ZPP Hoffmatte: Beschwerden gegen die Stadt auch in dritter Instanz abgelehnt

In dritter Instanz hat auch das Verwaltungsgericht des Kantons Bern die Beschwerden gegen die Stadt Thun betreffend ZPP Hoffmatte abgewiesen. Eine Beschwerde wird weitergezogen.

Auf dem ungenutzten Areal neben der Hoffmann Neopac AG im Gwatt soll eine zeitgemässe Wohnüberbauung für alle Generationen entstehen. Geplant sind 180 Wohnungen, ein Alterspflegeheim und Alterswohnungen. Verschiedene öffentliche Infrastrukturen sollen zur Aufwertung des Quartiers beitragen. Nach der Zustimmung des Stadtrats im Jahr 2019 sprach sich am 9. Februar im Rahmen der Abstimmung auch die Bevölkerung mit 62 Prozent klar für die neue Zone mit Planungspflicht (ZPP) Hoffmatte aus. Im September 2020 genehmigte das kantonale Amt für Gemeinden- und Raumordnung (AGR) die ZPP sowie die Überbauungsordnung. Das AGR wies zudem alle Einsprachen und die Abstimmungsbeschwerde ab. Drei beschwerdeführende Parteien fochten den Entscheid an. Nach der kantonalen Direktion für Inneres und Justiz (DIJ) hat jetzt auch das Verwaltungsgericht des Kantons Bern der Stadt Thun Recht gegeben und sämtliche Beschwerdepunkte abgewiesen. Zwei beschwerdeführende Parteien akzeptieren das Urteil des Verwaltungsgerichts, eine Beschwerde wird an die nächsthöhere und letzte Instanz, das Bundesgericht weitergezogen.

Die Stadt Thun hofft auch aus demokratiepolitischen Gründen auf eine rasche Behandlung durch das Bundesgericht. Ziel des Gemeinderates ist es, das Vorhaben gemäss dem Wunsch der Stimmbevölkerung möglichst bald realisieren zu können. Mit der qualitätsvollen Innenentwicklung kann dringend benötigter Wohnraum geschaffen werden.