Stadt testet weitere Massnahmen für besseren Verkehrsfluss

Seit Dezember 2021 läuft die Umsetzung verschiedener Massnahmen zur Verbesserung des Verkehrsflusses in der Thuner Innenstadt und am rechten Seeufer. Im Mai 2022 wird nun die vom Gemeinderat beschlossene temporäre Verschiebung der Bushaltestelle in der Marktgasse umgesetzt.

Die Delegierten des Runden Tisches des Verkehrsforums zum Thuner Innenstadtverkehr haben im November 2021 verschiedene Sofortmassnahmen zur Stauverminderung am rechten Thunerseeufer empfohlen. Seit Dezember 2021 setzen der Kanton Bern und die Stadt Thun verschiedene Massnahmen stufenweise um. Der Kanton Bern wertet diese in einer einmonatigen Wirkungskontrolle aus. Die Kontrolle war aufgrund des Verkehrsrückganges durch die Homeoffice-Pflicht von Februar in den Mai 2022 verschoben worden (vgl. gemeinsame Medienmitteilung Kanton Bern und Stadt Thun vom 4.2.2022). Der Gemeinderat unterstützt alle Massnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation. Ende Dezember beschloss er, in einer zweiten Stufe weitere städtische Massnahmen in der Innenstadt umzusetzen. Diese sind temporär und erfolgen testweise. Die Erkenntnisse fliessen in die weiteren Planungen ein:

Temporäre Verschiebung Bushaltestelle «Marktgasse»
Die Massnahmen der zweiten Stufe haben zum Ziel, den Rückstau auf den Berntorkreisel und auf die Burgstrasse und Hofstettenstrasse zu verringern. Vom 2. bis 29. Mai 2022 wird die Bushaltestelle «Marktgasse» vor dem Coop Kyburg vorübergehend auf zwei temporäre Haltestellen in der Marktgasse und in der Grabenstrasse verschoben:

• Temporäre Haltestelle Marktgasse (Bereich Gebäude Nr. 6 bis 12):

Die Busse der Linien 1 «Steffisburg Flühli – Thun - Spiez», 41, 42, 43, 33 aus dem Gebiet Zulgtal sowie 31/32 aus Goldiwil/Heiligenschwendi werden diese temporäre Haltestelle in der Marktgasse vom Berntorkreisel her durch die Untere Hauptgasse anfahren, entgegen der signalisierten Fahrtrichtung. Anschliessend erfolgt die Weiterfahrt in Richtung Bahnhof auf der Originalroute. Tests der STI Bus AG zeigten, dass die Busse den temporären Streckenabschnitt befahren können und sich die provisorische Haltestelle zum Ein- und Ausstieg eignet. Die Verkehrsführung wird mit temporären, mobilen Lichtsignalanlagen geregelt. Die Ampeln verhindern Kreuzungsmanöver zwischen Autos und Bussen in der engen Unteren Hauptgasse. Für den Auto- und Veloverkehr gelten die bestehenden Verkehrsführungen.

• Temporäre Haltestelle Grabenstrasse (Bereich Wertstoffsammelstelle) für die Buslinie 3.

Halteverbot und temporäre Aufhebung von Parkplätzen
Während der testweisen Umsetzung dieser Massnahmen gilt in der Unteren Hauptgasse im Abschnitt Marktgasse bis Berntorplatz ein Halteverbot. Für die provisorische Bushaltestelle müssen vom 25. April bis 3. Juni die neun Parkfelder (inkl. einem Behindertenparkplatz) und die rund 20 Veloabstellplätze in der Markgasse temporär aufgehoben werden. Das Parkverbot gilt ab Erstellung der provisorischen Bushaltestelle bis zum Rückbau. Alternative Autoparkplätze bestehen in der Berntorgasse oder den nahegelegenen Parkhäusern. Behindertenparkfelder stehen auf dem nahegelegenen Bärenplatz zur Verfügung. Veloabstellplätze stehen im nahen Umfeld z.B. in der Gerberngasse oder der Berntorgasse zur Verfügung.

Thuner Gemeinderat engagiert sich auch für langfristige, regional abgestützte Lösung
Der Gemeinderat hat für alle Sofortmassnahmen zur Verbesserung des Verkehrsflusses einen Kredit von 195'000 Franken genehmigt. Damit zeigt die Stadt Thun ihr Engagement zur Verbesserung der Situation für Thun und die umliegenden Gemeinden. Parallel zur Umsetzung dieser Sofortmassnahmen verfolgt der Thuner Gemeinderat eine langfristige, regional abgestützte Infrastrukturlösung. Ziel ist es, dass ein entsprechendes Infrastrukturprojekt ins nächste Agglomerationsprogramm des Bundes aufgenommen wird.

Ähnliche Dateien

  • ÜbersichtsplanSofortmassnahmen Verbesserung Verkehrsfluss Innenstadt, Stufe 2

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