Stadtrat entscheidet über die provisorische Sporthalle

In den nächsten Jahren entstehen in Thun im Rahmen von Schulsanierungen zusätzliche (Doppel-)Sporthallen. Bis dahin fehlen insbesondere dem UHC Thun Trainingsmöglichkeiten. Um die Situation möglichst rasch zu verbessern, will der Gemeinderat im Lachen eine provisorische Fertighalle bauen. Im März befindet der Stadtrat über den Ausführungskredit.

Mit dem Wegfall der Armeesporthallen des Bundes hat sich der Platzbedarf von Sportvereinen in den letzten zwei Jahren erhöht. Insbesondere der Unihockeyclub UHC Thun ist betroffen. Ihm fehlen 20 bis 25 Grossfeld-Trainingseinheiten pro Woche. Das bedroht den UHC als Spitzensportverein. Mit den geplanten Doppelsporthallen auf den Schularealen Lerchenfeld und Neufeld und dem Bau einer Sporthalle durch den Kanton beim Gymnasium Schadau wird sich die Situation in den nächsten acht bis zehn Jahren verbessern. Für die Zwischenzeit will der Gemeinderat eine rasch realisierbare Lösung schaffen und eine provisorische Halle errichten. Damit soll auch die Existenz des UHC als Spitzensportverein gesichert werden. Ausserhalb des Trainingsbetriebs des UHC kann die Halle auch von Schulen (IDM, WST und Gymnasium) und anderen Vereinen genutzt werden.

Bestmöglicher Standort und nachhaltige Hallenkonstruktion
Die Stadt sieht vor, eine 25 x 50 Meter grosse Fertighalle auf dem roten Platz zu errichten, angrenzend an die Lachenhalle. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie prüfte die Stadt verschiedene Standorte (roter Platz und Parkdeck der Lachenhalle sowie verschiedene Schulanlagen) und Hallenkonstruktionen (Fertighalle und Traglufthalle). Die Investitions- und Energiekosten sind bei allen geprüften Varianten ähnlich. Der rote Platz weist aber wesentliche Vorteile auf. Mit diesem Standort müssen keine Mietverträge gekündigt und keine Parkplätze und Bootsabstellplätze verlegt werden. Aus energetischer Sicht ist eine Fertighalle einer Traglufthalle vorzuziehen. Die Konstruktion der Fertighalle entspricht den geltenden energetischen Anforderungen. Zudem kann die Fertighalle an einem anderen Standort wiederverwendet und damit nach Nutzungsende verkauft werden.

Inbetriebnahme im November 2022 geplant
Im letzten Herbst genehmigte der Gemeinderat den Planungs- und Projektierungskredit über 104'000 Franken. Die Kosten für die Realisierung belaufen sich auf 1.585 Millionen Franken. Am 24. März befindet der Stadtrat über den Ausführungskredit. Seitens UHC Thun ist ein finanzieller Beitrag von maximal 20'000 Franken vorstellbar. Der UHC Thun als Hauptnutzer wird auch den mobilen Sportboden beisteuern.
Läuft alles nach Plan, kann der Baubeginn im April erfolgen. Die Baubewilligung kann für maximal fünf Jahre erteilt und um zwei, nötigenfalls drei Jahre verlängert werden. Die Inbetriebnahme der Halle ist bereits im November 2022 vorgesehen.