Freiwillige, unentgeltliche Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

Eine freiwillige, unentgeltliche Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs bietet der schulärztliche Dienst der Stadt Thun allen Achtklässlerinnen an. Die Impfung vermindert das Risiko von Frauen, in späteren Jahren zu erkranken. Seit Januar 2008 werden die Kosten für die Impfung gegen humane Papillomaviren durch die obligatorische Krankenversicherung ohne Selbstbehalt übernommen.

Das Risiko von Frauen, im späteren Alter an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, kann durch eine Impfung gegen humane Papillomaviren (HPV) reduziert werden. Da der Kanton Bern Beratungsgespräche zu HPV nicht vergütet, bieten nicht alle Hausärztinnen und Hausärzte diese Impfung in ihrer Praxis an. Deshalb springt der schulärztliche Dienst der Stadt Thun in die Lücke und macht allen Achtklässlerinnen ein freiwilliges Impfangebot. Diese haben zwei Möglichkeiten:

·        Sie lassen sich bei ihrem Hausarzt individuell beraten und bei einem positiven Entscheid auch impfen. Das Amt für Bildung und Sport (ABS) empfiehlt dieses Vorgehen. Leider aber werden Beratungsgespräche durch den Kanton nicht vergütet, weshalb nicht alle Hausärzte die Impfung in ihrer Praxis anbieten.

·        Die Alternative: Die Achtklässlerinnen lassen sich kostenlos an einer Gruppen-Impfaktion des schulärztlichen Dienstes impfen.

Das ABS empfiehlt Schülerinnen und Eltern, sich zunächst beim Haus-, Kinder- oder Frauenarzt bzw. der Ärztin zu erkundigen, ob die Impfung gemäss kantonalen Richtlinien durchgeführt werden kann. Falls nicht, können die Eltern ihre Tochter für eine Impfaktion anmelden. Angemeldete und dann doch nicht bezogene Impfungen müssen allerdings mit 140 Franken in Rechnung gestellt werden, weil der beim Kanton bestellte Impfstoff nicht mehr zurückgegeben werden kann.

Eltern per Brief orientiert

Der schulärztliche Dienst gelangte kürzlich mit einem Elternbrief an die vier Oberstufenschulen der Stadt Thun und orientiert darin über das freiwillige Impfangebot gegen HPV. Angefügt ist ein Anmelde-Talon für einen Gruppen-Impfanlass in der Schule. Er muss von den Erziehungsberechtigten und den Schülerinnen unterschrieben werden.

Impfaktion ab Ende April 2009

Die Impfaktion beginnt Ende April 2009. Innerhalb von sechs Monaten erhalten die Mädchen drei Impfrationen. Nach Abschluss der Impfaktion im Herbst wird über die Nutzung des Angebotes informiert.

Auskünfte an die Redaktionen:

·      Brigitte Müller, Leiterin Fachstelle Bildung, Amt für Bildung und Sport, Tel. 033 225 83 33

·      Daniel Hänggi, Schularzt, Panoramastrasse 5, 3600 Thun, Tel. 033 223 20 20

Thun, 27. Januar 2009