Kampagne «Bike & Walk, Let it Slow» geht in die zweite Runde

Nach den positiven Erfahrungen setzen die Stadt Thun und Partnerorganisationen die Kampagne «Bike & Walk, Let it Slow» in diesem Jahr fort. Ziel ist es, in der Innenstadt und am Aarequai ein rücksichtsvolles Miteinander von Fuss- und Veloverkehr zu fördern.

Mit den steigenden Temperaturen nimmt der Veloverkehr in der Innenstadt und auf dem Aarequai wieder zu. Das birgt ein gewisses Konfliktpotenzial zwischen Fussgängerinnen und Velofahrern. Um Konflikten oder gar Unfällen präventiv entgegenzuwirken, lancierte die Stadt Thun 2021 zusammen mit der Kantonspolizei, der Gemeinde Hilterfingen und diversen Verkehrsorganisationen die Sensibilisierungskampagne «Bike & Walk, Let it Slow». Rund 40 freiwillige Helferinnen und Helfer von Pro Velo, VCS, TCS und Fussverkehr Schweiz sowie Mitarbeitende der Kantonspolizei und der Stadt Thun standen dafür im Einsatz und verteilten über 4000 Flyer. «Die Aktion hat sich bewährt. Wir konnten die Bevölkerung gezielt über die geltenden Regeln informieren und sie für die gegenseitige Rücksichtnahme sensibilisieren», sagt Gemeinderat Konrad Hädener. Messungen zeigten zudem, dass die Geschwindigkeiten der Velofahrenden während der Kampagne in der Tendenz sanken und grösstenteils im angestrebten Bereich lagen. Um ein rücksichtsvolles und sicheres Miteinander von Fuss- und Veloverkehr weiter zu fördern, wird die Kampagne jetzt weitergeführt.

Tempoanzeigen, Bodenmarkierungen, Plakate und Aktionstage
Die Bevölkerung wird erneut mittels Tempoanzeigen, Plakaten, Flyer und Bodenmarkierungen sensibilisiert. Zudem sind wieder Aktionstage geplant: Velofahrerinnen und Velofahrer können sich am Dienstag, 24. Mai im Oberen Bälliz und am Samstag, 25. Juni am Bike&Walk­-Stand am Aarequai nahe des Göttibachsteges über die geltenden Regeln informieren. Die Berner Kantonspolizei ist mit dem Velo-­Fahrsimulator vor Ort. Interessierte können mit Hilfe von Virtual Reality brenzlige Velo­-Situationen erleben und das richtige Verhalten üben, um Unfälle zu vermeiden.

Diese Regeln gelten
Sowohl in der Fussgängerzone in der Innenstadt wie auch auf den Fusswegen am Aarequai und auf der Schwäbispromenade haben Fussgängerinnen und Fussgänger immer Vortritt. Velo -und E-Bike-Fahrende dürfen fahren, jedoch mit langsamer Geschwindigkeit resp. in der Fussgängerzone lediglich im Schritttempo. Bei dichtem Verkehr gilt es, das Velo zu schieben. Schnelle E-Bikes mit gelbem Nummernschild sind in beiden Gebieten von Gesetzes wegen nur mit ausgeschaltetem Motor zulässig. Eilige Velo- und E-Bike-Fahrende sind angehalten, alternative Routen zu benutzen. Die Verkehrs- und Verhaltensregeln sind im Flyer übersichtlich dargestellt (vgl. Beilage oder unter www.thun.ch/bikewalk).