Stadt prüft Verbreiterung des Aarequais und verzichtet auf Ersatz des Geländers

Der Thuner Gemeinderat will eine mögliche Verbreiterung des Aarequais vertieft prüfen. Im Zusammenhang mit der detaillierten Gesamtbetrachtung verzichtet die Stadt auf den Ersatz des Geländers am Quai.

Ende 2021 wurden zwei parlamentarische Vorstösse zur Gestaltung des Aarequais eingereicht. Zum einen wird der Gemeinderat gebeten, insbesondere aus gestalterischen Gründen auf den Ersatz des Geländers am Aarequai zu verzichten. Zum anderen soll die Stadt Thun eine Verbreiterung des Quais zwischen Mühleplatz und Brahms-Quai prüfen. Der Thuner Gemeinderat will die Gesamtsituation am Aarequai im Detail analysieren und die komplexe Verbreiterung des Quais vertieft prüfen. Um kein Präjudiz zu schaffen, verzichtet er auf den Ersatz des Geländers.

Sicherheit wird gewährleistet
Da die Höhe und die Tragfähigkeit des Geländers nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprechen, muss die Stadt bei zu erwartenden grösseren Menschenansammlungen zusätzliche Sicherheitsmassnahmen treffen. So wird bei Anlässen (z.B. Wasserzauber) eine ergänzende Absperrung angebracht. Das bereits ersetzte Teilstück des Geländers, das auf Anordnung des Regierungsstatthalteramtes zur Bemusterung montiert wurde, wird zurückgebaut.

Grosse rechtliche Hürden bei Verbreiterung des Quais
Um die grundsätzliche Machbarkeit einer aareseitigen Verbreiterung des Quais zu prüfen, tätigte die Stadt bereits diverse Abklärungen. Diese zeigen, dass das Vorhaben mit grossen rechtlichen Hürden verbunden ist. Zur Realisierung wären zahlreiche Ausnahmebewilligungen nötig, zum Beispiel im Bereich des Gewässerschutzgesetzes oder des Wasserbaugesetzes. Demnach ist eine Umsetzung in absehbarer Zeit nicht möglich.

Der Gemeinderat erachtete die Idee jedoch als interessant und attestiert ihr gewisses Potential. Daher will er bei einer Annahme des Postulates die Idee im Zusammenhang mit weiteren Überlegungen zur Innenstadt weiter prüfen und dafür entsprechende finanzielle Mittel vorsehen. Die beiden Vorstösse werden an der Stadtratssitzung vom 24. März behandelt.