubau der Dreifachsporthalle mit Wettkampfinfrastruktur in Thun Süd zu verzichten (vgl. Medienmitteilung vom 5. Februar 2021). Dies führte dazu, auch das weitere Vorgehen bezüglich der Einzonung des Sport- und Freizeitclusters zu überdenken. In diesem Zusammenhang richtete sich auch der Stadtrat in einer dringlichen Interpellation an den Gemeinderat (vgl. Beilage).

Grundlagen für spätere Einzonung werden erarbeitet
Grundsätzlich hält der Gemeinderat am Sport- und Freizeitcluster Thun Süd fest, passt aber das Vorgehen an. In der bestehenden Zone mit Planungspflicht ZPP AH stehen weiterhin genügend unbebaute, bereits eingezonte Flächen für die Realisierung von Sportanlagen zur Verfügung. Im Zusammenhang mit dem Verzicht auf die Wettkampfhalle sieht der Gemeinderat deshalb von einer Einzonung zusätzlicher Flächen für den Sport- und Freizeitcluster im Rahmen der laufenden Ortsplanungsrevision ab. Damit trägt er der unsicheren finanzpolitischen Perspektive Rechnung, zumal in den neu einzuzonenden Flächen aktuell kein konkretes Vorhaben zur Realisierung vorliegt und ein solches allenfalls auf den bereits eingezonten Flächen realisiert werden könnte. Damit wird im Sinne des Raumplanungsgesetzes und der kantonalen Vorgaben zum haushälterischen Umgang mit Boden verhindert, dass Flächen auf Vorrat eingezont werden.

Die Erarbeitung der Grundlagen für die Einzonung soll aber weitergeführt werden. Es ist dem Gemeinderat ein Anliegen, die notwendigen Abklärungen sorgfältig zu tätigen. So kann er, bei Vorliegen eines konkreten Vorhabens und entsprechender finanzieller Absicherung, nachgelagert zur Ortsplanungsrevision wenn nötig die Einzonung zusätzlicher Flächen beim Kanton beantragen.

Masterplan historischer Sportcluster Lachen
Für eine Gesamtsicht ist es wichtig, auch den bestehenden, historischen Sportcluster im Lachenareal in die Überlegungen einzubeziehen. Aus diesem Grund hat der Gemeinderat das Planungsamt und das Amt für Stadtliegenschaften beauftragt, ein Vorgehenskonzept für eine Masterplanung Lachenareal und die umgebenden Freiräume zu erarbeiten. Ziel ist es, die Entwicklung der Sportanlagen basierend auf den Bedürfnissen der ansässigen Sportvereine räumlich zu definieren und zu optimieren. Gleichzeitig sollen die vorhandenen Freiflächen damit aufgewertet und möglichst vergrössert werden.

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