Stadt Thun baut Verkehrsmessstellennetz auf

Im Januar bewilligte der Thuner Stadtrat einen Kredit für ein städtisches Verkehrsmonitoring. Eine wichtige Komponente sind dabei Verkehrsmessstellen. Ende Oktober beginnt die Stadt Thun an neun Standorten mit der Umsetzung.

Das städtische Mobilitätsreglement sieht vor, dass eine künftige Steigerung des Verkehrsaufkommens primär über umweltfreundliche Verkehrsträger abgewickelt wird. Um die Entwicklungen erfassen zu können und die Wirksamkeit von Verkehrsmassnahmen zu überprüfen, sind zuverlässige Daten unabdingbar. Deshalb errichtet die Stadt Thun ein Verkehrsmessstellennetz mit neun Zählstandorten, unter anderem auf der Seestrasse, der Frutigenstrasse und der Allmendstrasse (siehe Plan in der Beilage).

Messung verschiedener Verkehrsarten
Das Messstellennetz erfasst sowohl die motorisierten Verkehrsteilnehmenden wie auch den Velo- und Fussverkehr. Zur Erfassung werden sogenannte Induktionsschleifen im Boden, Infrarot-Sensoren und 3D-Kameras eingesetzt. Die Erfassung erfolgt anonymisiert, so dass keine Rückschlüsse auf einzelne Verkehrsteilnehmende möglich sind. Ergänzend zum Verkehrsmessstellennetz werden an drei Standorten sogenannte Velobarometer aufgestellt. Es handelt sich dabei um Echtzeitanzeigen des Veloverkehrsaufkommens.

Umsetzung bis Anfang 2022
Die baulichen Arbeiten beginnen Ende Oktober. Zurzeit werden auf den Fahrbahnen Markierungen angebracht. Für die Messstellen müssen unter anderem schmale Kanäle für die Induktionsschleifen in die Fahrbahnbeläge gefräst, die Erfassungsgeräte montiert und die Stromversorgungen erstellt werden. Mit grösseren Verkehrsbehinderungen ist nicht zu rechnen. Die Arbeiten dauern pro Standort nur wenige Stunden und werden bei Bedarf von Verkehrsdiensten begleitet. Die Hauptarbeiten dauern bis Januar 2022. Danach nimmt die Stadt das Messsystems in Betrieb. Mindestens ein Velobarometer benötigt aufgrund der Lage eine Baubewilligung und wird daher später in Betrieb genommen, voraussichtlich im Laufe des Jahres 2022.

Für das Verkehrsmonitoring bewilligte der Stadtrat im Januar einen Kredit von 1.6 Mio. Franken. Die Kosten für die Realisierung der Messstellen belaufen sich auf knapp 400'000 Franken.

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