Kreiselneubau General-Wille-Strasse erfordert Nachkredit

2017, vor Eröffnung des Bypasses Thun Nord, musste die Stadt Thun die Kreuzung General-Wille-Strasse – Mittlere Strasse sanieren und einen neuen Kreisel erstellen. Eine Einsprache und weitere Kostentreiber führten zu einer höheren Bausumme. Der Stadtrat befindet am 12. Mai über einen Nachkredit.

2017 musste die Stadt Thun die Kreuzung General-Wille-Strasse – Mittlere Strasse aus Kapazitäts- und Sicherheitsgründen vorgängig zur Eröffnung des Bypasses sanieren. Für die Velofahrenden wurde für die Beziehung General-Wille-Strasse – Burgerstrasse, ausserhalb des Kreisels, eine separate durchgehende Velospur zur Umfahrung des Kreisels realisiert. Zugleich erneuerte die Stadt die Mittlere Strasse im Bereich Allmendhof und legte die Bushaltestellen Teichmatt und Allmendhof zusammen (vgl. Medienmitteilungen vom 7.3.2017 und 16.8.2017).

Verschiedene Ursachen führten zu Mehrkosten
Im Baubewilligungsverfahren erhob ein privater Anstösser Einsprache und erwirkte, dass im Bereich Allmendhof das Trottoir auf der Seite Burgerstrasse bestehen bleiben musste und nicht wie im Projekt vorgesehen auf der Siedlungsseite errichtet werden konnte. Aufgrund des neuen Strassengefälles und der neuen Anschlusshöhen musste das Trottoir trotzdem komplett neu gebaut werden. Die Einsprache verzögerte den Baustart von Anfang Mai 2017 um knapp vier Monate auf Ende August. Die Arbeiten konnten erst 2018 abgeschlossen werden. Die Einsprache führte zu Mehrkosten in der Projektierung, Ausführung und längeren Bauzeit.

Ein weiterer Kostentreiber war die ungenügende Tragfähigkeit der Mittleren Strasse im Abschnitt Allmendhof. Trotz vorgängiger punktueller Baugrunduntersuchungen konnte dies erst nach dem Belagsabbruch festgestellt werden. Gegenüber den ausgeschriebenen Bauarbeiten entstanden aufgrund der Korrektur Mehrkosten für den gesamten Strassenabschnitt und für die zusätzlich erforderliche Betonplatte bei der neuen Bushaltestelle.

Finanzzuständigkeiten
Im April 2017 genehmigte der Gemeinderat eine Gesamtsumme von 1'230'000 Franken und die neue Ausgabe zu Lasten der Investitionsrechnung von 172'200 Franken. 1'057'800 Franken wurden als gebundene Ausgabe für baulichen Unterhalt zulasten der Erfolgsrechnung 2017 ff. genehmigt. Gesamthaft fallen Mehrkosten von 324'750.15 Franken an. Die Verkehrsfläche nahm gegenüber der ursprünglichen Kreuzung um 14 Prozent zu. Diese Mehrfläche bestimmt den Investitionsanteil. Die Mehrkosten von 45'465 Franken für den Investitionsanteil (14 Prozent) erhöhen die Ausgaben zu Lasten der Investitionsrechnung auf gesamthaft 217'665 Franken und fallen gemäss Stadtverfassung in die Zuständigkeit des Stadtrates.

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