Thunersee-Pegel: Nach heftigem Anstieg langsame Entspannung in Sicht

Mit den heftigen Regenfällen seit gestern Sonntag, 13. Juli hat der Thunerseepegel die Vorwarnstufe von 558.00 Metern über Meer überstiegen. Trotz der einsetzenden Wetterbesserung und dem Rückgang der Zuflüsse ist nur mit einer langsamen Entspannung zu rechnen. Das Gemeindeführungsorgan (GFO) Thun rät Seeanstössern deshalb, wachsam zu bleiben.

 
Zwischen Sonntagabend, 13. Juli, 18 Uhr und heute Montag, 14. Juli, 14.30 Uhr ist der Thunersee-Pegel infolge heftiger Regenfälle um 19 cm bis auf die Vorwarnstufe von 558.00 m/M angestiegen. Das GFO der Stadt Thun beobachtete die Situation sehr aufmerksam. Mit der angekündigten Wetterbesserung ab heute Montagmittag beginnt eine langsame Entspannung. Die gesamten Zuflussmengen von Aare, Kander und Simme werden noch für einige Zeit deutlich höher bleiben als die Abflussmengen aus dem See.


Langsame Entspannung - Vorsicht am Wochenende

Gemäss Angaben des Wasserwirtschaftsamtes des Kantons Bern, das für die Seeregulierung verantwortlich ist, könnte der Pegel noch bis maximal 558.20 m/M, also etwa 10 cm unter die Hochwassergrenze, steigen. Die erwartetete Entspannung bzw. das Absinken des Pegels wird nach Einschätzung der Experten nur langsam erfolgen. Da am kommenden Wochenende erneut Niederschläge zu erwarten sind, kann eine kritische Entwicklung nicht ausgeschlossen werden. Die Lage muss weiterhin sehr aufmerksam beobachtet werden.

 
Seeanstösser: Schutzmaterialien kontrollieren

Die Kerngruppe des GFO Thun rät Seeanstössern, die Lage im Auge zu behalten und die privaten Schutzmaterialien zu kontrollieren und die Hochwasser-Checkliste bereit zu halten. Spätestens ab einem Pegel von 558.15 m/M wird das GFO wieder informieren, was zu tun ist.

 

Weitere Infos: www.thun.ch/hochwasser

 

Auskünfte an die Redaktionen:

·      Peter Siegfried, stv. Chef GFO, Tel. 033 225 84 80 oder 079 656 65 90

 

Thun, 14. Juli 2008, 16.50 Uhr