Die Uttigenstrasse ist ab Samstag offen für den Langsamverkehr

Am Samstag, 18. Dezember 2021, wird die Uttigenstrasse auf der gesamten Länge vom Lerchenfeldquartier bis zur Regiestrasse für den Fuss- und Veloverkehr geöffnet. Damit kann die Stadt Thun ihr Langsamverkehrsnetz um einen wichtigen Teil erweitern.

Der kommunale Richtplan aus dem Jahr 2014 zeigt auf, wie sich das Gebiet des ESP Thun Nord entwickeln soll. Er formuliert Vorgaben/Ziele für die künftige städtebauliche Entwicklung, Bebauung und Nutzung des Areals, insbesondere die schrittweise Überführung der militärischen Nutzung in zivile Nutzung sowie die Erschliessung. Im Richtplan wurde auch festgelegt, dass die Uttigenstrasse wieder für den Fuss- und Veloverkehr geöffnet werden soll. In den letzten ca. 40 Jahren war ein Teilstück (Franzosenweg bis Panzerbrücke) aufgrund der militärischen Nutzung für den Fuss- und Veloverkehr gesperrt. Im August 2021 starteten die beiden Eigentümerinnen, die RUAG Real Estate AG und die armasuisse, gemäss den Strassenbauvorgaben der Stadt Thun mit den Bauarbeiten für die Öffnung der Strasse. Mit Abschluss der ersten Bauetappe kann die Uttigenstrasse am 18. Dezember 2021 auf der gesamten Länge vom Lerchenfeldquartier bis zur Regiestrasse für den Velo- und Fussverkehr freigegeben werden. Damit existiert nun eine durchgehende Langsamverkehrsverbindung zwischen «Uetendorf Allmend» und «Selveareal». Die Stadt Thun kann damit eine wichtige im Gesamtverkehrskonzept vorgesehene Massnahme zur Schliessung dieser Netzlücke umsetzen.

Gemeinsame Weiterentwicklung des ESP Thun Nord
Entlang der Uttigenstrasse sind sowohl Dienstleistungs- und Gewerbeunternehmen wie auch Bundesbetriebe beheimatet. Gemäss Stadtentwicklungskonzept 2035 soll das nördlich der Bahnlinie gelegene Gebiet des ESP Thun Nord zu einem attraktiven Mischgebiet mit vielfältigen Wohn- und Arbeitsnutzungen weiterentwickelt werden. Dabei sollen gleichzeitig der wertvolle Naherholungsraum entlang der Aare besser in Wert gesetzt und die Zugänglichkeit und Anbindung an die bestehenden Quartiere verbessert werden. Diese Weiterentwicklung wird im Rahmen einer Gesamtbetrachtung über den ganzen ESP Thun Nord mit den Grundeigentümerinnen RUAG Real Estate AG und armasuisse in den nächsten Jahren konkretisiert (vgl. Medienmitteilung der RUAG vom 16. Dezember 2021).

Die Erschliessung des Gebiets für den motorisierten Verkehr erfolgt weiterhin über die Regiestrasse. Mit einer Polleranlage wird die direkte Verbindung ins Lerchenfeldquartier und damit unerwünschter Durchgangsverkehr unterbunden. Auf der Uttigenstrasse gilt eine Maximalgeschwindigkeit von 30 km/h.

Uttigenstrasse ab Sommer 2022 Eigentum der Stadt Thun
In der ersten Bauetappe wurden insbesondere im Abschnitt Panzerbrücke bis Franzosenweg die Sicherheitsschleusen und -zäune umplatziert. Gleichzeitig ersetzte die Energie Thun AG die Gas- und Wasserleitungen und verlegte das neue Stromtrasse für die Beleuchtung.

Im kommenden Jahr setzen die RUAG und die armasuisse die Bauarbeiten ab Panzerbrücke Richtung Regiestrasse punktuell fort, um die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden zu erhöhen. Sie stützen sich dabei auf die verkehrssicherheitstechnischen Vorgaben der Stadt. Vorgesehen sind neue Gehwege und Beleuchtung, das Entfernen von Gleisen und strassennahen Vordächern, Anpassungen der seitlichen Ausfahrten und ein neuer Belag. Diese Baumassnahmen werden bis Sommer 2022 abgeschlossen. Der Verkehr kann während dieser Zeit normal zirkulieren.

Nach Abschluss der Arbeiten geht die Uttigenstrasse inklusive Gehwege, insgesamt knapp 10'000 m2, ins Eigentum der Stadt Thun über. Bereits ab dem 1. Januar 2022 übernimmt das Tiefbauamt den Winterdienst- und Reinigungsunterhalt.